
Der SV Babelsberg 03 nutzt die unverhoffte Bühne eines Testspiels, um Haltung zu zeigen. Nach der witterungsbedingten Absage des Regionalligaspiels in Zwickau tritt der Regionalligist bei der U23 von Dynamo Dresden an und überzeugt über drei Spielabschnitte hinweg. Der 3:0-Erfolg ist mehr als ein Ergebnis – er ist ein Beleg für Fortschritt, Tiefe im Kader und wachsende Stabilität. Der Blick richtet sich nun auf den Pflichtspielstart im Jahr 2026.
Das heutige Testspiel in Dresden ist für den SV Babelsberg 03 eine Antwort auf äußere Umstände. Nach der Absage des Regionalligaspiels beim FSV Zwickau wird kurzfristig getestet – und die Mannschaft von Trainer Johannes Lau nimmt diese Aufgabe an. Gespielt wird über drei Mal 35 Minuten gegen die U23 von Dynamo Dresden aus der Sachsenliga. Der Rahmen ist besonders, die Anforderungen sind es ebenfalls.
Das erste Drittel verläuft ausgeglichen. Beide Teams kommen zu Torchancen, das Spiel ist offen, intensiv und von hohem Tempo geprägt. Babelsberg zeigt Präsenz, bleibt strukturiert und sucht aktiv den Weg nach vorn, ohne die Balance zu verlieren. Noch fallen keine Tore, doch die Grundlage für den weiteren Verlauf wird gelegt.
Im zweiten Drittel steigert sich Babelsberg deutlich. Die Abläufe greifen besser, das Positionsspiel wird klarer, der Druck nimmt zu. Diese Phase mündet folgerichtig in der Führung. Linus Queißer erzielt das 1:0 und verleiht dem Auftritt Richtung und Sicherheit. Der Treffer ist Ausdruck einer Leistungssteigerung, die sich nun auch im Ergebnis widerspiegelt.
Zum dritten Drittel folgt ein umfassender Wechsel. Auf zehn Positionen wird rotiert, ohne dass der Spielfluss abreißt. Im Gegenteil: Babelsberg erhöht weiter die Schlagzahl. George Didoss trifft zum 2:0, Alexander Georgiadi legt das 3:0 nach. Trotz mehrerer ausgelassener Torchancen bleibt die Defensive stabil. Die Null steht, getragen von Konzentration und Ordnung bis zum Schluss.
Der Sieg ist verdient. Er basiert auf einer klaren Steigerung nach dem ersten Drittel, auf Tiefe im Kader und auf der Fähigkeit, auch nach vielen Wechseln Struktur zu bewahren. Das Testspiel liefert sichtbare Entwicklungsschritte und Selbstvertrauen – ohne Überhöhung, aber mit Substanz.
Mit dem Abpfiff richtet sich der Blick unmittelbar nach vorn. Denn der eigentliche Fokus liegt auf dem Pflichtspielstart im neuen Jahr. Nachdem das Spiel in Zwickau abgesagt wurde, steht nun das erste Regionalligaspiel 2026 an. Am Sonntag, 8. Februar, empfängt der SV Babelsberg 03 um 14 Uhr die BSG Chemie Leipzig im Karl-Liebknecht-Stadion.
Der Gegner bringt Tradition, Wucht und Intensität mit. Für Babelsberg wird es darum gehen, die im Test gezeigten Elemente in den Ligaalltag zu übertragen. Stabilität über 90 Minuten, Konsequenz in den entscheidenden Momenten und die Fähigkeit, Chancen zu nutzen, stehen im Mittelpunkt. Das Spiel gegen Dresden hat gezeigt, dass die Mannschaft bereit ist, Verantwortung zu übernehmen und Entwicklung anzunehmen.
Der Ligaauftakt ist mehr als ein Datum im Kalender. Er markiert den Übergang von der Vorbereitung in den Wettbewerb, von Erkenntnissen zu Ergebnissen. Babelsberg geht diesen Schritt mit Rückenwind aus Dresden, aber auch mit dem Bewusstsein, dass Testspiele keine Punkte bringen.
Der SV Babelsberg 03 hat die Unterbrechung sinnvoll genutzt. Der Sieg in Dresden ist ein starkes Signal – nicht laut, aber klar. Nun folgt der Ernstfall. Gegen Chemie Leipzig beginnt das Regionalligajahr 2026, getragen von einer Leistung, die gezeigt hat, wohin die Entwicklung weist.