Donaustaufs Geschäftsführer Matthias Klemens kann Faruk Maloku (rechts) als neuen SV-Trainer begrüßen.
Donaustaufs Geschäftsführer Matthias Klemens kann Faruk Maloku (rechts) als neuen SV-Trainer begrüßen. – Foto: Fischer

Faruk Maloku sagt Donaustauf zu

Der Bayernligist präsentiert seinen Coach für die neue Saison. Er kommt ausgerechnet vom baldigen Klub des scheidenden Franz Koller.

Die Katze ist aus dem Sack: Faruk Maloku heißt der neue starke Mann beim Fußball-Bayernligisten SV Donaustauf. Der 43-Jährige tritt zur kommenden Saison die Nachfolge des scheidenden Franz Koller an – welcher dann gewissermaßen mit Maloku den Platz tauscht und Trainer bei Malokus Noch-Klub DJK Gebenbach wird. Am Samstagvormittag wurde der Neue der Mannschaft via eines Online-Meetings vorgestellt. Für zwei Jahre hat Maloku am Fuße der Walhalla unterschrieben. Auch mithilfe des neuen Trainers möchte der Verein vor den Toren Regensburgs in Zukunft bodenständiger und nachhaltiger arbeiten.

Seit einiger Zeit suchte die Donaustaufer Führungsriege um Matthias Klemens und Michael Fischer einen neuen Trainer. Nun erhielt Faruk Maloku den Zuschlag. „Wir freuen uns, mit Faruk Maloku einen Trainer gefunden zu haben, der sich voll und ganz mit unseren Zielen identifizieren kann. Er ist fachlich ein unfassbar guter Trainer und auch menschlich der richtige“, begründet Donaustaufs stellvertretender Geschäftsführer Michael Fischer die Entscheidung pro Maloku. Fischer kennt den Neuen seit dessen Anfangszeit in Gebenbach und steht mit dem Weidener bereits seit einigen Wochen in Kontakt. Das, was Maloku über Jahre in Gebenbach aufgebaut hat, imponiert Fischer: Was er dort für eine Arbeit geleistet hat und wie er den Verein entwickelt hat, ist Wahnsinn. Ich glaube, dass das stark mit ihm zusammenhängt.“

Die Bodenständigkeit und Kontinuität, die Faruk Maloku bei der DJK Gebenbach ausstrahlt, wünscht sich die sportliche Führung des SV Donaustauf in Zukunft auch für ihren Verein. Unter Malokus Leitung solle sich Mannschaft und Verein weiterentwickeln, so Fischer, der von einem „neuen SV Donaustauf“ spricht. „Wir haben mit Sicherheit noch ein paar Baustellen, bei denen Faruk uns helfen kann. Wir wollen zukünftig ein bisschen was ändern, beständig arbeiten und etwas auf Sicht entwickeln. Dafür ist Faruk der richtige Mann.“ Nicht zuletzt deshalb hat Maloku für zwei Jahre an der Regensburger Straße unterschrieben. Ein längerfristiges Engagement mit dem neuen Coach schließt Fischer nicht aus. Ganz im Gegenteil: Wenn es nach uns geht, muss nach zwei Jahren nicht Schluss sein. Wir wollen die Unruhe, die vielleicht in letzter Zeit drin war, rausnehmen und mit Faruk eine gewisse Beständigkeit reinbringen.“

Fischer: »Wir wollen beständig arbeiten und etwas auf Sicht entwickeln. Dafür ist Faruk der richtige Mann.«


Bevor Maloku im Sommer das Zepter in Donaustauf übernimmt, hat Franz Koller mit der Mannschaft noch die Aufgabe vor der Brust, den direkten Klassenerhalt in der Bayernliga Süd zu schaffen. Von uns allen liegt das Hauptaugenmerk auf der jetzigen Situation, weil wir alles andere als durch sind. Die Ziele der aktuellen Saison zu erreichen ist jetzt erst einmal das wichtigste. Alles, was spannendes nachkommt, hat Zeit“, sagt Fischer.

Über die Trainerstationen SV Etzenricht und SpVgg Hof sowie einem vorangegangenen Engagement als Stützpunkttrainer in Weiden verschlug es Faruk Maloku Ende 2015 zur DJK Gebenbach. Eine Erfolgsgeschichte begann. Unter Maloku mauserte sich der Dorfverein nördlich von Amberg von einem abstiegsbedrohten Landes- zu einem etablierten Bayernligisten. Zum Jahresbeginn verkündete der 43-Jährige seinen Abschied aus Gebenbach und ließ jüngst durchblicken, dass er auch in Zukunft bei einem Klub mit semiprofessionellen Strukturen“ und mindestens fünftklassig“ arbeiten wolle. Diese Rahmenbedingungen sind in Donaustauf geschaffen.

Donaustaufs neuer Trainer ließ am Samstag durchblicken, dass er sich auf die neue Aufgabe freue. Ich habe sehr viele und intensive Gespräche führen können und bin zu der Überzeugung gekommen, dass ich dem Verein auch aus sportlicher Sicht helfen kann, sich zu etablieren und sich weiterzuentwickeln“, teilt Maloku mit. Was das Projekt beim SV Donaustauf anbetrifft, schlägt Maloku in die gleiche Kerbe wie Fischer und nennt die Begriffe Nachhaltigkeit“, Bodenständigkeit“ und „Demut“, was es zu entwickeln gilt. Maloku kann sich durchaus vorstellen, länger beim SVD zu bleiben: „Wenn der Verein zu hundert Prozent hinter dem Ganzen steht und wir auch schwierige Phasen gemeinsam durchstehen werden können, dann hat das Ganze eine große Chance, sich in die richtige Richtung zu entwickeln.“

8647 Aufrufe27.2.2021, 12:16 Uhr
Florian WürtheleAutor

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