
Der Spitzenreiter baut seinen Vorsprung auf elf Punkte aus. Verfolger Niederroth verliert deutlich. Röhrmoos gewinnt endlich auf Kunstrasen.
Der SV Günding hat sein Saisonziel – Meisterschaft und Direktaufstieg – fast schon vorzeitig erreicht. Die Gündinger bauten den Vorsprung auf Verfolger Ampermoching durch einen 3:1-Auswärtssieg weiter aus, Verfolger Nummer zwei auf Tabellenplatz zwei, der SV Niederroth, unterlag 2:5 in Petershausen. Günding hat vier Spieltage vor Saisonschluss einen komfortablen Elf-Punkte-Vorsprung auf den Relegationsplatz zwei, den Niederroth mit 45 Punkten inne hat. Es folgen Hilgertshausen, Indersdorf und Ampermoching mit jeweils 41 Punkten.
Das stets mit Spannung erwartete Gemeindederby Tandern gegen Hilgertshausen fand diesmal keinen Sieger.
SpVgg Röhrmoos – TSV Bergkirchen 3:2: Die SpVgg Röhrmoos-Großinzemoos hat durch diesen Sieg gegen den TSV Bergkirchen den Kontakt zum rettenden Ufer hergestellt. Da die Kontrahenten aus Tandern und Odelzhausen nur Remis spielten, haben die Röhrmooser nur noch zwei Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz. Das Team von Trainer Christian Keßler galt lange Zeit als Absteiger Nummer eins, doch mit dem Sieg gegen Bergkirchen lebt die Hoffnung. „Endlich ist der Fluch des Kunstrasens beendet“, atmete Keßler nach dem Spiel tief durch. Seine Mannschaft konnte auf dem neuen Kunstrasen bis dato kein Spiel gewinnen, umso wichtiger war nun der Erfolg gegen Bergkirchen.
Lukas Kutscherauer hatte den Gastgeber in der 6. Minute in Führung gebracht, Patrick Sturm egalisierte diese in der 23. Minute. Nach der Pause brachte Quirin Hartdegen erneut den Gastgeber in Front, doch auch diese wurde durch Benedikt Schlegel egalisiert. Den Sack für Röhrmoos machte Maxi Schütz mit seinem Siegtreffer in der 83. Minute zu. Es ist also für die SpVgg wieder Licht am Ende des Tunnels zu sehen.
SpVgg Erdweg – SV Odelzhausen 2:2: Mit einem arg gebeutelten Kader musste Gastgeber Erdweg in die Partie starten. Dennoch gingen die Erdweger durch Tore von Benjamin Trinkl (14.) und Korbinian Göttler (17.) früh mit 2:0 in Führung. Doch Odelzhausen kam schon in der 21. Minute durch den Treffer von Daniel Karlstetter wieder heran. Mit diesem Zwischenergebnis ging es in die Pause. Nach der Halbzeit kam der vom Abstieg bedrohte Gast aus Odelzhausen deutlich besser in die Partie. Ab der 70. Minute wurde die Partie zum Schlagabtausch. Erdweg traf die Latte, Spieler des SVO segelten gleich zwei Mal aussichtsreich an gut getimten Flanken vorbei. Als sich beinahe alle auf dem Platz mit dem 2:1-Erfolg der SpVgg abgefunden hatten, war Paul Platonov in der Nachspielzeit hellwach. Ein verunglückter Abstoß landete bei ihm, Platonov drosch die Kugel aus 18 Metern ins Gehäuse und sorgte so noch für einen Punktgewinn für den Gast aus Odelzhausen.
SV Haimhausen – AEG Dachau 0:1: Ein typisches Remis-Spiel endete mit einem 1:0-Sieg der Gäste aus Dachau – und dies durch einen verwandelten Foulelfmeter in der 28. Minute durch Nikolaos Papadopulos. „Man muss schon sagen, dass es unter dem Strich eine schwache Partie war“, sagte Markus Malle vom SV Haimhausen. Seine Mannschaft sei einfach nicht stark genug gewesen, man habe es nicht geschafft, entscheidende Akzente zu setzen, meinte der Torjäger schulterzuckend.
Während sich der SV Haimhausen auf Platz acht mit 26 Punkten weiter im Niemandsland der Tabelle befindet, konnten sich die Griechen aus Dachau drei wertvolle Punkte im Kampf gegen den Abstieg sichern. Sie haben nun sechs Punkte Vorsprung auf den SV Odelzhausen, der den Abstiegsrelegationsplatz mit 15 Punkten belegt.
TSV Schwabhausen – TSV Indersdorf 4:4: Das Ergebnis lässt es vermuten: Es war eine turbulente Angelegenheit, die sich da auf der Anlage des TSV Schwabhausen darbot. Und es ging gleich von null auf hundert. Denn es waren keine zehn Minuten gespielt, da stand es bereits 2:1 für die Gäste aus Indersdorf. Den frühen Rückstand durch Schwabhausens Torjäger Christian Henning (2.) konnte Tim Elstner mit einem Doppelpack (4., 7.) drehen. Für die Zuschauer gab es kaum Zeit zum Durchatmen. Leo Schüler glich nach einem langen Ball aus (23.), ehe der Top-Torjäger der Kreisklasse, Marcel Truntschka, noch zum 3:2 für die Indersdorfer erhöhte (35.).
Nach dem Seitenwechsel flachte die rasante Partie etwas ab – als wollten die Akteure auf dem Rasen Kräfte sparen für die emotionale Schlussphase. Zunächst sorgte Johannes Karl mit einem tollen Solo für die vermeintliche Vorentscheidung (67.). Doch Schwabhausen gab sich nicht auf und kam durch Kapitän Maxi Blank noch einmal heran, als er einen Foulelfmeter souverän verwandelte (78.). In der 90. Minute schnürte Leo Schüler dann noch den Doppelpack zum 4:4.
