Das 100. Vereinsjubiläum feiert der SV Friesen in diesem Sommer. Die Kicker der Landesliga-Mannschaft wollen ihren Beitrag leisten, damit es ein rauschendes Fest wird.
Das 100. Vereinsjubiläum feiert der SV Friesen in diesem Sommer. Die Kicker der Landesliga-Mannschaft wollen ihren Beitrag leisten, damit es ein rauschendes Fest wird. – Foto: Mario Wiedel

100. Geburtstag: Friesen liebäugelt mit der Bayernliga

Coach und Ex-Profi Armin Eck (55) steht auch in der kommenden Saison auf der Kommandobrücke

Der SV Friesen aus dem Ortsteil der Stadt Kronach in Oberfranken wird in diesem Jahr 100 Jahre alt. Anfang Juli wird es dazu ein viertägiges Festprogramm geben. Die Oberfranken können auf 20 sehr erfolgreiche Jahre zurückblicken, in denen der Klub fast immer in der Landesliga gespielt hat. Dort hat sich der SVF etabliert. Geht es nach dem Wunsch des Vereinsmäzens Josef Geiger, dann dürfte der Verein gerne auch mal in der Bayernliga spielen. Aktuell ist das Team von Trainer und Ex-Profi Armin Eck im Mittelfeld der Landesliga Nordwest platziert und sollten keine Schwierigkeiten haben, die Klasse zu halten. Bayernliga ist Zukunftsmusik, aber das muss ja gar nicht so weit entfernt sein.

Im Jahr 2000 gelang dem SV Friesen als Zweiter der Bezirksoberliga Oberfranken über die Relegation der erstmalige Aufstieg in die Landesliga, die damals noch dreistufig war und zwar in die Gruppe Nord. Zwar ging es nach einem Jahr wieder runter in die Bezirksoberliga, aber zwei Jahre später war Friesen wieder Landesligist, erneut als Relegant. Von 2010 bis 2012 hieß es noch einmal BOL, dann qualifizierten sich die Oberfranken pünktlich zur Ligareform wieder für die Landesliga. Diese gehören sie seit her bis auf die Spielzeit 2016/17 ununterbrochen an. Als 2017 die Meisterschaft in der Bezirksliga gefeiert werden konnte, da heuerte bereits zum zweiten Mal der frühere Profi Armin Eck (Bayern München, Hamburger SV und Arminia Bielefeld) in Friesen an. Nach den Plätzen elf und zwölf in der Gruppe Nordost ist Friesen aktuell Achter in der Staffel Nordwest. Grund genug, mit Eck für die nächste Saison zu verlängern. "Es spricht ja überhaupt nichts dagegen", sagt der zweite Vorsitzender Holger Geiger, der bei der Jahreshauptversammlung Mitte Februar verkünden konnte, dass erstmals die Marke von 600 Mitgliedern geknackt werden konnte.

Armin Eck bleibt Trainer in Friesen.
Armin Eck bleibt Trainer in Friesen. – Foto: Hans Will


Die letzten 20 Jahre, also das letzte Fünftel in der nun 100 Jahre dauernden Vereinsgeschichte, ist also das bisher erfolgreichste Kapitel und das soll nach Möglichkeit auch so weitergehen. Kurzfristiges Ziel ist es, die Landesliga zu halten: "Ich gehe davon aus, dass das kein Problem sein sollte. Oberste Priorität hat nun allerdings erst einmal die Sicherung des Klassenerhaltes", so der Vizevorstand. Josef Geiger, der Hauptsponsor, liebäugelt aber mit der Bayernliga: "Das käme in dieser Saison sicher zu früh. Aber irgendwann wollen wir doch versuchen das zu packen." Doch das ist Zukunftsmusik und wird 2020 bei zehn Punkten Rückstand auf Platz zwei aber einem Spiel weniger wohl nichts mehr: "Wir sind aber auch in der Landesliga gut aufgehoben", lässt Holger Geiger wissen. Der freut sich wie alle im Verein auf das Jubiläum. Von 2. bis 5. Juli wird es dazu vier Festtage mit allerlei Programm geben und zwar für Jung und Alt. Die erste Mannschaft wird am Donnerstag ein Spiel gegen einen prominenten Gegner austragen. Wer da nach Friesen kommen wird, das steht noch nicht zu hundert Prozent fest.

Zur aktuellen Situation mit dem ordentlichen Mittelfeldplatz ist zu sagen. "Damit war nicht unbedingt zu rechnen, weil wir vor der Saison mit Christian Brand und Marcel Lindner zwei Offensivkräfte verloren haben, die 2018/19 zusammen 31 Tore erzielt hatten." Das musste die junge Truppe erst einmal kompensieren, was Trainer Armin Eck und seinem Team bisher hervorragend gelungen ist. "Wir haben eine sehr junge Mannschaft, die das bisher sehr gut gemacht hat. Daher können wir mit dem aktuellen Stand zufrieden sein. Aber wir benötigen natürlich noch ein paar Punkte für den Klassenerhalt. Ich bin aber überzeugt, dass wir die schnell holen werden." Am Samstag steht das erste wichtige Spiel an, denn da geht es auswärts beim Schlusslicht TuS Röllbach um die ersten Punkte. "Auch die weiteren Spiele gegen Schwebenried, in Rimpar, gegen Euerbach und gegen Höchberg sind von großer Bedeutung", so Eck weiter. Bei einem einigermaßen guten Verlauf könnte der Klassenerhalt bereits Mitte April sicher sein. Zum Thema Bayernliga, das ist sicher Zukunftsmusik, sagt Eck: "Mal schauen, wie sich das weiter entwickelt. Auf alle Fälle haben wir Spieler mit Potential im Kader."

446 Aufrufe13.3.2020, 07:00 Uhr
Dirk Meier Autor

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