Bei der Stadtmeisterschaft 2018 stand Benjamin Kirch noch für den FC Breinigerberg im Tor gegen den SV Breinig – heute plädiert er als Vorsitzender ebenso für eine Fusion der Clubs wie Thorsten Meier an der Spitze des SV Breinig.
Bei der Stadtmeisterschaft 2018 stand Benjamin Kirch noch für den FC Breinigerberg im Tor gegen den SV Breinig – heute plädiert er als Vorsitzender ebenso für eine Fusion der Clubs wie Thorsten Meier an der Spitze des SV Breinig. – Foto: Dirk Müller
Sparkasse

Die nächste Fußball-Fusion steht bevor

Zusammenschluss von SV Breinig und FC Breinigerberg. Vereinsheim und Rasenplatz am „Balkan“ sollen erhalten bleiben.

Dem Vernehmen nach sind es nicht die ersten Gespräche über eine mögliche Fusion der Fußballclubs SV Breinig und FC Breinigerberg gewesen – es sieht aber ganz danach aus, dass es die letzten sind. „Die Gespräche sind in einer noch frühen Phase, doch es gibt durchaus positive Ansätze“, sagte Thorsten Meier, nachdem er bei der Jahreshauptversammlung des Spielvereins Breinig zum neuen Vorsitzenden gewählt wurde. Das war vor gut drei Wochen, und inzwischen hat sich mehr getan, und das Fusionsvorhaben der beiden Vereine ist offensichtlich äußerst konkret.

„Im Namen beider Vereine haben wir jetzt die Stadtverwaltung um einen Gesprächstermin gebeten, denn mit Vorstandsmitgliedern des SV Breinig haben wir mehrere konstruktive und gute Gespräche geführt, die eine Verschmelzung beider Vereine als klares Ziel haben“, beschreibt Max Laschet, ehemaliger Spieler und heute Geschäftsführer des FC vom Breinigerberg, der wiederum in Stolberg gerne als „Balkan“ bezeichnet wird. „Die sportliche und finanzielle Situation des FC Breinigerberg ist derzeit eher bescheiden“, erklärt Laschet.

„Wir haben noch eine Seniorenmannschaft, aber eine Jugendabteilung, ein Damenteam und eine Alte-Herren-Mannschaft so wie früher gibt es leider nicht mehr“, bestätigt Benjamin Kirch.

„Unser FC zählt trotzdem immer noch mehr als 100 Mitglieder“, betont der Vorsitzende des Vereins am Breinigerberg. Vor zwei Jahren stand er noch im Tor des Clubs. Bei der Stolberger Fußball-Stadtmeisterschaft 2018 sorgten nicht zuletzt Kirchs Paraden fast für das „Wunder vom Balkan“, als der damalige Kreisliga-C-Ligist denkbar knapp im Viertelfinale unterlag.

Gegner und letztendlich Gewinner bei dem denkwürdigen Elfmeterschießen war der Mittelrheinligist, Titelverteidiger und Nachbar SV Breinig. Eine Situation, die sich wohl nicht wiederholen wird, weil der Wille zum Zusammenschluss bei beiden Vereinen groß sei.

„SV Breinig und FC Breinigerberg – das passt einfach hervorragend zusammen“, sagt Thorsten Meier vom SV und ergänzt: „Gemeinsam können wir als großer Verein den Grundstein für eine erfolgreiche und sichere Zukunft legen“. Zudem könne das sportliche wie das gesellschaftliche Miteinander am Breinigerberg und in Breinig gestärkt werden.

Der SV unterhalte bereits eine Tischtennis-Abteilung, und über weitere Sparten könne nach erfolgter Fusion mit dem FC nachgedacht werden.

„Kitas und Schulen können dann auch nachhaltig in die Vereinsarbeit integriert werden“, meint Meier. Das Gespräch mit der Stadtverwaltung würden beide Clubs nun aus mehreren Gründen suchen, erläutert Max Laschet: „Natürlich wäre eine finanzielle Unterstützung der Stadt schön – so wie es auch bei vorherigen Fusionen in Stolberg der Fall war.“

Im Gegenzug würde der FC Breinigerberg der Stadt Stolberg dann seinen Aschenplatz an der Rüst abtreten. Dort könne dann ein bereits angedachter Abenteuerspielplatz entstehen. „Wichtig wäre uns aber, den Rasenplatz und das Vereinsheim samt umgebenden Areal zu erhalten“, hebt der FC-Geschäftsführer hervor. „Wobei wir nicht nur die Möglichkeit des ortsnahen Fußballspielens aufrechterhalten wollen.“ Es gehe bei diesem Ansinnen vielmehr auch um die Stärkung des sozialen Lebens im Ort, bekräftigt auch Benjamin Kirch.

„Gesellschaftliche Ereignisse wie die Hahnenkirmes am Breinigerberg oder das Sommerfest der Breiniger KG Sündenböcke finden jährlich an der Rüst statt“, sagt Kirch. „Die Kita nutzt unser Gelände und Vereinsheim beim Martinszug, der Radsportclub RC Dorff ist ebenso regelmäßig bei uns zu Gast wie ein Boule-Club und ein Meier-Verein“, nennt der FC-Vorsitzende weitere Beispiele, die für den Erhalt von Vereinsheim und Rasenplatz am „Balkan“ in der Rüst sprechen.

3107 Aufrufe19.9.2020, 18:00 Uhr
Dirk Müller | AZ/ANAutor

Verlinkte Inhalte