
Ein Teilerfolg, der als Erfolg verbucht wird, war das 1:1 (0:1) des SV Gonsenheim beim FV Engers. „Guter Punkt, das ist die Überschrift, die wir uns nach dem Spiel gegeben haben“, sagt Trainer Luca Vanni. Der Fehlstart ist nach zehn Zählern aus vier Spielen gründlich ausgebügelt. „Und das in der Besetzung“, hebt Vanni hervor.
So fielen auch Yannik Ischdonat, Justus Mildeberger und David Vodi erkrankt aus. Dafür kehrte Christian Jindra nach ellenlanger Leidenszeit in den Kader zurück. Eine Einwechslung bot sich am Ende nicht an, zu eng und umkämpft war die Partie. Dafür hat sich, wie der Chefcoach sagt, A-Junior Ben Brede sein Oberliga-Debüt verdient.
Von „sehr guten ersten 25 Minuten mit hohem Ballbesitzanteil“ berichtet Vanni, nur dass die Hereingaben ihr Ziel nicht fanden. Hoch statt flach, das war bei dieser Offensivreihe eher nicht die beste Idee – und so auch nicht gedacht. „Dann hat Engers zweimal umgestellt, uns 1:1 auf dem ganzen Platz gespiegelt und uns den Schneid abgekauft.“ Damit verdienten die Platzherren sich ihr Führungstor durch Hasan Kesikci (42.), an dem Vanni weniger der Ballverlust im Spielaufbau stört, sondern das ausgebliebene aggressive Gegenpressing. So konnte der Torschütze nach einem gewonnenen Zweikampf frei auf Keeper Paul Simon zulaufen.
Viel Ballbesitz, wenige Höhepunkte
Nun stellte der SVG um, mit Zehner und zwei Spitzen lief es besser. Über eine Steil-Klatsch-Aktion entstand der Elfmeter, verursacht an Yoshiki Watai, verwandelt von Cem Demir (50.). „Wir haben ein Übergewicht bekommen, Engers hat uns den Ball gelassen“, sagt Vanni. „Doch bei gefühlt 80 Prozent Ballbesitz haben wir nicht so wirklich den letzten Ball hinbekommen. Ein intensives Spiel ohne viele Highlights, das in beide Richtungen gehen kann.“
Zufrieden war Vanni, dass die Regel, wonach Engers knappe Spiele beständig auf seine Seite zieht, durchbrochen wurde. „Wir lassen sie nicht wegziehen“, blickt der 31-Jährige aufs Tableau. „Ich bin der Meinung, nach acht Spielen wird eine Tabelle aussagekräftig. Dann dürften wir uns um Platz sechs einfinden. Das sind Gefilde, wo ich sage, das passt aktuell.“
SV Gonsenheim: Simon – Dönges, Dietze, Hangatta – Coric, Haskaj, Basic (74. Spanoudakis), Neal – Hofmann (74. Löber), Watai (67. Walter), Demir (85. Brede).