Erst Anlaufschwierigkeiten, dann souverän

Für November ganz angenehme Bedingungen, zumindest wenn man in der Sonne stand, fand das fußballentwöhnte Publikum am Samstag in Bleicherode vor.

Zwei Wochenenden war das Glückauf-Team nicht im Einsatz, da es in diesen schwierigen Zeiten nicht immer ganz einfach ist, eine spielfähige Fußballmannschaft auf das Feld zu bringen.

BERICHT von Axel Merfert & Jens Funke // Glückauf Bleicherode

Bleicherode
4:1
SVH Neustadt

Allein im KFA Nordthüringen scheinen die Zeichen der Zeit noch nicht so richtig erkannt, denn irgendwie beweist man beim Umgang mit den Problemen der kleinen Amateurvereine nur wenig Fingerspitzengefühl.

Nach kurzen Anlaufschwierigkeiten nahm Bleicherode das Heft des Handelns in die Hand und gab es während der gesamten Begegnung nicht mehr aus dieser. Allerdings dauerte es bis zur 30. Minute, ehe Patrice Müller mit seinem Treffer den Torreigen einläutete. Bis dahin wurden zahlreiche gute Möglichkeiten ausgelassen. So scheiterte beispielsweise Jonas Ernst am Pfosten und Matej Kozul per Elfmeter am über die gesamte Spielzeit herausragend agierenden Neustädter Keeper Matthias Hofmann. Nur drei Minuten später köpfte Steve Becke schulbuchmäßig zum 2:0 ein. Als Hofmann einen starken Schuss von Viorel Brie Bonchis aus dem Winkel kratzte, fiel der Ball Niklas Ernst vor die Füße und dieser erhöhte auf 3:0.

In der zweiten Halbzeit hätte man sich vom Heimteam mehr Spielfreude gewünscht. Diese kam aber nur selten zum Vorschein. Nach einer Abwehraktion von Johannes Basse zeigte Schiedsrichter Graf auf den Punkt. Martin Preinesberger erzielte von diesem für seine Mannschaft den Ehrentreffer. Nur wenige Minuten später stellte Patrice Müller mit seinem zweiten Tor den alten Abstand wieder her. Bei weiteren guten Einschussmöglichkeiten scheiterte die Glückauf-Elf immer wieder an Hofmann, am Pfosten oder an der eigenen 100%igen Konzentration.

Fazit: So kam Neustadt „mit einem blauen Auge davon“ (Zitat des Gästetrainers) und Bleicherode brachte sich zurück in den so wichtigen Spielrhythmus vor der Pokalbegegnung am nächsten Samstag gegen den Kreisoberligisten aus Sondershausen. Will man dem höherklassigen Team aus dem Nachbarkreis allerdings ein Bein stellen, sollten in allen fußballerischen Bereichen noch ein paar Prozent drauf gepackt werden.

Aufrufe: 07.11.2021, 19:59 Uhr
Anja HauptmannAutor

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