„Das Spiel hatte nur einen Sieger verdient“: Der Todtnauer Schlussmann Luca Branca (rechts) klärt hier den Ball vor Justin Friebe, dem  Stürmer der SG FC Wehr-Brennet II. Am Ende stand ein torloses Remis, zum Leidwesen der SG. | Foto: Gerd Gründl
„Das Spiel hatte nur einen Sieger verdient“: Der Todtnauer Schlussmann Luca Branca (rechts) klärt hier den Ball vor Justin Friebe, dem Stürmer der SG FC Wehr-Brennet II. Am Ende stand ein torloses Remis, zum Leidwesen der SG. | Foto: Gerd Gründl

Schlusslicht SG Wehr-Brennet II verpasst ersten Saisonsieg

Uwe Berger nun auch offiziell Huttinger Chefcoach +++ FC Grießen beendet die Serie des FC Bad Säckingen

Trotz starker Leistung bleibt die SG FC Wehr-Brennet II sieglos. Bei Kreisligist-Konkurrent FC Huttingen ist die Trainerfrage geklärt, der SV 08 Laufenburg II überzeugt auf neuem Terrain.

„Soll man zufrieden sein wegen der Leistung, oder soll man sich ärgern, weil es nur zu einem Punkt gereicht hat?“ Diese Frage stellte sich Jörg Heuting, Trainer der SG FC Wehr-Brennet II, nach der Nullnummer gegen den SV Todtnau in der Kreisliga A West. Denn, so stellte er klar: „Das Spiel hätte nur einen Sieger verdient, und das wären wir gewesen.“ Seine Mannschaft hätte zwar „nicht Torchancen am Fließband produziert“, aber für einen klaren Sieg hätte es reichen müssen. „Die Zufriedenheit mit dem Auftritt überwiegt“, befand Heuting schließlich. Wobei Todtnau fast der „Lucky Punch“ geglückt wäre – in der 88. Minute notierten die Gäste einen Lattentreffer.

Fotos: SG FC Wehr-Brennet holt ersten Saisonzähler gegen SV Todtnau

Heuting steht in der Gesamtverantwortung, seit Fabio Cocuzza sein Amt aus familiären Gründen zur Verfügung stellte. „Schade, dass er nicht mehr dabei ist“, bedauerte Heuting. Demnächst soll sich die Personallage bessern, wenn einige Akteure der ersten Mannschaft im Kreisliga-Team Spielpraxis sammeln sollen.

Uwe Berger nun auch offiziell Huttinger Chefcoach

Auch beim FC Huttingen ist der bisherige Co-Trainer in die Chefcoach-Rolle aufgerückt. Uwe Berger übernahm das Team, nachdem sich der Verein und Spielertrainer Fabian Kluge getrennt hatten. „Dass Fabi nicht weitermachen sollte, kam ziemlich überraschend“, so Berger. „Ich hatte mir zwei Tage Bedenkzeit erbeten, aber mir war rasch klar, dass ich weitermachen wollte.“ Verbundenheit mit der Mannschaft bestätigte er als einen der Beweggründe für seine Entscheidung.

Hintergrund: FC Huttingen und Spielertrainer Fabian Kluge trennen sich

„Die sportliche Aufgabe bleibt schwierig, erst recht nachdem in Fabian ein Spieler von enormer Qualität verloren ging“, führte Berger aus. Diese weitere personelle Veränderung, nachdem zur neuen Saison bereits Torjäger und Trainer Guido Perrone zum Ligakonkurrenten Binzen gewechselt war, hatte Auswirkungen auf das Team: „In Eichsel war die Mannschaft wahnsinnig verunsichert. Sie hatte in Fabian und Guido länger als drei Jahre zwei Ausnahmespieler auf dem Platz. Nun wird es eine andere Rollenverteilung im Spiel geben müssen.“ Das frühe Gegentor (2.) trug nicht gerade dazu bei, die Verunsicherung zu verringern. „Aber nach 20 Minuten waren wir im Spiel und die bessere Mannschaft“, fand Berger. Nachdem der FCH durch die Ampelkarte gegen Daniel Berger dezimiert war, hatte das Team einige brenzlige Situationen zu überstehen, am Ende stand aber ein 1:1-Remis. „Spielerisch ist noch Luft nach oben, aber von der Einstellung, Leidenschaft und Kampfbereitschaft her sind wir auf dem richtigen Weg“, so das Fazit des Trainers.

Lörrach-Stetten: Halbzeittipp von Faik Zikolli zeigt Wirkung

Der TuS Lörrach-Stetten musste einmal mehr am Spieltag die Mannschaft umstellen. Nach der Absage von Muhamadou Krubally standen inklusive Ersatzkeeper Julian Häusel und Trainer Faik Zikolli im Spiel beim FC Hauingen gerade 13 Spieler bereit. Daher bat Zikolli den angeschlagenen Benny Schloz, sich bereitzuhalten. „Ich bringe dich nur, wenn es überhaupt nicht anders geht“, hatte Zikolli dem Spieler versichert. Der Notfall trat bereits nach 20 Minuten ein, als sich Patric Lauber verletzte und für Schloz ausgewechselt werden musste.

