Ihre vorläufige Abschiedspartie in der Regionalliga gab die Eintracht am 20. Mai 2017 beim 0:1 gegen Waldhof Mannheim. Die Sehnsucht beim SVE ist groß, bald wieder viertklassig zu sein.
Ihre vorläufige Abschiedspartie in der Regionalliga gab die Eintracht am 20. Mai 2017 beim 0:1 gegen Waldhof Mannheim. Die Sehnsucht beim SVE ist groß, bald wieder viertklassig zu sein. – Foto: Hans Krämer

Kein Aufstieg? Eintracht wehrt sich

Wie die Trierer doch noch in die Regionalliga kommen möchten.

Alles Hoffen und der Einsatz des Regionalverbands Südwest haben nicht geholfen: Eintracht Trier soll der Aufstieg am grünen Tisch verwehrt bleiben und demnach in der nächsten Saison weiter in der fünften Liga um Punkte kämpfen. Bereits in einer ersten Stellungnahme kündigte SVE-Vorstandssprecher Alfons Jochem aber an, juristische Mittel prüfen zu lassen und „gegebenenfalls jede Möglichkeit auszuschöpfen, gegen den Beschluss vorzugehen“.

Nach dem Corona-bedingten Abbruch der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar und den beiden übrigen der Regionalliga Südwest untergeordneten Oberligen aus Hessen und Baden-Württemberg lag es am Gesellschafterausschuss der Regionalliga GbR, darüber zu entscheiden, ob Aufsteiger zugelassen werden.

Nach der Sitzung am Donnerstag wurde der Eintracht, die nach acht Spielen 22 Punkte gesammelt hatte und die Nordgruppe der Oberliga anführte, ebenso der Sprung nach oben verwehrt wie der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz (Hessen) und dem Baden-Württemberg-Ersten SGV Freiberg. Voraussetzung für die sportliche Qualifikation zur neuen Saison sei gewesen, dass die betreffenden Vereine mindestens 50 Prozent der im jeweiligen Spielmodus vorgesehenen Spiele absolviert haben. Da dies in keiner der drei Oberligen gegeben ist, reduziert sich nun der Abstieg auf zwei Vereine.

Die Regionalliga Südwest GbR stützt ihre Entscheidung im Wesentlichen darauf, „dass es sach- und interessengerecht ist, den Aufstieg und die Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur Regionalliga Südwest von sportlichen Voraussetzungen abhängig zu machen, die die Teilnehmer der nachgeordneten Oberligen zu erfüllen haben“.

Unter Berücksichtigung der wenigen ausgetragenen Spiele in den drei Oberligen werde den bisherigen sportlichen Leistungen kein hinreichender Aussagewert für die Ermittlung von Aufsteigern beigemessen. In diese Entscheidung sei auch das Bedürfnis nach einer einheitlichen Regelung für die beteiligten Regional- und Landesverbände eingeflossen: „Entscheidend ist, dass der Aufstieg für alle drei Oberligen einheitlich geregelt wird, so dass es keine Ungleichbehandlungen innerhalb der gleichen Spielklasse gibt.“ Als Grundlage für den Beschluss habe nach einer ersten internen Prüfung auch ein externes Rechtsgutachten gedient.

„Die Argumentation mit den wenigen ausgetragenen Spielen ist nicht von der Hand zu weisen“, stellt Alfons Jochem klar. Was ihn indes aufregt, ist das Bedürfnis der Regionalliga nach einer „einheitlichen Regelung“. Schließlich, so der SVE-Verantwortliche, „hat der für uns zuständige Regionalverband Südwest vor der Saison klar festgelegt, dass es auch zu einem Aufstieg nach einem wann auch immer erfolgten Abbruch kommen kann – im Gegensatz zu Hessen und Baden-Württemberg“.

Für den SVE hat die Corona-Abbruchsaison einen sehr bitteren Nachgeschmack: Nicht nur die erste und die zweite Mannschaft (in der C-Liga) lagen aussichtsreich im Rennen, sondern auch die U19 und die U17 auf Topplätzen in ihren Regionalligen. „Keiner darf aufsteigen. Das tut schon mächtig weh“, beklagt Jochem.

Im Rheinlandpokal hat die Eintracht dagegen gute Chancen, das Finale zu bestreiten.

Mehr dazu lesen Sie auf Seite 19.

1115 Aufrufe2.5.2021, 22:28 Uhr
Andreas ArensAutor

Verlinkte Inhalte