2026-04-23T13:43:33.969Z

Spielbericht

SV Budberg kann sich auf seine Anhänger verlassen

Landesligist SV Budberg kann sich im Spitzenduell am Sonntag beim ESC Rellinghausen auf eine große Fan-Unterstützung einstellen. Warum Trainer Tim Wilke vom „Spiel des Jahres“ spricht.

von Fabian Kleintges-Topoll · Heute, 15:00 Uhr · 0 Leser
Die Fans des SV Budberg sind ein echter Rückhalt für das Team von Trainer Tim Wilke.
Die Fans des SV Budberg sind ein echter Rückhalt für das Team von Trainer Tim Wilke. – Foto: Ulrich Laakmann

Am Sonntag (15 Uhr) wartet auf den SV Budberg die nächste große Herausforderung im Landesliga-Meisterrennen: Beim Tabellendritten ESC Rellinghausen bestreitet der Spitzenreiter das nächste Topspiel. Trainer Tim Wilke spricht vor dem 29. Spieltag nicht ohne Grund vom „Spiel des Jahres“.

Im Hinspiel chancenlos

Die Wunden nach dem „nicht eingeplanten und überflüssigen“ 0:1-Heim-Ausrutscher gegen den PSV Wesel waren schnell geleckt. Der Trainer erwartet einen robusten, körperlich präsenten Gegner auf höchstem Niveau. Einen, der dem SVB beim deutlichen 1:5 im Hinspiel noch klar die Grenzen aufzeigte. Entsprechend groß ist die Motivation, ein anderes Gesicht zu zeigen. Der Ansatz sei derselbe wie vor zwei Wochen in Bottrop: „Wir wollen uns beweisen, dass wir auf Top-Niveau mithalten können.“

Die Vorfreude ist im gesamten Umfeld spürbar. Der SVB wird von 100 bis 150 Anhängern begleitet, die Mannschaft solle diese Aufmerksamkeit bewusst genießen, so Wilke. Auch auf dem Trainingsplatz war die Energie deutlich zu spüren: 23 Spieler sind am Freitag in der Abschlusseinheit dabei. „Die Jungs sind angezündet“, berichtet der Coach.

Personell gibt es ebenfalls positive Nachrichten: Felix Weyhofen ackerte mit Vereinsurgestein Thomas Glogau hart für sein Comeback und wird nach seinem Muskelfaserriss, zugezogen im Derby gegen Scherpenberg am 20. März, wieder auf die linke Seite zurückkehren. Damit gewinnt das Offensivspiel der Budberger eine wichtige Option zurück. Lediglich Jeremy Umberg musste zuletzt individuell trainieren.

Im Vorfeld werden auch Erinnerungen an vergangene Schlüsselspiele wach: „So ein Spiel muss für uns immer etwas Besonderes sein“, betont Wilke und zieht Parallelen zur Niederlage vor ziemlich genau einem Jahr beim späteren Oberliga-Aufsteiger aus Frintrop. Damals verlor Budberg mit 1:2 und verabschiedete sich aus dem Aufstiegsrennen. Diesmal soll es anders laufen – auch, weil die Mannschaft deutlich stabiler und konstanter wirkt. Die Rückrunde mit zehn Siegen und nur zwei Niederlagen bestätigt diesen Lauf.

Erstes Ziel in greifbarer Nähe

Die definierten Ziele sind klar: mehr Punkte als im Vorjahr, eine noch stärkere Rückrunde. Beide sind in greifbarer Nähe. Für die Budberger geht es nun darum, im direkten Duell mit einem Konkurrenten ein echtes Ausrufezeichen zu setzen und die Tabellenführung zu untermauern. Gleichzeitig könnte ein Erfolg im Ruhrgebiet ein wichtiger Schritt in Richtung Aufstieg sein.

Der Zuschauerschnitt der Essener liegt im Übrigen nur bei rund 150, eine Heimkulisse in der Fremde ist also durchaus möglich. Aufgrund der angespannten Parkplatzsituation rund um die Anlage wird eine frühzeitige Anreise empfohlen.