FC Tandern – TSV Hilgertshausen 0:0: Der Punkt könnte noch wichtig werden für die abstiegsbedrohten Tanderner. Vor rund 350 Zuschauern trotzten sie dem auf Tabellenrang drei stehenden Nachbarn ein torloses Remis ab.
In der ersten Halbzeit neutralisierten sich beide Teams, nennenswerte Chancen gab es hüben wie drüben nicht. „Wenig Derbycharakter“ habe die Partie in den ersten 45 Minuten gehabt, so Hilgertshausens Fußballchef Norbert Schneider. Nach der Pause wurden beide Mannschaften aktiver, jetzt boten sich auch Torchancen.
In der 60. Spielminute zog Hilgertshausens Kapitän Josef Keimel aus 16 Metern ab, Tanderns Schlussmann Qurin Hechtl war auf dem Posten und klärte zur Ecke. Die nächste Großchance für Hilgertshausen folgte nur vier Minuten später, als Marius Klimmer den Ball nach einer Hereingabe von Stefan Rassl am Tor vorbei schob.
Ab Mitte der zweiten Hälfte wurde es ein flottes Gemeindederby, Hilgertshausen war leicht überlegen, die Tanderner stemmten sich mit aller Macht dagegen. Chancen auf ein Tor hatten die Gastgeber nicht.
In der 73. Spielminute köpfte Felix Lang nach einer Ecke knapp übers Tor. Hilgertshausen blieb im Anschluss bemüht und am Drücker, ein Tor gelang dem Tabellendritten jedoch nicht.
SV Petershausen – SV Niederroth 5:2: Petershausen erwischte einen Traumstart und setzte den Tabellenzweiten früh unter Druck. Bereits nach zwei Minuten brachte Christoph Spielberger die Gastgeber in Führung. Niederroth wirkte verunsichert und fand kaum ins Spiel, während der SVP die Kontrolle behielt. Nach einer guten halben Stunde erhöhte Florian Ziller auf 2:0 (34.).
Kurz vor der Pause überschlugen sich dann die Ereignisse: Zunächst unterlief Niederroths Lukas Lerchl ein Eigentor zum 3:0 (42.), ehe Mateo Velic in der Nachspielzeit auf 1:3 verkürzte (45.+2). Die Hoffnung auf ein Comeback währte jedoch nur Sekunden, denn im Gegenzug stellte Spielberger den alten Abstand wieder her (45.+3).
Auch nach dem Seitenwechsel blieb Petershausen die zielstrebigere Mannschaft. Zwar kam Niederroth in der 62. Spielminute durch einen Strafstoß von Philipp Gottschalk noch einmal auf 2:4 heran, doch die Antwort folgte prompt: Andreas Leyerer sorgte nur fünf Minuten später für die vorzeitige Entscheidung (67.).
Während Petershausen eine konzentrierte Leistung zeigte, blieb Niederroth über weite Strecken blass und leistete sich zu viele Fehler. In der Schlussphase sah Gottschalk zudem noch die Rote Karte (90.). Ein gebrauchter Nachmittag für die Gäste.
SV Ampermoching – SV Günding 1:3: Ampermoching erwischte im Spitzenspiel den besseren Start und ging früh in Führung: Nach einem langen Ball traf Marko Todorovic bereits in der 4. Minute zum 1:0. Tabellenführer Günding zeigte sich jedoch unbeeindruckt und übernahm im Anschluss die Kontrolle. Die Gäste setzten die Hausherren früh unter Druck, erspielten sich mehrere gute Möglichkeiten und kamen auch über Standardsituationen gefährlich vor das Tor.
Kurz vor der Pause drehte der Tabellenführer die Partie: Zunächst verwandelte Emre Demir einen Strafstoß zum Ausgleich (42.), ehe Anton Rusp ebenfalls vom Punkt zur 2:1-Führung nachlegte (45.).
Auch nach dem Seitenwechsel blieb Günding spielbestimmend und ließ defensiv kaum noch etwas zu. Ampermoching kam nur noch selten gefährlich vor das Tor, während die Gäste weitere Chancen auf den dritten Treffer liegen ließen. Erst in der Nachspielzeit sorgte Matej Popovic mit dem 3:1 für die Entscheidung (90.+4).
Gautinger SC – VfL Egenburg 2:2: Egenburg erwischte beim Tabellenletzten einen Traumstart: Nach einem starken Solo von Ales Szczepurek über die rechte Seite legte dieser für Thomas Berglmeir auf, der bereits in der 5. Minute zum 1:0 traf. In der Folge blieb der VfL zunächst stabil, musste jedoch einen Rückschlag verkraften, als Szczepurek verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste. Ohne den Zielspieler tat sich Egenburg auf schwierigem Geläuf zunehmend schwer, Entlastung zu schaffen.
Gauting übernahm mehr und mehr die Kontrolle und kam zu Chancen, die zunächst noch von VfL-Keeper Michael Wagner vereitelt wurden. Kurz vor der Pause fiel dann aber der Ausgleich: Nach einem Eckball köpfte Maximilian Gaul zum 1:1 ein (39.).
In der Schlussphase wurde es turbulent: Zunächst brachte Timo Leigh die Gastgeber nach einem Fehler in der VfL-Defensive mit 2:1 in Führung (86.). Doch Egenburg antwortete prompt – Maximilian Weindl traf per Kopf zum 2:2 (88.). In der hitzigen Nachspielzeit sah Leigh noch die Rote Karte (90.+3). So blieb es in einer umkämpften Partie beim Remis.