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SV Germania Peickwitz: „Schwach angefangen, stark aufgehört“

FuPa-Teamcheck: Trainer Tobias Senf vom SV Germania Peickwitz blickt optimistisch auf den Abstiegskampf in der Landesklasse Süd.

von red · 12.02.2026, 14:00 Uhr · 0 Leser
– Foto: Anna Richter/Verein

Trainer Tobias Senf analysiert im FuPa-Teamcheck die bisherige Ausbeute vom SV Germania Peickwitz und erklärt, warum der Klassenerhalt in der Landesklasse Süd trotz schwieriger Vorbereitung gelingt.

Analyse einer schwierigen ersten Saisonhälfte

Der SV Germania Peickwitz blickt auf eine Hinrunde mit Licht und Schatten in der Landesklasse Süd zurück. Mit elf Punkten steht das Team auf Rang 12, was nicht den ursprünglichen Hoffnungen entspricht. „Schwach angefangen, stark aufgehört. Wir haben uns definitiv andere Ziele vor der Saison gesetzt, aber manchmal läuft eben nicht alles nach Plan“, gesteht Trainer Tobias Senf.

Er sieht klare Ursachen für die Platzierung: „Dass wir auf dem 12. Platz stehen hat mehrere Gründe. Wir konnten nicht wie letzte Saison enge Spiele für uns entscheiden. Dazu kamen leider häufig Verletzungen, wodurch wir oft umstellen mussten und keine Ruhe in die Mannschaft bekommen haben.“ Hoffnung gibt der Endspurt: „Trotz der ganzen Unruhe haben wir es dennoch hintenraus geschafft, gegen direkte Konkurrenten aus den letzten 3 Spielen 7 Punkte zu holen. Das macht Mut und da werden wir versuchen weiterzumachen.“

Defensive Stabilität durch Systemumstellung

Ein Fokus lag zuletzt auf der anfälligen Abwehr, die insgesamt 39 Gegentore schlucken musste. Hier gab es jedoch bereits während der Hinserie Fortschritte. „Wir haben in der Hinrunde unser System angepasst und in den letzten 5 Spielen nur 4 Gegentore kassiert. Da müssen wir weiter machen“, fordert der Coach. Die bisherigen drei Siege waren dabei essenziell für den Kopf der Spieler: „Jeder Sieg war wichtig für die Moral, vor allem bei der Tabellensituation.“

Erfahrungswerte und Vertrauen in die Jugend

In der ausgeglichenen Liga, in der laut Tobias Senf „jeder jeden schlagen“ kann, fehlte es oft an Nuancen. „Schwierig zu sagen, was uns fehlt. Die Jungs geben wirklich alles, aber vorne fehlt manchmal das nötige Glück, hinten die letzte Konsequenz mit aller Macht das Tor zu verteidigen“, analysiert er die Defizite.

Oft fehlte die Abgeklärtheit: „Wir treffen auch zu oft in 50:50-Situationen die falsche Entscheidung, da fehlt uns die nötige Erfahrung. Wir mussten vor der Saison wichtige Leistungsträger abgeben, aber konnten 4 junge Spieler für uns gewinnen. Es braucht aber Zeit um die Lücken zu füllen und die vielen jungen Spieler einzubauen.“

Dennoch blickt er voller Stolz auf seinen Nachwuchs: „Junge Spieler machen Fehler und das ist normal. Sie lernen daraus und werden die Mannschaft in Zukunft tragen. Da bin ich mir sicher und dann werden wir auch wieder enge Spiele für uns entscheiden können.“

Keine Stars sondern ein starkes Kollektiv

Auf die Frage nach herausragenden Einzelspielern reagiert der Trainer mit einem Plädoyer für den Teamgeist. „Wir sind eine Mannschaft und jeder trägt seinen Teil zum Erfolg bei. Es ist wichtig, dass die jungen Spieler sich entwickeln und die erfahrenen Spieler in schwierigen Situationen voran gehen und die Jungen unterstützen. Nur so können wir erfolgreich sein“, betont Tobias Senf.

Erschwerte Vorbereitung im Fitnessstudio

Die aktuelle Vorbereitung auf die Rückrunde sorgt beim Trainer für Frust. Er zeigt sich mit dem Verlauf „überhaupt nicht zufrieden“. Der Grund ist der harte Winter: „Durch den Winter konnten wir noch nicht einmal auf dem Platz trainieren. Die Jungs halten sich aber über Laufpläne fit. Wir haben auch ein Fitnessstudio im Sportgebäude und versuchen da gemeinsam das Beste aus der Situation zu machen.“ Aufgrund dieser Umstände sind für die restliche Zeit keine Testspiele geplant.

Kaderkontinuität und taktische Geheimnisse

In Sachen Personal setzt der Verein auf das vorhandene Personal. „Es gibt keine Veränderungen im Kader“, stellt Tobias Senf klar. Auch vor dem Duell gegen den FC Bad Liebenwerda möchte er sich taktisch nicht in die Karten schauen lassen: „Das werde ich hier noch nicht verraten. Ich werde das Rad nicht neu erfinden, aber ein paar Anpassungen wird es geben.“

Der Ausblick auf einen Abstiegskrimi

Das Ziel für den SV Germania Peickwitz ist unmissverständlich: Klassenerhalt. Der Trainer ist überzeugt, dass sein Team es aus eigener Kraft schaffen kann. „Ich glaube, es ist ganz einfach. Wenn wir an unsere Leistungsgrenze gehen und jeder mitzieht, bleiben wir definitiv in der Liga. Schaffen wir das allerdings nicht, wird es ganz eng“, warnt er und prophezeit: „Die Liga ist stark und jede Mannschaft wird alles raushauen. Es wird ein schöner Krimi werden.“