
Bad Heilbrunn bleibt nach der Niederlage auf Rang zehn. Nur drei Punkte trennen das Team vom Abstiegs-Relegationsplatz.
Am Ende war der Außenseiter nach der erwarteten Niederlage fast ein wenig enttäuscht. Auch wenn die Fußballer des SV Bad Heilbrunn beim SV Planegg-Krailling keine Punkte fest eingeplant und verdient mit 1:3 (0:1) gegen den Bezirksliga-Zweiten verloren hatten, bedauert es Trainer Walter Lang ein bisschen, dass nicht mehr herausgesprungen ist.
„Wir haben die erste halbe Stunde torlos überstanden, mit ein bisschen Glück hätten wir sogar selbst vorlegen können.“ Doch letztlich setzte sich die spielerische Klasse der Gastgeber durch, die ihre Möglichkeiten konsequent nutzten, und mit schönen Spielzügen auf 2:0 vorlegten. Und auch nach dem Heilbrunner Anschlusstreffer nur kurz Hoffnung aufkommen ließen und mit dem 3:1 alles klar machten.
„Man kann auch nicht alles verteidigen“, räumt Lang ein. Er verließ sich wieder auf eine defensive Ausrichtung mit dem stark aufgelegten Thomas Pföderl und Sebastian Ammer als Pappritz-Ersatz vor der Dreier-Abwehrkette. Und tatsächlich hielten die Heilbrunner die Gastgeber am Sonntag erfolgreich vom Tor weg. Alihan Uzun im Tor reagierte zwei-, dreimal gut und hielt die Partie offen. Mehr noch: Zweimal Jonas Gall hatte die Heilbrunner Führung auf dem Fuß. Zunächst lupfte er den Ball erfolgreich über SVP-Torhüter Marijan Krasnic, aber auch neben das Tor. Später verpasste er Andre Tiedts Querleger, als der Ball knapp vor ihm aufkam. „Aber uns fehlt eben gerade die letzte Konsequenz im letzten Drittel des Spielfelds“, meint Lang.
Planegg war da deutlich effizienter, brachte vorwiegend über die Flügel unwahrscheinlich viel Druck auf den Heilbrunner Kasten. Und kurz vor der Pause setzte sich Planegg erneut über außen durch, ein Querpass, und Routinier Martin Bauer schloss eiskalt aus neun Metern zum 0:1 ab.
Und nach dem Wechsel nahm die Planegger Offensiv-Abteilung erneut Fahrt über den Flügel auf. Dieses Mal war es Dario Matijevic, der aus acht Metern ins kurze Eck vollstreckte. „Gut gemacht, muss man zugeben“, sagt Lang. Dafür gefiel ihm auch der Anschlusstreffer zum 1:2, den Andre Tiedt nach einem Eckball per Kopf erzielte. „Aber generell waren wir vorn zu ungefährlich.“ Da half es auch nichts, dass der Heilbrunner Coach später mit Dominik Hoch, Felix Gellner und Sebastian Rösch drei neue Offensivkräfte brachte. Mit Aldin Ahmetovics Treffer zum 3:1 war das Spiel gelaufen, die Punkte vergeben: an die Gastgeber.
Heilbrunn verharrt auf Rang zehn, nur noch drei Zähler oberhalb des ersten Abstiegs-Relegationsplatzes, den derzeit der SV Raisting belegt, der sich am Freitagabend etwas überraschend gegen den Dritten TSV Gilching durchgesetzt hat. „Wir müssen unsere Punkte woanders holen“, stellt HSV-Coach Lang klar. Zum Beispiel bereits am Donnerstag gegen den Tabellenvorletzten SV Ohlstadt. „Das ist ein erstes Endspiel.“