2026-05-29T11:52:36.002Z

Allgemeines

SV Budberg träumt vom historischen Dreifach-Aufstieg

Der SV Budberg III will am Sonntag beim TuS Borth den Aufstieg in die Kreisliga A eintüten. Das Spitzenspiel ich auch das Duell der Top-Torjäger der B-Liga. So gehen Philipp Hanz und Erkan Ayna ins Derby.

von Fabian Kleintges-Topoll · Heute, 21:00 Uhr · 0 Leser
Budberg III träumt vom Aufstieg
Budberg III träumt vom Aufstieg – Foto: lmj.photography_

Wenn der TuS Borth am Sonntag um 15 Uhr den SV Budberg III empfängt, treffen nicht nur zwei Aufstiegskandidaten der Kreisliga B aufeinander. Im Mittelpunkt steht gleichzeitig auch das Duell der beiden besten Torjäger der Liga.

Mit einem Sieg wäre der SV Budberg III durch

Die Ausgangslage ist klar: Gewinnt Budbergs Drittvertretung auswärts am Mittelweg, folgen die Gäste dem bereits feststehenden Meister MSV Moers in die Kreisliga A. Der Verein träumt damit weiter vom historischen Dreifach-Aufstieg – denn auch die erste und zweite Mannschaft haben gute Chancen auf die Ober- beziehungsweise Bezirksliga.

„Das ist natürlich eine einmalige Situation für den gesamten Verein“, sagt Budbergs Torjäger Erkan Ayna. „So kurz vor dem Ziel nehmen wir das natürlich gerne an und fahren optimistisch nach Borth.“ Der 40-Jährige ist einer der Hauptgründe für die starke Saison der Budberger. Mit 36 Treffern und 13 Vorlagen in 30 Spielen erlebt der Knipser erneut eine außergewöhnliche Spielzeit – und das in einem Alter, in dem viele längst aufgehört haben.

„Das ist schon eine Ehre für mich“, sagt Ayna. „Aber ich schreibe den Erfolg nicht alleine mir zu. Ich werde von meinen Mitspielern hervorragend gefüttert. Teilweise sind da 18-Jährige dabei“, so der Routinier. Sie könnten allesamt seine Söhne sein.

Ayna fühlt sich weiterhin fit

Bereits 2016/17 hatte Ayna bei beim SV Orsoy einmal 45 Saisontore erzielt. Dass er auch Jahre später noch derart treffsicher ist, mach ihn stolz. „Es ist einfach die Bestätigung, dass es noch funktioniert.“ Besonders glücklich ist der Angreifer über die Entwicklung der Mannschaft in der Rückrunde. „Wir haben in den letzten 15 Spielen die richtige Richtung eingeschlagen. Es war lange ein Vierkampf, dazu hatten wir zeitweise sogar noch zwei Spiele weniger absolviert. Das hat uns psychologisch gutgetan. Sowohl Borth als auch wir spielen eine richtig starke Rückrunde. Wir stehen verdient dort oben.“

Auch über die eigene Zukunft macht sich Ayna, der sich weiter fit fühlt, bereits Gedanken. Das Karriereende naht, die Zusage für eine weitere Serie ist dennoch erteilt. „Solange ich gesund bin, werde ich weitermachen.“ Selbst danach wolle er dem Verein erhalten bleiben. „Wenn nicht als Spieler, dann auf jeden Fall als Person.“

Auf der anderen Seite wartet allerdings ein noch treffsicherer Stürmer. Borths Philipp Hanz kommt in 32 Spielen auf starke 41 Tore und 25 Vorlagen. Es ist die persönliche Rekordsaison des 26-Jährigen. „Er ist ein kompletter Stürmer – quirlig, kopfballstark und spielerisch richtig gut. Davor habe ich großen Respekt“, lobt sogar Konkurrent Ayna.

Für den TuS Borth geht es gleichzeitig um die vielleicht letzte Chance im Aufstiegsrennen. Die Mannschaft von Trainer Stefan Kuban (64 Punkte) liegt aufgrund des verlorenen direkten Vergleichs hinter dem punktgleichen TV Asberg II auf Rang fünf und hat den Relegationsrang drei, den der 1. FC Lintfort II (65 Zähler) belegt, nicht mehr in der eigenen Hand. Das Hinspiel gewann Budberg III bereits mit 3:1.

Borth fehlten entscheidenden Prozent

„Unser Ziel ist klar: Wir müssen beide Spiele gewinnen und dann schauen, was Asberg und Lintfort machen. In den Topspielen haben uns zuletzt die entscheidenden zwei oder drei Prozent gefehlt.“ Für Hanz steht trotz seiner persönlichen Bestmarken vor allem der Mannschaftserfolg im Mittelpunkt. „Natürlich freut mich so eine Saison persönlich“, sagt der 26-Jährige. „Aber am Ende ist egal, wer die Tore macht. Hauptsache sie fallen. Und wenn ich mal nicht treffe, freue ich mich trotzdem für die Jungst.“ Eine Bescheidenheit, die beide Top-Torjäger trotz ihrer beeindruckenden Zahlen verbindet.