Der FC Thannberg kehrt nach acht Jahren in die Kreisklasse zurück  F: Grübl
Der FC Thannberg kehrt nach acht Jahren in die Kreisklasse zurück F: Grübl

Wirbel um Meyer-Einsatz - Thannberg packt Aufstieg

Relegation zur Kreisklasse - Rückspiele: War der Keeper der SG Freyung II / Kreuzberg spielberechtigt oder nicht? +++ March und Kropfmühl packen Klassenerhalt

In der Relegation zur Kreisklasse gibt es im Fußballkreis Bayerwald nur einen Aufsteiger. Im Duell der A-Klassenvizemeister reicht dem FC Thannberg gegen die SpVgg Allersdorf ein 1:1-Unentschieden, da die Kilger-Truppe das Hinspiel im Oberen Wald mit 4:3 gewonnen hatte. Unter Umständen gibt es aber vielleicht doch noch einen zweiten Aufsteiger, der aber dann am grünen Tisch den Sprung in die Kreisklasse schaffen würde. Ob Freyungs Keeper Christof Meyer spielberechtigt war, wird das Sportgericht entscheiden müssen. Sportlich hat die SG Freyung II / Kreuzberg das Duell gegen die DJK Karlsbach für sich entschieden. Den Klassenerhalt schafften auch der SV March, der sich gegen den SV Achslach zu einem 2:1-Heimerfolg zitterte und der SV Kropfmühl, der gegen den TSV Wegscheid die 0:1-Hinspielniederlage wett machte und auf heimischen Geläuf mit 2:9 die Oberhand behielt.


SV Kropfmühl - TSV Wegscheid 2:0 (1:0), Hinspiel 0:1
Trotz des tragischen Unfalltods von Johannes Leibl, der am Freitag ums Leben kam, trat der TSV Wegscheid zum Relegationsrückspiel in Kropfmühl an, verspielte aber mit einer 0:2-Niederlage den Aufstieg in die Kreisklasse. Die Hausherren erwischten einen Traumstart, denn nach einem Eckball beförderte ein TSV-Spieler das Leder zum 1:0 in die eigenen Maschen (5.). Kropfmühl blieb am Drücker, Wegscheid zeigte sich aber bei dem einen oder anderen Konter durchaus gefährlich. Auch nach der Pause war der SV einen Tick besser, ohne sich jedoch klare Möglichkeiten herauszuspielen. Als schon alles mit einer Verlängerung rechnete, schlug Franz Pilsl zum entscheidenden 2:0 zu. Eine Freistoßflanke von Ex-Spielertrainer Christian Freund beförderte der Routinier wuchtig in den Kasten (84.). In den Schlussminuten änderte sich nichts mehr am Ergebnis und somit fand eine Saison mit viel Schatten doch noch ein versöhnliches Ende für die "Knappen".
Schiedsrichter:
Roland Schrank (Witzmannsberg) - Zuschauer: 605
Tore: 1:0 Eigentor (5.), 2:0 Franz Pilsl (84.)


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SG Freyung II / Kreuzberg - DJK Karlsbach 1:1 (0:0), Hinspiel 3:2
War SG-Schlussmann Christof Meyer spielberechtigt oder nicht? Der Einsatz des 21-Jährigen, der zum SV Röhrnbach wechselt, kann unter Umständen noch ein Nachspiel haben. Der neue Klub des Keepers hat bereits den Online-Wechsel durchgeführt und deshalb ist es fraglich, ob noch die Spielgenehmigung für den TV Freyung vorlag. "Christof hat in Röhrnbach noch keinen Passantrag unterschrieben, deshalb hätte ihn der SV auch noch nicht abmelden dürfen. Wir haben uns im Vorfeld beim Bezirkssportgericht telefonisch erkundigt", informiert Freyungs Bezirksliga-Chefanweiser Alexander Schraml, der die Mannschaft für den im Urlaub weilenden SG-Spielertrainer Daniel Pauli betreute. "Der Schiedsrichter hat unseres Wissens eine Meldung zu der Sache geschrieben. Wir werden das Thema natürlich gespannt verfolgen und gegebenfalls Protest einlegen", berichtet Karlsbachs Abteilungsleiter Manuel Weber, der aber kein böses Blut möchte: "Wenn der Spieler wirklich nicht spielen hätte dürfen, werden wir natürlich etwas unternehmen, obwohl eine Entscheidung am grünen Tisch natürlich einen faden Beigeschmack hätte. Uns würde in diesem Fall aber keine Schuld treffen." Die Geschichte vom Rückspiel ist schnell erzählt. Beide Teams brachten in der ersten Halbzeit nicht viel Produktives zustande, erst nach dem Seitenwechsel wurde es besser. Kurzzeitig wurde es sogar nochmal spannend, als Johannes Lenz nach Vorarbeit von Christian Geier das 0:1 (72.) glückte. Der A-Klassist durfte aber nur vier Minuten hoffen, denn Max Nendel köpfte nach Flanke von Patrick Eckmüller zum 1:1 ein. Eine Schlussoffensive der Kannamüller-Truppe blieb aus, so dass der Kreisklassist nicht mehr in Verlegenheit geriet.
Schiedsrichter:
Andreas Egner (Oberried) - Zuschauer: 397
Tore: 0:1 Johannes Lenz (72.), 1:1 Max Nendel (76.)


