Der "Arnstädter Jung" verlässt die Nullneuner in Richtung Ilmenau.
Der "Arnstädter Jung" verlässt die Nullneuner in Richtung Ilmenau. – Foto: © Mazen Khalifa

Nächster Transferhammer im Hammergrund

Zurück in die Zukunft! So die Devise beim SV Germania Ilmenau. Nach der Rückkehr von Marc Fernando, Marcus Finn und Matthias Wolfenstetter herrscht Aufbruchstimmung im Hammergrund.

Diese wird mit einem weiteren spektakulären Wechsel noch verstärkt. Denn Chris Machts wird ab der kommenden Spielzeit für Germania Ilmenau auf Torejgad gehen. Bis Ende Juni hat er allerdings mit dem SV 09 Arnstadt noch Großes vor.

Natürlich ist der Thüringenligist vom SV 09 Arnstadt um Trainer Martin Hauswald nicht glücklich, dass Chris Machts die Bachstadt verlässt. Mehr als 250 Spiele absolvierte der „Arnstädter Jung“, wie 09-Coach Martin Hauswald ihn bezeichnet, seit 2011 für die Nullneuner und traf dabei für verschiedene Teams 137 Mal ins Schwarze. Arbeitsbedingt konnte „Nubbel“ aber in der abgebrochenen Spielzeit 20/21 nur eine von drei Trainingseinheiten in der Woche abdecken und kam entsprechend nicht zu vielen Einsatzzeiten am Wochenende. „Ich spiele Fußball aus Spaß und Freude. Wenn ich aber am Wochenende beispielsweise mit nach Ehrenhain fahre und da 80 Minuten auf der Bank sitze, dann fehlt der Spaß. Natürlich kann ich aber den Trainer voll verstehen, dass Spieler den Vorzug erhalten, die immer beim Training dabei sind“, so Chris Machts.

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Das Dilemma löste der 29-Jährige nun durch den Wechsel nach Ilmenau. Dass dabei vor allem Marc Fernando eine große Rolle spielte, ist kein Geheimnis. „Unsere Familien kennen sich seit wir 13 Jahre sind. Damals hatten wir schon den Jugendtraum irgendwann mal zusammenzuspielen. Ich spiele jetzt mit Marc meinen Jugendtraum. Ich will auch ein Zeichen setzen mit dem Wechsel zu Germania Ilmenau, die immer als großer Rivale von Arnstadt gesehen werden. Das muss nicht so bleiben. Denn die Zeiten haben sich verändert“, erklärt der Angreifer seinen Wechsel in den Hammergrund.

– Foto: Mazen Khalifa

Doch bis er in der neuen Saison 2021/22 für die Germania in der Kreisoberliga aufläuft, wird er noch sein letztes Hemd für die Nullneuner geben. „Es wäre ein Traum, wenn ich in den Aufstiegsspielen noch treffe und damit Arnstadt in die Oberliga verhelfe. Dann kann ich mit guten Gewissen gehen. Und ich werde nie ganz weg sein und immer noch das Geschehen in Arnstadt verfolgen. Ein Teil meines Herzens wird immer dort sein“, so Chris Machts.

Und auch Arnstadts Coach Martin Hauswald weiß, was er an „Nubbel“ hat: „Wir hätten ihn definitiv gerne in Arnstadt gehalten. Leider hat es beruflich nicht mehr so geklappt, wie er und wir das gerne gehabt hätten, insbesondere was den Trainingsbetrieb angeht. Ich finde es schade, dass „Nubbel“ uns verlässt. Wir haben ihn versucht Wege aufzuzeigen, wie wir es für ihn in Arnstadt lösen können. Ein echter Arnstädter Jung verlässt uns. Er ist immer positiv und tut jeder Mannschaft gut. Natürlich wünsche ich ihm nur das Beste.“

Aufrufe: 019.5.2021, 17:00 Uhr
FuPa ThüringenAutor

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