Eintracht Trier: Diskussion um Schiri-Entscheidung

War der Elfmeter für Rot-Weiß Koblenz am Sonntag im Spiel gegen den SVE rechtens? Und wie reagiert der SVE?

Die Oberliga-Partie zwischen Rot-Weiß Koblenz und Eintracht Trier (1:1) schlägt weiter Wellen. Anlass von Debatten ist die Elfmeter-Entscheidung von Schiedsrichter Jan Dennemärker in der 51. Minute für Rot-Weiß Koblenz.

Was war passiert? Triers Verteidiger Godmer Mabouba hatte sich außerhalb des Spielfelds behandeln lassen müssen. Ohne die Erlaubnis des Schiedsrichters bekommen zu haben, war Mabouba dann neben dem eigenen Tor eigenmächtig in den Strafraum zurückgekehrt. Dennemärker unterbrach die Partie. Er zeigte dem bereits verwarnten Mabouba Gelb-Rot – und pfiff Elfmeter.

Der Unparteiische berief sich auf eine zur Saison 2017/18 erlassene Neuerung, nachdem auf direkten Freistoß (und im Strafraum damit auf Elfmeter) zu entscheiden ist, wenn der unerlaubt auf den Rasen gekommene Spieler ins Spiel eingegriffen hat (fupa berichtete).

Die Kernfrage lautet nun: Hat Mabouba tatsächlich ins Spiel eingegriffen? Die Formulierung in den Regel-Anmerkungen ist schwammig, in der Schiedsrichter-Szene gehen die Meinungen auseinander. Den Ball hat Mabouba bis zum Pfiff des Schiedsrichters nicht berührt – das Spielgeschehen war zu dem Zeitpunkt auf die rechte Spielfeldseite verlagert. Greift ein unerlaubt aufs Feld gekommener Spieler nicht ins Spielgeschehen ein, ist das Vergehen mit einem indirekten Freistoß an der Stelle zu ahnden, wo sich der Ball beim Pfiff des Referees befand – im Koblenzer Fall also unweit der Trierer Trainerbank an der Seitenlinie.

Sollte ein klarer Regelverstoß des Schiedsrichters vorliegen, könnte dies im Falle eines Protests eine Neuansetzung der Partie zur Folge haben. Die Eintracht prüft nach Angaben von Geschäftsführer Torge Hollmann die Sachlage am heutigen Montag intensiv und in alle Richtungen. Ausgang: offen.

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2533 Aufrufe26.11.2018, 11:25 Uhr
Mirko BlahakAutor

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