2026-10-08T12:39:33.203Z

Ligabericht

SV Gonsenheim überrollt Wormatia Worms

6:2-Sieg der Mainzer aufgrund bärenstarker zweiter Halbzeit in einem Oberliga-Spiel mit absurd vielen Torchancen

von Torben Schröder · 29.08.2026, 18:10 Uhr · 0 Leser
Torschüsse en masse feuerte der SV Gonsenheim gegen Wormatia Worms ab.
Torschüsse en masse feuerte der SV Gonsenheim gegen Wormatia Worms ab. – Foto: Michael Wolff (Archiv)

Befreiungsschlag für den SV Gonsenheim, Debakel für Wormatia Worms. Ausgerechnet im rheinhessischen Prestige-Duell korrigierten die Mainzer ihren missglückten Oberliga-Saisonstart mit einem fulminanten 6:2 (2:2). Diesmal stimmte die Chancenverwertung, aber das allein genügt bei weitem nicht als Erklärung.

Mert Özkaya (6.) hatte die Gäste in einer flotten, beiderseits chancenreichen ersten Halbzeit per Foulelfmeter früh in Führung gebracht. Jan Vogel glich nach einem Angriff über links im zweiten Versuch aus (11.). Luca Pedretti im Wormser Tor parierte Elias Walters Foulelfmeter (26.), Belel Meslem scheiterte auf der Gegenseite zweimal frei vor Paul Simon (27., 29.). Es gab noch mehr Chancen – sowie Tore von Maurice Neukirch nach einer Ecke (33.) und Isaac Okwubor nach Einwurf und Meslem-Querpass (40.).

Durchgang zwei begann zwar durch Amir Moore mit einem Wormser Hochkaräter (46.), doch danach brachen alle Dämme. SVG-Keeper Paul Simon schlug den Ball weit vor, Jan Vogel gewann sein Luftduell, Laurenz Graf blieb liegen, sodass Vogel nach Yannik Ischdonats Hereingabe mutterseelenallein einschieben durfte (47.). Can Karakas traf nach Ischdonats Ablage aus dem Rückraum das Tor (54.) sowie den Pfosten (57.). Anes Abdiovski im dritten Versuch nach einer Ecke (60.) sowie Ischdonat nach Bennett Kruses Flankenlauf (70.) erhöhten, drei weitere dicke Chancen ließ der SVG in der Folge liegen.

AZ-Übertragung als Anschauungsmaterial

„Irgendwann musste die Champagnerflasche platzen“, sagt SVG-Cotrainer Sven Liebisch, der den verhinderten Luca Vanni vertrat. „Das war ein Spiel, wo 15 Tore fallen können.“ In der Vorbereitung zeigte das Trainer-Duo Videos aus der AZ-Liveübertragung des Wormser Pokalspiels beim TSV Schott (1:3 n.V.) an Ort und Stelle. Das Ziel: Eins-gegen-Eins-Duelle auf der letzten Wormser Linie suchen, finden und gewinnen. „Ich habe uns in der zweiten Halbzeit giftiger und galliger gesehen“, sagt Liebisch, „Lucas Plan ist komplett aufgegangen.“

Die Mannschaft habe endlich beweisen können, wie gut sie ist. „Die Jungs waren ultrafokussiert, es war ein Knistern in der Luft“, sagt Liebisch. Viel Rückenwind also für das Pokalspiel am Dienstagabend bei der TuS Hackenheim und die Reise zum starken Aufsteiger TuS Mechtersheim am Samstag. Nicht dabei sein wird Elias Walter (Zerrung).