– Foto: Thomas Gorlt

Fünf DDR-Liga-Aufstiege und eine längere Verweildauer

Der idyllische Hammergrund ist Domizil des SV Germania Ilmenau, eine der bedeutendsten Fußballadressen im ehemaligen Bezirk Suhl.

Neunmal holten sich die Glasstädter den Titel eines Bezirksmeisters, fünfmal den FDGB-Bezirkspokal.

Andreas Kästner (Sömmerda), Mitglied der Arbeitsgruppe (AG) „Archivwesen im TFV“ stellt uns die Texte zur Verfügung - Vielen Dank!

Die aus dem 1907 gegründeten FV Germania Ilmenau hervorgegangene BSG präsentierte sich auf DDR-Territorium dagegen in weniger spektakulärem Rahmen. Aufgrund der Trägerschaftswechsel kam es wiederholt auch zu Namenswechseln der Gemeinschaft (Empor, Chemie, Chemie Industriewerke, Chemie Glas). Fünf Aufstiege in die DDR-Liga hatten lediglich zwischen 1978 und 1984 einen längeren Verbleib im Unterbau der DDR-Oberliga zur Folge, wobei sie 1982 und 1983 jeweils Vierter in der Staffel E wurden. Auch im FDGB-Pokal des ostdeutschen Staates kamen sie bei insgesamt 15 Auftritten jeweils maximal in die Zwischenrunde.

Die letzte Liga-Saison im Bereich des NOFV schlossen die Germanen mit nur 3:57 Punkten als Schlusslicht in der Staffel B ab und konnten auch den unmittelbar folgenden Abstieg aus der Thüringenliga als damals vierthöchster Spielklasse nicht vermeiden. Später kehrte man noch mal für sieben Spieljahre in den Kreis der Thüringen-Elite zurück, ein achter Rang war 2006/07 die beste Platzierung.

Dem Abstieg 2011 in die Landesklasse folgte 2019 der freiwillige Rückzug in die Kreisoberliga Mittelthüringen, wo Germania nunmehr gegen den Abstieg in die Kreisliga spielt.

Erfolgreicher präsentiert sich derzeit das Germania-Frauenteam, das sich nach dem Wiederaufstieg in die Verbandsliga im Vorderfeld der Staffel Ost einreihen konnte.

Aufrufe: 023.5.2021, 11:30 Uhr
A. Kästner / TFVAutor

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