
Bergstraße (jz/net/ü). Der SV Fürth hat am Fronleichnamstag den ersten Schritt gemacht auf dem Weg zum Erhalt der Gruppenliga. Die Odenwälder siegten im Halbfinal-Hinspiel beim Tabellenzweiter der Kreisliga Dieburg/Odenwald, TSG Steinbach, und haben für das Rückspiel am Sonntag (15 Uhr) gute Karten auf den Finaleinzug. Dagegen steht der Bergsträßer Vizemeister SC Olympia Lorsch wie schon im Vorjahr vor dem Aus nach der 0:3-Heimpleite gegen den SV Hahn (Zweiter Darmstadt/Groß-Gerau).
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Unwetterartige Wolkenbrüche verzögerten den Spielbeginn der Partie, die live auf Echo online übertragen wurde. Fürths Trainer Jochen Ingelmann sprach von einem hochverdienten Sieg gegen einen tief stehenden und auf Konter lauernden Gegner. „Wir waren über 90 Minuten defensiv extrem stabil, müssen uns nur vorwerfen, das zweite Tor nicht nachgelegt zu haben – Chancen waren genug da“, sagte der SVF-Coach. Fürth spielte geduldig, kam auf dem Naturrasen gut zurecht. Die Gäste kamen lediglich kurz vor der Halbzeit etwas ins Straucheln, und da hätte Steinbach durchaus das 1:1 erzielen können. „Da waren wir etwas unkontrolliert“, sagte Ingelmann. Doch mit Wiederanpfiff war der SVF wieder auf Kurs. Nils Eckstein und Melvin Ellenberger offenbarten in der SVF-Innenverteidigung hervorragende Leistungen. SVF-Torwart David Hummel allerdings musste mit Problemen in der Leiste nach 53 Minuten ausgewechselt werden und wird im Rückspiel am Sonntag (15 Uhr) möglicherweise nicht spielen können. Für Hummel kam Sebastian Pollmann, der sich mehrfach auszeichnen konnte. „Wir bleiben konzentriert, haben den ersten Schritt mit einem enorm wichtigen Auswärtssieg gemacht, aber es wird jetzt zu Hause nicht einfacher – Steinbach muss gewinnen, und wir stellen uns auf einen heißen Kampf ein – es ist noch ein weiter Weg“, blickt Ingelmann auf das Rückspiel. Hier könnt ihr das Spiel im Re-live angucken.
Durch diesen Fehlstart ist das Erreichen des Endspiels in weite Ferne gerückt. Die Niederlage des Sportclubs geht am Ende in Ordnung, so klar hätte sie aber nicht ausfallen müssen. Und genau diesen Punkt bemängelte Pressesprecher Stephan Vogel. „Wir kassieren nach einer interessanten ersten Halbzeit, in der die Vorteile bei uns lagen, direkt nach der Pause das 0:1 und lassen fast im direkten Gegenzug den Ausgleich liegen. Anstatt sich dann aufzubäumen und unter Umständen auch nur den knappen Rückstand zu halten, laden wir die Gäste zum Toreschießen ein, und die nehmen diese Einladung dann auch dankend an.“ Lars Palkovitsch hatte die Führung für die Lorscher gleich mehrmals auf dem Fuß, hatte aber kein Glück im Abschluss. Nach dem 0:1 durch Pascal Stork direkt nach der Pause ließ Igor Grosu das 1:1 liegen. Allein steuerte der Stürmer das Tor der Gäste an, scheiterte da aber am aufmerksamen Robin Schwarz. „Da hätten wir ins Spiel zurückkommen können“, war diese Szene für Vogel mit spielentscheidend. Auf der Gegenseite war Hahns Pressesprecher Rainer Starck zufrieden: „Wir haben unsere Chancen optimal verwertet, das war ein verdienter Sieg.“ Tore: 0:1 Stork (47.), 0:2 Larkovic (61.), 0:3 Milojevic (84.). – Schiedsrichter: Depta (Mannheim). – Zuschauer: 600. – Besonderes Vorkommnis: Rot für Vincenzo Lucchese (90., SCO) wegen Beleidigung. – Beste Spieler: geschlossene Leistung/Stork, Milojevic.