2026-02-20T12:29:42.904Z

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SV Budberg ist im Abschluss extrem effizient

Der SV Budberg baut in der Landesliga gegen die SF Niederwenigern bei Dauerregen die Zu-Null-Serie weiter aus. Gleich die erste Torchance bringt das 1:0 durch Alessandro Hochbaum. Das Wilke-Team verkürzt den Abstand nach oben.

von Fabian Kleintges-Topoll · Gestern, 11:30 Uhr · 0 Leser
SV Budberg ist im Abschluss extrem effizient
SV Budberg ist im Abschluss extrem effizient – Foto: IMAGO/ Funke Foto Services

Der SV Budberg bleibt in der Erfolgsspur. Am 19. Landesliga-Spieltag feierte die Mannschaft von Tim Wilke vor 150 Zuschauern im Dauerregen einen ungefährdeten 2:0 (2:0)-Heimsieg gegen die SF Niederwenigern und baute gegen den Oberliga-Absteiger ihre beeindruckende Zu-Null-Serie weiter aus. Für Keeper Marc Anders war es jahresübergreifend bereits das vierte Spiel in Folge ohne Gegentor.

Beerenberg und Umberg neu dabei

Der Coach nahm im Vergleich zum 4:0-Auswärtssieg in Hamborn zwei Veränderungen in seiner Startelf vor und brachte in der Abwehrzentrale Tim Beerenberg für den gelbgesperrten Mike Terfloth sowie Linksverteidiger Jeremy Umberg für den kranken Allrounder Fynn Eckhardt. Beide Backups waren unter der Woche noch lange fraglich.

Die Gäste erwischten einen griffigen Start, der Tabellen-13. präsentierte sich vor allem in der starken Anfangsphase mutig. Wilke forderte lautstark, dem Gegner aus Hattingen vor allem bei Standards noch schneller auf den Füßen zu stehen. Die Hausherren wurden mit zunehmender Dauer immer zielstrebiger. Mit der ersten richtigen Torchance war es dann so weit: Alessandro Hochbaum vollendete einen stark durchkombinierten Angriff zum 1:0 (22.) – der Budberger Dosenöffner zum richtigen Zeitpunkt.

Kurz darauf der Schreckmoment: Der Torschütze fasste sich nach einem Solo an den Oberschenkel und humpelte vom Feld. Florian Mordt lief sich schon warm. Doch ein frühzeitiger Wechsel war nicht notwendig, der Sommerneuzugang konnte ohne Probleme weitermachen.

In der 34. Minute schlug der Tabellenvierte dann erneut eiskalt zu. Moritz Paul lauerte im Strafraum, luchste SF-Keeper Tim Höppner mit viel Entschlossenheit den Ball ab und drückte ihn per Kopf aus schwierigem Winkel druckvoll ins lange Eck. Die persönliche Hymne „Immer wieder sonntags“ ertönte. Es war bereits sein 24. Saisontor des Top-Torjägers – vier davon stehen im neuen Kalenderjahr zu Buche. Die Rheinberger zeigten sich extrem effizient.

Zweite Hälfte gehörte den Gastgebern

In der zweiten Hälfte kontrollierten die Gastgeber das Geschehen weitgehend und drängten die Gelb-Schwarzen mit einem sicheren Auftreten in allen Mannschaftsteilen tief in die eigene Hälfte. Die Gäste kamen kaum noch in die gefährlichen Zonen. Keeper Anders musste sich in der Schlussphase nur einmal ernsthaft auszeichnen.

Offensiv drängte Budberg klar auf den dritten Treffer, spielte einige Situationen jedoch nicht sauber zu Ende. Felix Weyhofens flacher Abschluss (64.) wurde gefährlich, wenig später hätte es nach einem Foul an den Linksaußen noch einen Elfmeter geben können. Doch der Pfiff blieb aus. Am Ende blieb es beim verdienten 2:0.

Wilke zeigte sich nach Abpfiff hochzufrieden: „Das ist die Fortsetzung der letzten Spiele. Defensive Stabilität, gute Organisation, keine individuellen Fehler.“ Bereits zum dritten Mal in diesem Jahr ging der SV Budberg mit einer 2:0-Führung in die Halbzeit. „Wir haben in der Kabine wieder gesagt: Noch stringenter spielen, hinter dem Ball bleiben. Nicht primär aufs 3:0 gehen, sondern die Null verteidigen. Die Spieler wussten das“, so der Trainer. „Das sind Spiele, die machen mich happy.“

Auch taktisch ging der Plan auf: Die langen Bälle der Gäste zündeten beim Wind nicht, Niederwenigern-Knipser Moreno Mandel wurde insgesamt gut aus dem Spiel genommen. Durch die erneuten Patzer der Konkurrenz rückt die Spitzengruppe nun noch enger zusammen. Der SV Scherpenberg ließ in Schönebeck erneut Punkte liegen (1:1), Spitzenreiter Bottrop kassierte beim abstiegsbedrohten Team aus Wesel überraschend die erste Saisonniederlage (3:4).

Budberg verkürzte den Abstand nach oben, ist nur noch einen Zähler vom Aufstiegsrelegationsplatz entfernt, den nun der ESC Rellinghausen belegt – fünf Punkte fehlen auf Rang eins. Ein Monat vor dem Derby gegen den SVS ist die Spannung in der Liga spürbar. Wilke bleibt dennoch gelassen: „Was die anderen machen, spielt für uns keine Rolle. Wir schauen Anfang Mai und dann sehen wir, was geht.“

Weiter geht es für den SV Budberg am kommenden Sonntag mit dem ersten Essener Auswärtsspiel beim SC Werden-Heidhausen (15.30 Uhr).