Unser Bild zeigt die beiden Siegermannschaften des Wettbewerbs „Fair trifft mehr“. Flankiert wurden die beidenTeams links vom Kreisjugendausschuss-Vorsitzenden Heinz-Uwe Ziegler und SZ-Anzeigenleiter Christoph Kalteich (verdeckt) sowie rechts von AOK NordWest-Marketingleiter Jochen Groos und SZ-Sportchef Jost-Rainer Georg (ganz rechts). Foto: pos
Unser Bild zeigt die beiden Siegermannschaften des Wettbewerbs „Fair trifft mehr“. Flankiert wurden die beidenTeams links vom Kreisjugendausschuss-Vorsitzenden Heinz-Uwe Ziegler und SZ-Anzeigenleiter Christoph Kalteich (verdeckt) sowie rechts von AOK NordWest-Marketingleiter Jochen Groos und SZ-Sportchef Jost-Rainer Georg (ganz rechts). Foto: pos

"4:4" zwischen "WI" und "SI"

Kreisjugendausschuss, Siegener Zeitung und AOK NordWest ehrten Siegerteams

Im Sommer kochte im gleichnamigen „...-Loch“ kurzzeitig eine Diskussion im heimischen Jugend-Fußball auf, die hinsichtlich des Auftretens der Mannschaften auf dem Platz eine imaginäre Kreisgrenze zwischen Wittgensteiner Vereinen und jenen aus dem Altkreis Siegerland zog. Dabei schwelte unterschwellig die Annahme, dass es „in den Bergen“ respektvoller und fairer untereinander zugehe.

Nun ja, ein „Flächenbrand“ wurde es dann doch nicht. Und die Siegerehrung des Wettbewerbs „Fair trifft mehr“, den seit vier Jahren der Kreisjugendausschuss, die Siegener Zeitung und die AOK NordWest gemeinsam veranstalten, belegt auch rein statistisch genau das Gegenteil. Und das war denn auch eine interessante Randnotiz der Ehrung im Erndtebrücker Pulverwald-Stadion, die am „Tag der Deutschen Einheit“ in der Halbzeitpause des Regionalliga-Spiels des TuS Erndtebrück gegen die U 23 Borussia Mönchengladbachs vorgenommen wurde.

In den Spielen der Kreisligen der A- und B-Junioren werden für diesen Wettbewerb alle Spielberichte hinsichtlich der Vorkomnisse abseits von Tor und Eckball gesichtet. Minuspunkte erhalten die Vereine für Gelbe und Rote Karten, Zeitstrafen oder gar aufgrund von Spruchkammer-Entscheidungen. Die so im Laufe einer Saison zustande gekommene Punktesumme wird durch die Anzahl der absolvierten Spiele geteilt. Je kleiner also der Quotient, desto größer die Chance auf den Gesamtsieg.

Und nun das Verblüffende: Seit vier Jahren setzte sich bei den B-Junioren immer eine Mannschaft aus Wittgenstein durch. Ganz anders sieht es aber bei der A-Jugend aus: Hier siegten immer Siegerländer Altkreis-Teams! Fairness-Zwischenstand also jetzt 4:4!

Bei der B-Jugend hießen die Sieger JSG Eisenstein/Arfeld, JSG Edertal-Berleburg, JSG Berleburg-Edertal und nun – in der Saison 2016/2017 – JSG Feudingen-Laasphe-Niederlaasphe-Puderbach. Das Team mit dem sperrigen Vier-Orte-Namen landete in der Abschlusswertung bei einem Quotienten von 0,66 und verwies damit den FC Hilchenbach (0,75) und die SG Siegen-Giersberg (0,82) auf die nächsten Plätze.

Bei den A-Junioren hieß der erste Sieger 1. FC Littfeld. Das war in der Spielzeit 2013/2014. Danach setzten sich die JSG Am Sender und der SuS Niederschelden 2. durch, der das Kunststück fertig brachte, im laufenden Spieljahr den „Fair-trifft-mehr“-Titel bei den A-Junioren einfach mal zu verteidigen. Und die Jungs vom Rosengarten schafften mit dem Quotienten 0,57 sogar den besten Wert aller A- und B-Junioren. Dahinter landeten die SpVg 09 Niederndorf (1,07) und der SV Gosenbach (1,14) auf den Plätzen.

Heinz-Uwe Ziegler für den Kreisjugendausschuss, Christoph Kalteich, Anzeigenleiter der Siegener Zeitung, SZ-Sportchef Jost-Rainer Georg sowie Jochen Groos, Marketingleiter der AOK NordWest, übergaben den Spielführern Paul-Ole Strack (JSG Feudingen-Laasphe-Niederlaasphe-Puderbach) und Simon Gessner (SuS Niederschelden) sowie deren nach Erndtebrück angereisten Mannschaftskameraden die eigens für die Siegerteams gestalteten Trikotsätze, mehrere neue Spielbälle und die Siegerurkunden für das Vereinsheim.

Jochen Groos betonte in diesem Zusammenhang, dass es für die AOK als Gesundheitskasse ein wichtiges Anliegen sei, junge Menschen nicht nur zum Sport zu bringen, sondern auch Werte wie Respekt und Fairplay zu vermitteln. Für Heinz-Uwe Ziegler ist die erfolgreiche Kooperation mit den beiden Partnern im Jugendbereich wichtig, um in Zeiten eines deutlich raueren Umgangstones auf den Fußballplätzen auch immer wieder Signale des fairen Umgangs miteinander zu setzen.

Dem kann auch weiterhin geholfen werden, denn die 5. Runde des gemeinsamen Wettbewerbs „Fair trifft mehr“ ist bereits wieder in vollem Gange. Die Siegener Zeitung wird auch in den kommenden Wochen wieder über die aktuellen Zwischenstände berichten.

Nur einen neuen Gastgeber wird man sich vielleicht suchen müssen, brachten doch die beiden letzten Siegerehrungen den Regionalligisten kein Glück. Vor einem Jahr verloren die Sportfr. Siegen beim Spiel am Ehrungstag mit 2:5 gegen Viktoria Köln, und diesmal unterlag der TuS Erndtebrück den Gladbachern mit 0:3 . . .

Aufrufe: 011.10.2017, 12:00 Uhr
Jost-Rainer GeorgAutor

Verlinkte Inhalte