In einer zähen ersten Halbzeit konnte sich der TuS kaum einmal durchsetzen. „Ich habe gesagt: Ihr müsst euch mal ein Herz fassen und es aus der Distanz versuchen“, berichtete Zikolli von seiner Halbzeitansprache. Matthias Bader nahm den Rat an und erzielte ein Traumtor aus 20 Metern (54.). „Es war wie eine Erlösung“, sagte Zikolli, „danach lief alles viel einfacher.“ Mit einem 3:0-Erfolg im Gepäck kehrte der TuS aus Hauingen zurück. „Bemerkenswert, wie gelassen es die Jungs nehmen, dass wir Woche für Woche reagieren müssen“, lobte Zikolli.

Geduldige Murger verteidigen die Spitze – Albbruck verlangt Laufenburg II alles ab

Der SV Blau-Weiß Murg verteidigte mit dem 3:0-Heimerfolg über den SV Nöggenschwiel den Platz an der Sonne. „In der ersten Halbzeit haben wir es nicht gut gelöst“, befand Giuseppe Stabile, der Trainer des Spitzenreiters der Kreisliga A, Ost. „Der Gegner stand defensiv kompakt, und wir haben es zu oft durch die Mitte versucht.“ Die Folge war ein 0:0-Pausenstand. Stabile lobte die Geduld der Mannschaft: „Es war wichtig, nicht die Ruhe zu verlieren, selbst wenn das Publikum schon ungeduldig wurde.“ Die Einwechslungen von Cihangir Uyar, Adrian Sobczyk und Adrian Karle in der zweiten Halbzeit sollten sich bezahlt machen, waren zwei von ihnen doch an den Treffern beteiligt. „Das 3:0 war am Ende zu wenig, wir hätten das Ergebnis höherschrauben müssen“, fand Stabile, der im anstehenden Gastspiel beim FC Geißlingen nun die Auswärtsbilanz aufpolieren will. „Auswärts läuft es noch nicht so gut, wir sollten allmählich die Kurve finden.“

„Das 4:0 trügt etwas“, befand Alaa Eldin Atalla, der Trainer des SV 08 Laufenburg II, nach dem Heimsieg über Tabellenschlusslicht Albbruck. „Der Gegner hat uns alles abverlangt und nicht wie ein Tabellenletzter gespielt.“ Als Schlüsselszene betrachtete er eine Doppelchance für die Gäste unmittelbar nach Wiederanpfiff, als Torwart Nicklas Joachim beim Stand von 1:0 „überragend gehalten hat“. Erst in der Schlussphase zogen die Laufenburger gegen konditionell abbauende Gäste davon. Atalla stellte den dreifachen Torschützen Gabriel Dittmar und die Leistung von Co-Trainer Chris Mathis heraus, der auf dem Platz als verlängerter Arm und Führungskraft fungierte. Neben dem dritten Sieg „zu Null“ hob Atalla zusammenfassend hervor, dass seine Elf erstmals gegen eine kämpferisch eingestellte Mannschaft bestehen konnte: „Das war gut zu sehen: Wir können nicht nur schön spielen, sondern auch kämpfen, wenn es darauf ankommt.“

Grießen beendet die Serie des FC Bad Säckingen

Die Serie des FC Bad Säckingen hat ein unerwartetes Ende gefunden: Nach drei Spielen ohne Niederlage unterlag die Elf von Clemens Bauer beim bisherigen Tabellenzwölften FC Grießen mit 1:2. FCG-Trainer Jörg Ritter machte keinen Hehl daraus, dass der Sieg eher glücklich war: „Bad Säckingen war ein sehr spielstarker Gast, der es uns sehr schwer gemacht hat. Wir haben kaum in unser Spiel gefunden.“ Dennoch ging Grießen früh in Führung: Nach einem Standard konnte Gästekeeper Moritz Pfeifer den Ball nicht festhalten, und Simon Gysel brauchte nur noch einzuschieben.

Danach übernahm Bad Säckingen die Spielkontrolle und erspielte sich Chance um Chance, aber der glänzend aufgelegte FCG-Torwart Jonas Aich ließ nichts durchschlüpfen. Nur einmal musste er sich geschlagen geben, als Tolga Polat den überfälligen Ausgleich erzielte (66.). In der Nachspielzeit sorgte der eingewechselte Niklas Pälmke für die Entscheidung: Mit einem Sonntagsschuss überwand er Pfeifer zum 2:1. „Wenn es beim 1:1 geblieben wäre, hätten wir uns über den Punkt bestimmt nicht zu beklagen brauchen“, gestand Ritter. „Wir wollen so schnell wie möglich die Punkte für einen Platz im gesicherten Mittelfeld sammeln.“ Das Punktekonto gibt noch zu keiner Erleichterung Anlass, aber immerhin entwickelt sich der FC Grießen zum Favoritenschreck, denn schon Waldhaus hatte er vor zwei Wochen mit 1:0 besiegt.

Aufrufe: 027.9.2021, 20:25 Uhr
Jürg Schmidt (BZ)Autor