Alles im Griff: Alexander Spitzer (rot) hat sich einen Stammplatz in der Heimstettner Innenverteidigung gesichert. Patrik Stäbler
Alles im Griff: Alexander Spitzer (rot) hat sich einen Stammplatz in der Heimstettner Innenverteidigung gesichert. Patrik Stäbler

Alexander Spitzer - der Turm in Heimstettens Abwehr

Kommt auch Zwillingsbruder Marcel von Türkgücü München?

In der Wohngemeinschaft von Alexander Spitzer wird viel über Fußball gesprochen – schließlich lebt der Verteidiger des SV Heimstetten mit seinem Zwillingsbruder Marcel zusammen, der bei Türkgücü München unter Vertrag steht.

Heimstetten – Dieser Klub führt aktuell die Tabelle der Regionalliga an und ist auf dem besten Wege, durch den dritten Aufstieg in Serie den Sprung in die 3. Liga zu schaffen.

Derweil ringt der SVH um den Klassenerhalt – und doch dürfte Alexander Spitzer am WG-Küchentisch zurzeit lieber über Fußball plaudern als sein Bruder. Denn der hat bei Türkgücü noch keine Minute gespielt; zuletzt stand der Abwehrmann nicht mal mehr im Kader. Ganz anders sieht es bei Alexander Spitzer aus, der sich beim SVH einen Stammplatz in der Innenverteidigung erkämpft hat – nach anfänglichen Problemen.

„Ich bin leider mit einer Verletzung hierher gekommen“, sagt der 20-Jährige, der bis zum Sommer – mit seinem Zwillingsbruder – in der Reserve des TSV 1860 München gespielt hat. In der Folge verpasste er nicht nur die Vorbereitung, sondern musste auch in den ersten Partien zuschauen. Nachdem er sich ins Team gekämpft hatte, warf ihn eine weitere Verletzung zurück – doch seit drei Wochen gehört er fest zur Startelf.

„Heimstetten ist natürlich etwas ganz anderes als 1860“, sagt der 1,90 Meter große Verteidiger. „Es geht hier mega-familiär zu, und mir macht es sehr viel Spaß, hier Fußball zu spielen.“ Sein Trainer Christoph Schmitt hält große Stücke auf den 20-Jährigen, der allein von seiner Statur her unter den SVH-Verteidigern hervorsticht. „Einen Turm braucht man hinten drin“, sagt der Coach, der jedoch auch Spitzers „gutes Aufbauspiel“ lobt. Zugleich sei er auf dem Platz sehr ruhig – „fast zu ruhig für einen Innenverteidiger“, findet Schmitt.

Und dennoch scheinen sich in Alexander Spitzer und dem SV Heimstetten zwei gefunden zu haben, die zueinander passen. Ob der Klub nicht auch für seinen Zwillingsbruder eine Option wäre? Zu dieser Frage will sich der 20-Jährige nicht äußern. Nur so viel: „Ich bin mir sicher“, sagt Alexander Spitzer, „dass mein Bruder seinen Weg gehen wird“.

Aufrufe: 12.11.2019, 05:15 Uhr
Münchner Merkur (Nord) / Patrik StäblerAutor

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