Marco Peixoto ist neuer Trainer des SV Eichelberg.
Marco Peixoto ist neuer Trainer des SV Eichelberg. – Foto: Rocco Bartsch

Home Office sei dank

Kreisklasse B1 Sinsheim +++ Marco Peixoto ist wieder als Trainer aktiv +++ Der SV Eichelberg überzeugte den 38-Jährigen

Manchmal ergeben sich durch das Coronavirus zuvor noch ungeahnte Möglichkeiten. Das trifft jedenfalls auf Marco Peixoto und seine Trainertätigkeit zu. Vor anderthalb Jahren beendete der heute 38-Jährige sein dreijähriges Engagement beim FV Landshausen, da die beruflichen Anforderungen, sein Arbeitsplatz liegt in Stuttgart, ihm keine andere Wahl gelassen haben. "Es wäre damals zeitlich nicht möglich gewesen, dieses Amt weiter auszuführen", sagt Peixoto.

Mittlerweile hat sich in der Arbeitswelt sehr vieles verändert. Home Office ist zu einer ernsthaften Alternative geworden, auch bei Peixotos Arbeitsgeber. "Ich konnte mich darauf verständigen in Zukunft zwei Tage in der Woche von zuhause aus zu arbeiten, und dass ebenfalls, wenn es wegen Corona keine großen Einschränkungen mehr gibt", erklärt der Portugiese. Die beiden Tage im Home Office kann er auf die Trainingstage Dienstag und Donnerstag legen.

Dank dieser Gegebenheiten hat er sich entschieden wieder als Trainer zu fungieren und das bei einem Klub, für den er bereits in der Jugend und später im Herrenbereich einige Jahre die Kickschuhe schnürte. Der SV Eichelberg kam bereits vor der erneuten Saisonunterbrechung auf ihn zu, kurz nachdem dessen Trainer Kai Ledermann das Handtuch warf und aus eigenen Stücken sein Engagement beendete.

Peixoto schaute beim letzten Training vor der Unterbrechung in Eichelberg vorbei, groß vorstellen musste er sich allerdings nicht. Der gebürtige Tiefenbacher, der in Zeutern wohnt, kennt einen Großteil der Mannschaft dank der räumlichen Nähe und den persönlichen Beziehungen, die er zu einigen der Eichelbergern seit jeher pflegt. Außerdem waren sein Bruder und sein Vater in früheren Tagen für den SVE aktiv. Er weiß also was er am Verein hat und umgekehrt, die Voraussetzungen für eine fruchtbare Zusammenarbeit sind gegeben und er brennt darauf, loslegen zu dürfen.

Rein sportlich betrachtet sieht er großes Potenzial in der Truppe schlummern. "Vergangene Runde sind die Jungs denkbar knapp am Aufstieg gescheitert und dieses Jahr hatten sie großes Verletzungspech", sagt Peixoto, der das sportliche Abschneiden des SV genau beobachtet hat. Angesichts dieser Voraussetzungen kann es für die Zukunft nur darum gehen, sich im oberen Tabellendrittel festzusetzen: "Wir wollen in der kommenden Saison um die vorderen Plätze mitspielen. Das ist unsere Ambition." Wenn vorher die aktuelle Runde wieder aufgenommen wird, dient dies zum Einspielen für die Spielzeit 2021/22, schließlich liegt die Mannschaft als Zehnter derzeit ein gutes Stück hinter den Spitzenteams.

Gleich mitgebracht hat Peixoto Stürmer Abderrahmane Boutachmah, mit dem er schon zu Landshausener Zeiten zusammengespielt hat. Boutachmah hat in sieben Spielzeit 73 Tore in Landshausen erzielt und befindet sich mit seinen 29 Jahren im besten Fußballalter. Ab Sommer 2019 hat er sich jedoch eine Auszeit vom Fußball genommen und hat seitdem wie Peixoto, der sich eigenständig fit gehalten hat, nicht mehr gespielt. "Wir sind an einem weiteren Offensivspieler dran", verrät Peixoto, der in erster Linie als Coach an der Seitenlinie fungieren soll. "Ich komme nicht als klassischer Spielertrainer", führt er weiter aus, "für den Fall, dass ich gebraucht werde, stünde ich allerdings als Backup bereit."

Der Verein und der neue Trainer haben sich direkt darauf geeinigt die Zusammenarbeit mindestens für das Ende der aktuellen und einschließlich der kommenden Saison festzulegen. Das sind alles andere als schlechte Voraussetzungen für den SV Eichelberg, der ein Kandidat dafür zu sein scheint, gestärkt aus der Corona-Pause zu kommen.

629 Aufrufe24.1.2021, 11:30 Uhr
red.Autor

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