Hoffmann sichert KSG schmeichelhaften Punkt

Bennungen
1:1
Holdenstedt
In einem zerfahrenen Spiel rettete die lange Zeit enttäuschende KSG Holdenstedt/Beyernaumburg einen glücklichen Punkt bei Eintracht Bennungen. Das 1:1 (0:1)-Remis hatte man in erster Linie dem Torhüter und der Abschlußschwäche der Hausherren zu verdanken.

Im Vergleich zum 2:2-Remis im Derby gegen Blankenheim musste KSG-Trainer Eichentopf vor allem in der Abwehr umbauen. So fehlten mit Muth und Scholz zwei Stammverteidiger, auch Hübner (verletzt) und Reich (Rotsperre) fehlten im Kader. Dafür begannen C. Hendrich als Libero, Nicolai spielte Außenverteidiger, K. Koch rückte auf die Vorstopperposition. Zudem spielte erstmals in dieser Saison Carl von Anfang an, im Sturm kam L. Pauli zum Zuge.

Von Anfang an offenbarten die Gäste erhebliche Abstimmungs- und Zuordnungsprobleme in der Abwehr. Ein Missverständnis zwischen Torhüter Brandenburg und Libero C. Hendrich bügelte der KSG-Schlussmann mit zwei starken Paraden wieder aus (5. Minute). Im defensiven Mittelfeld bekam die KSG kaum Zugriff, das Mittelfeld rückte weder in der Rückwärts- noch in der Vorwärtsbewegung entschlossen genug nach und machte es den Hausherren so einfach.

Defensiv wurden die Hausherren nur dann gefordert, wenn es der KSG gelang, mit den zahlreichen, aber ungenauen langen Bällen Bennemann oder L. Pauli zu finden, die dann aber auf sich selbst gestellt waren, in einigen Situationen aber auch zu eigensinnig agierten. Die besten Chancen hatten Bennemann (8.), L. Pauli nach einem Alleingang (29.) und Hoffmann, der per Kopfball an Bennungens Keeper Haberzeth scheiterte (36.).

Bis dahin hätte die Eintracht schon längst führen müssen, doch wurden zahlreiche beste Chancen vergeben. Entweder parierte Brandenburg, die Abschlüsse gerieten zu ungenau oder der Ball wurde vor dem leeren Tor nicht richtig getroffen. Unmittelbar vor dem Pausenpfiff fiel die überfällige Führung dann doch noch: Nach einem langen Ball bekam der weit aufgerückte Torhüter Brandenburg, hart bedrängt von Otte, den Ball nicht zu greifen, der Angreifer bedankte sich und staubte zum 1:0 ab.


Zur Pause reagierte Gäste-Trainer Eichentopf und brachte mit Maik Wernicke und M. Ottilie für die diesmal indisponierten Herbst und Nicolai. Trotz der Änderungen war lange kein wirkliches Aufbäumen zu erkennen. Im Gegenteil: Bei einem Konter hätte die Eintracht gar das 2:0 machen müssen, verpasste aber zum wiederholten Male an diesem Nachmittag nachzulegen.

Offensiv blieben die Gäste bei ihrem Hauruckfußball: Lang und weit und auf Glück hoffen. Erst als bei den Hausherren die Kräfte schwanden und durch die Wechsel die Ordnung nach und nach verloren ging, kam die KSG noch einmal ins Spiel. Nach einem Solo von Heller fand der Verteidiger Hoffmann, dessen Schuss Haberzeth stark parierte (74.). Es folgte die besten Phase der KSG, die nun den Libero auflöste und so Überzahl im Mittelfeld erzielte.

Für den Ausgleich brauchte man allerdings etwas Glück: Der entkräftete L. Pauli, der viele Meter machen musste, spielte den Ball in den Strafraum, über den Eintracht-Verteidiger Rödiger trat. Der dahinter lauernde Hoffmann nutzte diese unverhoffte Möglichkeit eiskalt zum 1:1 (85.). In der Schlussphase hatten der eingewechselte Trainer Eichentopf und Hoffmann sogar noch die klaren Chancen zum Sieg, der aber unverdient gewesen wäre.

Während Bennungen am kommenden Wochenende nach Osterhausen fährt, kommen auf die KSG zwei spielfreie Spieltag zu, nachdem die Partie in Roßla am 26. September verlegt wurde. Das nächste Spiel steigt erst am Tag der deutschen Einheit (3. Oktober) gegen die SG Kelbra II/Tilleda.
Aufrufe: 012.9.2020, 19:30 Uhr
Severin BuhlAutor

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