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FC Thannberg – SpVgg Allersdorf-Kirchaitnach 1:1 (1:1), Hinspiel 4:3
Der FC Thannberg kehrt nach acht Jahren in die Kreisklasse zurück. Grundlage für den Aufstieg war zweifelsohne der 4:3-Auswärtserfolg im Hinspiel, den die Steininger-Truppe nicht mehr umbiegen konnte. Die Gäste starteten allerdings famos, schon in Spielminute neun gelang Torjäger Martin Weber das 0:1. Nach einem Steilpass zeigte der Ex-Bezirksoberligaangreifer seine ganze Klasse und setzte sich gekonnt durch. Thannberg ließ sich vom frühen Rückstand aber nicht verunsichern und spielte munter nach vorne. In der 32. Minute dann die Aufstiegs-Vorentscheidung: Pavel Havlicek nickte eine Freistoßflanke von Konrad Art zum 1:1-Ausgleich ein. FC-Goalgetter Timm Putz ließ wenig später eine "Hundertprozentige" liegen, als er aus fünf Metern nicht das 2:1 machen konnte. Im zweiten Durchgang verflachte die Partie immer mehr. Die Kicker aus dem Landkreis Regen konnte dem Match keine Wende mehr geben und scheiterten wie schon im Vorjahr in der Relegationsrunde am Aufstieg.
Schiedsrichter:
Andreas Poxleitner (Finsterau) - Zuschauer: 525
Tore: 0:1 Martin Weber (9.), 1:1 Pavel Havlicek (32.)



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SV March - SV Achslach 2:1 (2:0), Hinspiel 1:1
Der SV March hat sich zum Ligaverbleib gezittert. Gegenüber dem Hinspiel zeigte sich der SV Achslach stark verbessert und brachte die favorisierte Weindl-Truppe arg ins Schwitzen. Die Gastgeber zeigten sich in einer ausgeglichenen ersten Hälfte sehr effektiv und machten aus wenigen Möglichkeiten zwei Treffer. Seine Torjägerqualitäten stellte Mathias Wolfsegger in der 37. Minute unter Beweis, als er praktisch aus dem Nichts heraus das wichtige 1:0 markierte. Auch beim 2:0 war Wolfsegger maßgebend beteiligt, als Alexander Gabauer sein perfektes Zuspiel auf Max Kraus quer legte, der in der Nachspielzeit von Durchgang eins zum 2:0 vollstreckte. Die Wittmann-Mannen gaben sich aber noch nicht geschlagen, spielten mutig weiter und stellten die Hausherren immer wieder vor Schwierigkeiten. Der engagierte Auftritt wurde mit dem Anschlusstreffer belohnt, der Tobias Krampfl (78.) vorbehalten war. In der Schlussphase setzte "Oxla" alles auf eine Karte, der Ausgleich wollte dem Underdog aber nicht mehr glücken.
Schiedsrichter:
Christoph Gastinger (Hutthurm) - Zuschauer: 577
Tore: 1:0 Mathias Wolfsegger (37.), 2:0 Max Kraus (45.+4), 2:1 Tobias Krampf (74.)




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Die Vorberichte:


(Sonntag, 18 Uhr), Hinspiel 0:1
Ob in Kropfmühl am Sonntag Fußball gespielt wird, war am Freitag noch mehr als fraglich. "Ich muss erst noch mit meinen Spielern reden. Momentan stehe ich ziemlich unter Schock", informiert Wegscheids Coach Manfred Riedl, der erst am Mittag von dem Todesfall von Johannes Leibl, der in den frühen Morgenstunden auf dem Weg in die Arbeit ums Leben kam, gehört hatte. Kropfmühls Coach Thomas Drexler zeigte sich ebenfalls betroffen: "Das ist natürlich ein ganz schlimme Sache. Wenn Wegscheid das Spiel verlegen möchte, werden wir natürlich zustimmen." Auch Kreisspielleiter Harald Haase signalisierte vollstes Verständnis für ein mögliches Verlegungsgesuch: "Sollte Wegscheid mit der Bitte an uns herantreten, werden wir uns nicht querstellen." Am Samstagvormittag teilten die Vereine mit: die Partie wird am Sonntag wie geplant stattfinden. Kreisklassist Kropfmühl muss im Rückspiel eine 0:1-Hinspielpleite wettmachen. "Wir haben keine optimale Ausgangsposition und müssen vor allem unsere Chancenverwertung verbessern", fordert Drexler, der aber auf den Heimvorteil setzt: "Auf eigenem Rasen werden wir unsere gewohnte Spielweise besser wie auf dem großen Wegscheider Platz durchziehen können. Wir werden alles daran setzen, den Klassenerhalt zu schaffen." Bei diesem Vorhaben kann Spielgestalter Dominik Weidinger nicht mithelfen. Zudem sind einige Akteure, darunter Ex-Spielertrainer Christian Freund, angeschlagen.


