Um diese Bank wird Gersthofens Trainer Gerhard Hildmann von der Konkurrenz beneidet. Gegen Egg saßen dort zunächst Oktay Yavuz, Nico Baumeister, Safet Konakovic, Aladin Halilovic, Manuel Rosner und Jürgen Engelleiter (von links).
Um diese Bank wird Gersthofens Trainer Gerhard Hildmann von der Konkurrenz beneidet. Gegen Egg saßen dort zunächst Oktay Yavuz, Nico Baumeister, Safet Konakovic, Aladin Halilovic, Manuel Rosner und Jürgen Engelleiter (von links). – Foto: Marcus Merk

Diese Bank ist eine Bank

Beim TSV Gersthofen entscheiden oft Einwechselspieler die Begegnungen

Es dauerte ein wenig, bis das 4:1 gegen den SV Egg an der Günz, der bisher höchste Saisonsieg des TSV Gersthofen, gebührend gefeiert werden konnte. Denn die Spieler warteten im Mittelkreis auf ihren verletzten Mannschaftskameraden Florian Gai, bis der sich auf Krücken zu ihnen gesellt hatte. Dann hüpfte und tanzte man ausgelassen über den Rasen. Gerhard Hildmann beobachtete das fröhliche Treiben aus der Ferne. „Als Aufsteiger 30 Punkte nach 21 Spielen. Das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen“, zeigte sich der Trainer sichtlich zufrieden mit dem bisher Erreichten. Das hatte man dem TSV nicht unbedingt zugetraut. „Wir sind fit ohne Ende und wir haben eine tolle Bank. Das ist unser großes Plus. Dafür beneiden uns viele anderen Vereine.“

In der Tat: Immer wieder kommen die Entscheider von der Bank. So auch diesmal: Nico Baumeister erzielte kaum eingewechselt das 3:1, Safet Konakovic setzte in der allerletzten Minute mit dem 4:1 noch das Sahnehäubchen drauf. Ähnliches passierte bei den spektakulären Aufholjagden gegen den VfR Neuburg oder beim SC Ichenhausen, nach denen es jeweils 4:4 stand. Gerhard Hildmann selbst ist um die Qual der Wahl aber oft nicht zu beneiden, denn er muss den großen Kader auch entsprechend moderieren. „Das ist nicht immer so einfach, weil ja alle spielen wollen.“

Mit dem höchsten Saisonsieg konnte der TSV Gersthofen auch die dürftige Heimbilanz in der Abenstein-Arena etwas beschönigen. In dieser Rangliste belegte man bislang den vorletzten Platz. „Erschreckend“, sagt Hildmann und versucht eine Erklärung: „Wir haben Wahnsinnsspiele wie gegen die Spitzenmannschaften Sonthofen und Nördlingen geliefert, aber keine Punkte eingefahren.“

Aber man hat sich ins Gespräch gebracht. Was dazu führt, dass der eine oder andere Spieler von anderen Vereinen wie zum Beispiel dem Bayernligisten Schwaben Augsburg umworben wird. Hildmann sieht das locker: „Für mich ist das ein Zeichen, dass wir sehr viel richtig machen.“ Sämtlichen Abwanderungsgedanken schiebt er einen Riegel vor: „Wir werden in der Winterpause keinem Spieler eine Freigabe erteilen.“

Mehr Lokalsport gibt es unter www.augsburger-allgemeine.de

Aufrufe: 023.11.2021, 15:32 Uhr
Augsburger Landbote / Oliver ReiserAutor

Verlinkte Inhalte