Karsten Exner ist Vereinskoordinator der Stadt Ortrand. Das Schild an der Tür zum Vereinsgelände des SV Eintracht Ortrand muss wohl abermals mit einem neuen Eröffnungsdatum versehen werden.
Karsten Exner ist Vereinskoordinator der Stadt Ortrand. Das Schild an der Tür zum Vereinsgelände des SV Eintracht Ortrand muss wohl abermals mit einem neuen Eröffnungsdatum versehen werden. – Foto: Josephine Japke

Lausitzer Vereine in der Krise

Mitglieder verlieren Lust am Vereinsleben.

Am Beispiel Eintracht Ortrand wird deutlich, wie sehr eine Austrittswelle Sportvereine auf Jahre schwächen kann. Hoffnung macht eine gute Nachwuchsarbeit, doch ob die den Vereinen in der Corona-Krise helfen wird, ist fraglich.
"Mensch, hoffentlich laufen die uns nicht weg". Diese Sorgen macht sich Karsten Exner schon seit März. Die Angst vor dem Mitgliederschwund wegen der Einschränkungen im Sport durch die Pandemie-Bekämpfung grassiert in der Lausitz. Exner sagt: "Mitglieder bei der Stange zu halten, ist überlebenswichtig für die Vereine. Gerade in Zeiten, wie diese."

"Wir haben schon im Frühjahr gemerkt, dass viele Leute denken, dass sie sich nicht mehr melden brauchen, weil es auch zu Hause genug zu tun gibt", sagt Karsten Exner. Mitgliederschwund, von dem Begriff hält der Vereinskoordinator der Stadt Ortrand dennoch nicht viel, weil er "zu extrem" klingt. Dass einige Mitglieder die Lust verlieren würden, wenn es so weitergeht, wie bisher, glaubt er aber schon.

Seit März steht der Sport in der Lausitz größtenteils still. Erst im Sommer konnten einige Sportarten den Betrieb wieder aufnehmen. Und gerade, als eine Routine mit Hygienemaßnahmen und weitestgehend ohne Zuschauer gefunden wurde, bewegt sich abermals nichts auf den Sportplätzen und in den Turnhallen der Region.

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Zum Verein: SV Eintracht Ortrand

1187 Aufrufe30.11.2020, 05:36 Uhr
MOZ.de / Josephine JapkeAutor

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