SG Freyung II / Kreuzberg - DJK Karlsbach (Sonntag, 15 Uhr), Hinspiel 3:2
"Wir haben uns eine hervorragende Ausgangsposition verschaffen", weiß SG-Spielertrainer Daniel Pauli, der urlaubsbedingt allerdings nicht dabei sein kann und von Bezirksligacoach Alexander Schraml vertreten wird. Zudem fehlen auf Seiten der Hausherren Johannes Schiller und Matthias Strahberger. "Wir werden auf eine kontrollierte Offensive setzen und in erster Linie unseren Fokus darauf richten, defensiv gut zu stehen. Allerdings dürfen wir nicht den Fehler machen, zu passiv zu agieren", warnt Pauli. Im Karlsbacher Lager war die Enttäuschung über die 2:3-Hinspielniederlage groß. "Wir haben uns einfach zu viele Fehler erlaubt. Am Sonntag werden wir unsere Abwehr umbauen", verrät Karlsbachs Fußballchef Manuel Weber, der die Flinte noch nicht ins Korn geworfen hat: "Wir haben noch eine kleine Chance, die wir nutzen wollen. Aufgegeben haben wir uns noch lange nicht." Rotsünder Stefano Fossalto kehrt ins Team zurück. Die Partie wird in Kreuzberg ausgetragen.



FC Thannberg - SpVgg Allersdorf (Sonntag, 15 Uhr), Hinspiel 4:3
Ein wahres Spektakel lieferten sich die SpVgg Allersdorf und der FC Thannberg am vergangenen Sonntag. Der Vizemeister der A-Klasse Freyung/Grafenau triumphierte im Landkreis Regen mit 4:3 und hat damit für das Rückspiel alle Trümpfe in der Hand. "Wir gehen mit einem Top-Ergebnis in unser Heimspiel und wollen den Aufstieg natürlich unbedingt schaffen. Wir werden nicht taktieren, sondern versuchen, wieder guten Offensivfußball zu zeigen. Ich bin guter Dinge, dass wir es schaffen", lässt Thannbergs Spielertrainer Christopher Kilger, der im Hinspiel nicht Rot, sondern nur Gelb-Rot sah und seine Wunschformation aufbieten kann. Allersdorf reist mit einer schweren Hypotheke in den Unteren Wald. "Unsere Ausgangslage ist nach der bitteren 3:4-Niederlage natürlich alles andere als gut. Es müssen schnellstmöglich die katastrophalen Fehler in der Defensive abgestellt werden und vorne müssen wir vorm Tor unsere Chancen, die wir bekommen, konsequent nutzen, dann ist auch im Rückspiel immer noch alles möglich. Auch wenn es in Thannberg schwer wird, werden wir alles dafür tun, dass wir den Aufstieg noch schaffen", verspricht Allersdorfs Spielercoach Mario Steininger, der keine Ausfälle zu beklagen hat.




SV March - SpVgg Allersdorf (Sonntag, 18 Uhr), HInspiel 1:1
Der SV March versäumte es, in Achslach einen Sieg einzufahren. Die Weindl-Elf verballerte unter anderem zwei Elfmeter und musste sich am Ende mit einem 1:1-Remis zufrieden geben. "Nach dem etwas enttäuschenden 1:1 im Hinspiel erwarten wir nun gespannt das Rückspiel zuhause im Waldstadion. In Achslach dominierten wir über weite Strecken das Spiel, ließen Ball und Gegner laufen. Für die gute Leistung wurden wir aber leider aufgrund von mangelnder Chancenverwertung nicht belohnt. Bei zwei verschossenen Elfmetern und drei, vier weiteren sehr guten Möglichkeiten hätten wir das Spiel eigentlich klar für uns entscheiden müssen. Im Rückspiel können wir mit einem unveränderten Kader antreten und erhoffen uns, den benötigten Heimsieg für den Klassenerhalt einzufahren. Wie im Hinspiel gehen wir wieder als Favorit ins Rennen", lässt Marchs Pressewart Georg Dachs verlauten. Der SV Achslach kann das Match an der B85 ohne großen Druck in Angriff nehmen. "Am vergangenen Sonntag waren die Gäste ohne Zweifel das bessere Team. Man hat aber auch gesehen: March ist keine Übermannschaft. Aufgrund des 1:1 im Hinspiel freuen wir uns alle auf ein echtes Endspiel, bei dem neben der Tagesform wohl auch das Glück eine entscheidende Rolle spielen wird", vermutet Achslachs Übungsleiter Thomas Wittmann, der wieder auf Martin Greil zurückgreifen kann. Weiterhin nicht dabei ist Julian Aichinger.



Aufrufe: 04.6.2017, 18:43 Uhr
Thomas SeidlAutor

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