
Das Hinrunden-Duell (3:0) war ein Glanzlicht in der bisherigen Oberliga-Saison des SV Gonsenheim. Das Rückspiel beim FC Emmelshausen-Karbach ließ sich ähnlich an – und endete doch mit einer 0:2 (0:1)-Niederlage, die binnen netto einer Spielminute rund um den Seitenwechsel zustande kam.
Von 25 sehr guten Minuten berichtet Trainer Luca Vanni. Und zählt auf: Kopfball Noah Dietze, frei aus anderthalb Metern, knapp vorbei. Ecke, Kopfball David Vodi aus zwei Metern, Pfosten. Der völlig freie Maurice Neukirch bekommt einen Querpass nicht und findet zweimal aus der Distanz im Ex-SVG-Keeper Maximilian Krapf seinen Meister.
Eine Karbacher Umstellung zog ein nunmehr verteiltes, intensives Spiel nach sich, jedoch ohne zwingende Chancen der Platzherren – bis in die Nachspielzeit, als Max Wilschrey nach Einwurf und Flanke im Rückwärtslaufen per artistischer Annahme und Dropkick trifft (45.+2). „Den macht nicht mal Harry Kane“, staunt Vanni. Pause, Wiederanpfiff, und aus 25 Metern zieht Keita Kinoshita ab. Nokouri Hangatta macht, für SVG-Kapitän Paul Simon unerwartet, die Beine breit und der Ball fliegt rein (46.).
„Das war dann eine Hypothek“, stellt Vanni fest. Simon hielt sein Team mit Paraden gegen Wilschrey und Linus Wimmer im Spiel, die Gonsenheimer probierten es weiter, aber zu kompliziert und wenig durchschlagskräftig. In der Schluss-Viertelstunde wurde Abwehrspieler Dietze nach vorn beordert. Vodi ließ den Hundertprozenter zum Anschlusstor liegen, von insgesamt einem Dutzend Ecken brachte keine mehr etwas ein.
Heimspiel-Doppelpack steht bevor
„Unsere xGoals lagen wahrscheinlich ein bisschen höher, die Spielanteile waren ausgeglichen“, hält Vanni fest, „mit dieser Leistung muss uns nicht Angst und Bange sein.“ Auch wenn das Verletzungspech offenbar mit durch den Winter gebracht wurde. Kurzfristig fielen Jan Vogel und Robin Hofmann mit Zerrungen aus. Lukas Rodwald feierte, rasch nach dem Wiedereinstieg ins Training, sein Comeback.
In den Heimspiel-Doppelpack gegen Arminia Ludwigshafen (15. März, 15 Uhr) und genau sieben Tage später gegen den FV Engers geht Vanni voller Optimismus – aufgrund der Leistung seiner Elf.
SV Gonsenheim: Simon – Elhajj (66. Donges), Dietze, Hangatta, Neal (78. Jindra) – Mildeberger, Neukirch – Brede (56. Henseler), Ischdonat (66. Demir) – Walter, Vodi (78. Rodwald).