2026-01-20T07:14:11.657Z

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Milan Pavlicic ist als Trainer beim SV Hajduk zurückgetreten.
Milan Pavlicic ist als Trainer beim SV Hajduk zurückgetreten. – Foto: Willi Roth - Archiv

SV Hajduk ist trainerlos

Nach Abschied von Milan Pavlicic arbeitet abstiegsbedrohter Kreisoberligist an Lösung

WIESBADEN . Im neuen Fußballjahr, in dem es für die Wiesbadener Kreisoberligisten mit der Fortsetzung der Rückrunde Anfang März wieder ernst wird, vermeldet der Tabellenvorletzte SV Hajduk eine Veränderung auf der Trainerposition. Der kroatische Club aus Kloppenheim und sein Cheftrainer Milan Pavlicic gehen künftig getrennte Wege.

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Impuls zur Trennung ging vom Trainer aus: „Er war schon immer unser Wunschtrainer“, sagt Zeljko Novak. „Aber am Ende hat es einfach nicht mehr gepasst“, sagt der Sportliche Leiter zur Personalentscheidung, die jetzt im Rahmen einer Vorstandssitzung um den 1. Vorsitzenden Drazenko Puljic getroffen worden sei. „Die Trennung ging mehr von Milan aus“, sei sein Club weit davon entfernt gewesen, den 45 Jahre alten ehemaligen Profi zu schassen, sagt Novak.

Mangelnde Trainingsbeteiligung:

Doch die sportliche Situation beim SV Hajduk ist eben alles andere als rosig. Ein gewichtiger Grund ist auch die mangelnde Trainingsbeteiligung. „Zum Training der zweiten Mannschaft kamen doppelt so viele Spieler“, weiß der 57-Jährige. Ein Umstand, der seinem Coach ein Dorn im Auge war. „Ich fühlte mich alleine gelassen – vor allem in den letzten beiden Monaten“, klagt Pavlicic. Der Ex-Profi war erst zu Saisonbeginn vom rheinhessischen Bezirksligisten Fortuna Mombach gekommen. Es war eine Rückkehr, denn von 2017 bis 2020, in drei Spielzeiten in der A- und B-Klasse, stand er schon einmal an der Seitenlinie der Kroaten: Seinerzeit als Co-Trainer. In der aktuellen Runde kam er sogar zu zwei Einsätzen als Spieler.

„Wir haben auch ein Torwartproblem“, sagt Novak, der mit der Defensive ebenfalls nicht glücklich ist.

Bereits 99 Gegentore: Kein Wunder: 99 Gegentore in 17 Spielen sprechen Bände. Rund zwei Drittel aller Ligakonkurrenten kommen nicht mal auf die Hälfte Gegentreffer. Da helfen auch 44 geschossene Tore wenig, um noch den Klassenerhalt, der ursprünglich frühzeitig eingetütet werden sollte, zu realisieren. Vor allem stand Stammtorwart Kristian Duvnjak (24) verletzungsbedingt wiederholt nicht zur Verfügung. So ist der Sportchef froh, mit dem 23-jährigen und 1,95 Meter großen Roy Mike Seifert vom Mainzer B-Ligisten TSG Hechtsheim einen Keeper gefunden zu haben. Es sei bisher allerdings der einzige Winterzugang, nachdem man vergeblich versucht habe, drei bis vier weitere Spieler zu gewinnen. Verlassen haben den Verein Desard Gjika, der B-Jugendtrainer beim FSV Hellas Schierstein wird, und Luka Maric, der zu Freunden beim Main-Taunus-Club SG Wildsachsen wechselt. „Wir suchen nun nach einer Trainerlösung und wollen diese am 28. Januar zum Trainingsauftakt vorstellen“, kündigt Novak an. „Die Gespräche laufen und wir haben schon ein paar Optionen.“ Das gelte vor allem für den Sommer. Denn da stünde ein Coach bereit, der gleich drei bis vier Neue mitbringen würde. Dann sollte auch Marco Puljic, 19-jähriges Talent und Sohn des Vereinschefs, wieder fit sein, hofft Novak. Und Milan Pavlicic? „Es ist noch nicht sicher, wo ich hingehe“, sagt der Coach: „Ich suche einen Verein mit einer stabilen Mannschaft. Die Klasse spielt keine Rolle.“



Aufrufe: 021.1.2026, 12:00 Uhr
Martin GebhardAutor