2026-05-15T09:36:57.455Z

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SV Bergfried sucht zum Saisonende wieder nach Stabilität

Eine Siegesserie von sechs Spielen, eine formstarke Offensive und Tabellenplatz sieben – der SV Bergfried Leverkusen erlebte einen furiosen Frühjahrs-Lauf. Zuletzt erfuhr der Höhenflug jedoch einen kleinen Dämpfer.

von RP / Luca Sekula · Heute, 15:12 Uhr · 0 Leser
– Foto: Andreas Bornewasser

Noch vor wenigen Wochen galt der SV Bergfried Leverkusen als das Überraschungsteam der Rückrunde in der Bezirksliga. Sechs Siege in Serie, spektakuläre Offensivauftritte und ein beeindruckender Sprung aus dem Tabellenkeller bis in die obere Tabellenhälfte hatten rund um den Verein für Euphorie gesorgt. Inzwischen ist die Dynamik jedoch etwas abgeflacht. Zwar ist der Klassenerhalt längst gesichert, doch nach dem furiosen Frühjahrs-Lauf befindet sich die Mannschaft von Trainer Stefan Müller inzwischen wieder in einer schwierigeren sportlichen Phase.

Nach Siegen gegen Schwarz-Weiß Köln, den FC Hürth II, Hoffnungsthal, Ford Niehl, Germania Zündorf und Rheinsüd Köln hatte sich Bergfried in einen regelrechten Spielrausch gespielt. Besonders offensiv präsentierte sich die Mannschaft damals wie verwandelt. 25 Tore in sechs Spielen unterstrichen eindrucksvoll die Entwicklung einer Mannschaft, die in der Hinrunde noch zu den offensiv schwächeren Teams der Liga gehört hatte. „Der entscheidende Punkt war die mannschaftliche Geschlossenheit und der Teamspirit“, hatte Müller inmitten des Höhenflugs erklärt. „Wir haben es geschafft, die Truppe seit der Winterpause in ein unglaubliches Kollektiv zu bringen.“ Spieler wie Jan Fromke, Till Juber oder Winterneuzugang Enes Yürük verliehen der Offensive plötzlich enorme Durchschlagskraft.

Furiose Ergebnisse in beide Richtungen

Gleichzeitig präsentierte sich die Mannschaft defensiv deutlich kompakter als noch in der Hinrunde. Doch nach dem 2:2 gegen den aktuellen Abstiegskandidaten TFC Köln, begann die Serie zu kippen. Es folgten das wilde 3:6 beim SV Frielingsdorf, die knappe Heimniederlage gegen Jan Wellem sowie zuletzt trotz des deutlichen 9:0-Erfolgs beim abgeschlagenen Schlusslicht SC Brühl auch das ernüchternde 0:3 zuhause gegen den Heiligenhauser SV.

Der existenzielle Druck des Abstiegskampfes ist verschwunden, die Spannung innerhalb einer langen Saison naturgemäß etwas schwieriger hochzuhalten. Gleichzeitig scheinen die enorm intensiven Wochen der Aufholjagd auch körperlich und mental Spuren hinterlassen zu haben. Dennoch bleibt die Gesamttendenz der Rückrunde bemerkenswert positiv. Der Klassenerhalt wurde frühzeitig gesichert, zwischenzeitlich arbeitete sich Bergfried sogar bis auf Rang sieben vor. Drei Spieltage vor Saisonende liegt die Mannschaft weiterhin auf einem starken siebten Tabellenplatz und besitzt noch realistische Chancen, Platz sechs anzugreifen. Müller selbst hatte zuletzt immer wieder betont, dass Demut trotz des Höhenflugs ein zentraler Bestandteil bleiben müsse. „Hochmut und Selbstherrlichkeit haben bei mir keinen Platz“, sagte der Trainer bereits während der Siegesserie.

In den verbleibenden drei Saisonspielen dürfte es vor allem darum gehen, die Entwicklung der vergangenen Monate nachhaltig zu bestätigen. Als Nächstes ist die Mannschaft am kommenden Montag (15.15 Uhr) bei der SpVg Rheindörfer Nord zu Gast.