Die Rückkehr auf die Plätze steht bevor.
Die Rückkehr auf die Plätze steht bevor. – Foto: Siegfried Lörz

So planen die Sinsheimer Klubs

Sinsheimer Kreis +++ Der nächste Anlauf +++ Die Mannschaften trainieren zum Teil wieder +++ Von einer gezielten Vorbereitung kann aber noch lange nicht die Rede sein

Die Ersten haben bereits wieder losgelegt. In Gruppen von bis zu 20 Personen ist derzeit Fußballspielen erlaubt. Voraussetzung dafür ist ein tagesaktueller negativer Corona-Test, eine vollständige Impfung oder die Genesung nach einer Erkrankung. Nach den knapp zwei Wochen im März scheint dieses Mal über einen längeren Zeitraum Fußballtraining möglich zu sein.

Wir haben uns umgehört und wollten von den Klubs wissen, ob sie schon angefangen haben, es demnächst planen, oder unter den gegebenen Auflagen noch nicht starten wollen.

Steffen Schieck (Trainer des Verbandsligisten FC Zuzenhausen):

Aktuell klären wir intern noch ab, wann wir loslegen können, was vermutlich auch damit zusammenhängt, wann das ohne Tests möglich ist. Solange bekommen die Jungs einen Laufplan an die Hand. Der richtige Start in die Vorbereitung wird dann eher fließend sein, sprich, wir wollen zuerst mit zwei Einheiten in der Woche beginnen und werden das gegen Mitte Juli auf drei Trainings steigern. Zusätzlich wollen wir ein Trainingswochenende bei uns in Zuzenhausen absolvieren.

David Pfeiffer (Trainer des Verbandsligisten VfB Eppingen):

Sollten die Zahlen passen, planen wir ab Mitte Juni zweimal wöchentlich ein Trainingsspiel zu machen, um wieder reinzukommen. Gleichzeitig bekommen die Jungs individuelle Trainingspläne an die Hand. Als offizieller Trainingsauftakt ist der 10. Juli geplant. Testspiele stehen ebenfalls fest und am letzten Juli-Wochenende wollen wir ein kleines Trainingslager bei uns in Eppingen durchführen.

Andreas Macelski (Trainer des Landesligisten TSV Kürnbach):

Wir haben letzten Montag eine Art Saisonabschlusstraining gemacht, welches sehr gut angenommen wurde. Es war ein tolles Gefühl, mal wieder auf dem Platz stehen zu dürfen. Wir werden es aber vorerst bei diesem Training belassen und ich hoffe, dass wir planmäßig am 1. Juli in die Vorbereitung starten dürfen. Die Jungs haben bei mir einen recht fitten Eindruck hinterlassen und es war erfreulich, dass wichtige Spieler wie Marcel Genc, Chris Klein und Marvin Prade nach ihren Verletzungen wieder auf dem Platz standen. Ich hoffe, dass zum Vorbereitungsstart die Testpflicht entfällt, da es sehr aufwendig und auch kostspielig ist. Mein größter Wunsch wäre, dass es kein Corona mehr gibt und wir wieder einem normalen Alltag nachgehen können.

Joachim Heger (Trainer des Kreisligisten SV Rohrbach/S.):

Ich rechne mit einem Saisonstart Mitte August. Deshalb müsste man eigentlich Mitte/Ende Juni mit der richtigen Vorbereitung starten, um das Verletzungsrisiko geringer zu halten. Letzte Woche haben wir das erste Mal wieder trainiert, aber der Aufwand mit tagesaktuellen Tests ist natürlich enorm. Das Ganze lief auch unter dem Motto ab, sich zumindest mal wieder zu sehen und ein bisschen zu kicken.

Insgesamt betrachtet finde ich die Vorgehensweise des DFB enttäuschend. Hier wurde viel zu spät reagiert und auf die Interessen der Amateurvereine aufmerksam gemacht. Aber wahrscheinlich war man beim DFB zu sehr mit seinen eigenen Problemen beschäftigt.

Mike Keitel (Trainer des Kreisligisten SG Waibstadt):

Ich versuche immer abzuwägen zwischen Aufwand und Ertrag. Auch unter diesem Gesichtspunkt haben wir uns dazu entschieden, am vergangenen Samstag das Training aufzunehmen und das vorerst im Wochen-Rhythmus so beizubehalten. Am Wochenende ist es für die Jungs angenehmer sich vorher testen zu lassen und dabei wurden wir dankenswerterweise von der Waibstadter Apotheke unterstützt. Die Hauptmotivation lag ganz klar darauf, mal wieder zusammenzukommen und zu kicken. Persönlich gehe ich davon aus, dass die Vorgaben mit dem Testen nicht mehr allzu lange gelten, gerade im Amateursport.

Muti Brim (Trainer des A-Ligisten SV Tiefenbach):

Wir trainieren aktuell zweimal pro Woche und das funktioniert alles einwandfrei mit dem Testen. Die Vorbereitung haben wir ebenfalls geplant und dabei überlassen wir nichts dem Zufall. Richtig losgehen wird es bei uns in der ersten Juli-Woche.

Rolf Remmele (2. Vorstand des B-Ligisten SC Siegelsbach):

Letzte Woche am Montag haben wir das erste Training angeboten. Der Ablauf hat bestens geklappt mit Schnelltests vor Ort und das wurde von den Spielern auch sehr gut angenommen. Sie sind einfach froh, wieder etwas machen zu dürfen. Das Ganze hat aber natürlich keinen Vorbereitungscharakter, da die kommende Runde noch zu weit weg ist. Wichtig ist jetzt erstmal, wieder Spaß auf dem Platz zu haben und das genießen wir.

Hubert Schacherl (Trainer des B-Ligisten FC Berwangen):

Solange man einen tagesaktuellen Schnelltest braucht, trainieren wir nicht. Der Vorbereitungsplan steht dagegen und die Testspiele sind ausgemacht. Starten werden wir in der letzten Juni-Woche am 29. Vorausgesetzt man darf natürlich. Sollte es vorher möglich sein ohne Schnelltests kicken zu dürfen, werden wir das tun, um mal wieder zusammenzukommen.

Marcel Neuberth (Trainer des B-Ligisten SV Fortuna Bargen):

Wir haben uns dafür entschieden noch zu warten. Ich finde, die momentanen Auflagen stehen nicht in dem Verhältnis zu der Notwendigkeit einen Trainingsbetrieb durchzuführen ohne zu wissen, wann es überhaupt wieder mit der neuen Runde beginnen soll. Sobald dahingehend klare Entscheidungen vom Verband getroffen wurden, werden wir natürlich rechtzeitig das Training aufnehmen, in der Hoffnung, dass die Vorgaben für die Durchführung einfacher umzusetzen sind. Einen Vorbereitungsplan jetzt zu erstellen macht überhaupt noch keinen Sinn.

Aufrufe: 05.6.2021, 10:30 Uhr
red.Autor

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