
Es war eine besondere Atmosphäre, die am Gründonnerstagabend Anfang April im Rahmen des Landesliga-Flutlichtspiels gegen Schlusslicht Rhenania Bottrop (7:0) auf der Sportanlage des SV Budberg herrschte. Die aufwendige Choreografie des Fanprojekts stellte die größten Meilensteine aus 80 Jahren Vereinsgeschichte dar und wurde vor dem Anpfiff durch ein feierliches Feuerwerk hinter dem Zaun am Kunstrasenplatz abgerundet.
Doch dieses besondere Spektakel könnte für den Spitzenreiter der Landesliga, Gruppe 2, nun ein teures Nachspiel haben. Während des 4:1-Auswärtserfolgs am folgenden Spieltag beim VfB Bottrop wurde bekannt, dass dem Klub eine Geldstrafe durch den Fußballverband Niederrhein droht. Der Vorwurf: Verdacht des Zündens von Feuerwerk während des Einlaufens der Mannschaften.
„Der Fall liegt beim zuständigen Verbandssportgericht“, teilte Landesliga-Staffelleiter Martin Schürmann auf Nachfrage mit, ohne genaue Angaben zum aktuellen Verfahrensstand machen zu können. Budbergs neuer Fußball-Abteilungsleiter, Tobias Schmidt, bestätigte, dass ein sportgerichtliches Verfahren eingeleitet wurde. Er erklärt: „Wir sind kein Verein, der für Pyrotechnik steht. Wir schauen jetzt, wie wir damit umgehen.“ Der Klub hat nun die Möglichkeit, Stellung zu beziehen. Wann mit einem Urteil zu rechnen ist, steht noch nicht fest.
Ein Blick auf vergleichbare Fälle zeigt, welche Dimensionen möglich sind: Beim 1. FC Lintfort wurden im Dezember für das Zünden von zehn Leuchtstäben bei einem D-Jugendspiel 1000 Euro Strafe fällig.
Unterdessen wurden zwei Heimspiele des Landesliga-Primus vorverlegt. Statt am 3. Mai empfängt der SV Budberg den VfB Speldorf bereits am Donnerstag, 30. April, um 20 Uhr. Auch die Partie gegen den Verfolger Blau-Weiß Mintard wurde vorgezogen und findet nun bereits am Samstag, 15. Mai, um 18 Uhr statt.