Heute präsentiert FuPa den derzeitigen Führenden in der Torjägerliste der A-Klasse Ost, Rene Albrecht vom SV Altenstadt/Vohenstrauß.
Heute präsentiert FuPa den derzeitigen Führenden in der Torjägerliste der A-Klasse Ost, Rene Albrecht vom SV Altenstadt/Vohenstrauß. – Foto: Dagmar Nachtigall

„Den Aufstieg haben wir fest im Visier“

Vom Gegner gefürchtet, für die eigene Mannschaft Gold wert. FuPa stellt die Torjäger unserer Region vor. Heute stellen wir Rene Albrecht vom SV Altenstadt/Vohenstrauß vor.

Heute präsentieren wir Rene Albrecht vom SV Altenstadt/Vohenstrauß, der momentan mit seiner Elf auf dem 1. Patz in der A-Klasse Ost verweilen darf und mit einem Punkt Vorsprung auf den TSV Püchersreuth und 2 Punkte auf den VfB Rothenstadt, noch ein „heißes Frühjahr“ bevorstehen wird. Rene Albrecht ist kein Unbekannter im Kreis Amberg/Weiden. Denn seit Jahren ist er im vorderen Bereich der Torjägerliste seiner Klasse ein fester Bestandteil, und für den SV Altenstadt/Vohenstrauß kaum zu ersetzen. Im Saisonjahr 2013/14 konnte er mit seinem Verein von der A-Klasse in die Kreisklasse Ost aufsteigen und erzielte hier bei 25 Einsätzen 30 Toren. Nun ist er bei 19 Spielen in der laufenden Saison angelangt und mit den bereits erzielten 26 Treffern könnte ein neuer persönlicher Tor-Rekord vor der Türe stehen. Vielleicht ist es auch ein gutes Omen für den angestrebten Wiederaufstieg in die Kreisklasse.

Wo und in welchem Alter hast Du denn mit dem Fußball begonnen? Warst du schon in den Anfängen ein so treffsicherer Schütze?

Rene Albrecht (SV Altenstadt/Voh.): Beim Sportverein Altenstadt/Vohenstrauß habe ich mit 6 Jahren das Spielen begonnen. Im jüngeren Alter gab es zwar Spielpositionen, die wurden aber meistens nicht eingehalten. Da geht es zu wie im Hühnerstall. Ich habe bestimmt den ein oder anderen Treffer erzielt, wenn auch mal in das eigene Tor. Selbst dann wird gejubelt.


Reden wir über die Gegenwart. Was gefällt dir an deinem Verein ganz besonders, was zeichnet ihn besonders aus?

Der familiäre Umgang und Zusammenhalt miteinander steht bei uns an oberster Stelle und macht uns aus. Das ist für mich bei einem Vereinsleben besonders wichtig.


Welches Saisonziel hast du Dir für die aktuelle Saison persönlich und für Deine Mannschaft gesetzt?

Für die Mannschaft natürlich den sofortigen Wiederaufstieg in die Kreisklasse. Und dazu möchte ich mit meinen Toren beitragen.


Du bist Goalgetter, da werden sicher auch Vereine aus höheren Klassen auf dich aufmerksam. Hat es Angebote gegeben und warum hast du dann doch deinem Verein die Treue gehalten?

Ja, es gab ein paar Angebote. Da ich aber beim SVA in der Vorstandschaft tätig bin und mir der Verein sehr am Herzen liegt, stand für mich ein Wechsel nicht im Raum.


Gibt es ein Vorbild unter den ehemaligen oder aktuellen Torjägern für Dich?

Gerd Müller, die Leistung, die er damals gebracht hat war phänomenal. Seine Rekorde sind bis jetzt immer noch unerreichbar.


Was war Dein größter sportlicher Erfolg und was war deine größte sportliche Niederlage?

Mein größter Erfolg war ganz klar der Aufstieg mit dem SVA in die Kreisklasse 2014. Der Zusammenhalt und die Motivation der Mannschaft während der kompletten Saison war überragend. Mich motivierte damals unter anderem die Wette mit Sebastian Lehner (Abteilungsleiter) um 30 Liter Bier, wenn ich 30 Tore schaffe. Bei der AbschIußfeier spendierte er das Bier und ich konnte mit 30 Toren meinen Beitrag zum Aufstieg leisten. Die größte Niederlage war leider der bittere Gang in die A-Klasse 2019. Im letzten Spiel verloren wir das Derby gegen den FSV Waldthurn.


Welches Ritual hast Du vor einem Spiel?

Ich laufe immer als Letzter aufs Feld und habe schon immer die Rückennummer 5.


Wo ist das unangenehmste Auswärtsspiel und warum?

Beim SV Störnstein. Ich glaube wir haben dort noch nie gewonnen. Ich kann es mir nicht erklären, ob es am Platz oder einfach immer nur an uns liegt.


Wer ist der Kabinen-DJ bei Euch im Team und wie ist die Musik?

Florian Frank und Dennis Krämer sind die Kabinen-DJs. Überwiegend wird Deutsch-Rap gespielt, manchen gefällts, aber für mich eine Katastrophe. Musikwünsche werden aber auch akzeptiert.


Wenn Du Bundestrainer wärst: Welchen Mitspieler würdest Du für die Nationalmannschaft nominieren und warum?

Definitiv Sebastian Kurzka. Sein Auge und seine Pässe sind schneller als ich laufen kann. Einen solchen Überblick in diesen jungen Jahren zu haben ist brutal stark und gibt es ganz selten.

Was sagst Du zum Coronavirus?

Mit diesem Virus hat keiner gerechnet. Man muss einfach aktuell das Beste aus der Situation machen, viel ändern können wir momentan leider sowieso nicht.


Wie nutzt du die freigewordene Zeit am liebsten? Wie sieht dein aktueller Alltag mit der derzeit schwierigen Situation aus?

Da ich mit meiner Frau ein Haus gekauft habe konnten wir die freie Zeit nutzen, um unseren Garten neu zu gestalten. Außerdem gibt es immer genügend Arbeit, ob zuhause oder am Fußballplatz. Aber auch zu einem gemütlichen Tag zuhause auf der Couch sage ich nicht nein.


Was darf in deinem Kühlschrank nicht fehlen?

Mein Haus- und Hoflikör, der Kümmel und Kinder Maxi King müssen stets im Kühlschrank vorhanden sein.


Schlager, Klassik, Techno oder andere Musikrichtung?

Ich höre überwiegend Rockmusik, aber eigentlich auch jede andere Musikrichtung, außer die von unseren Kabinen-DJs.


Mit welchem Sportler würdest Du gerne mal einen Kaffee oder ein Bierchen trinken?

Mit Mario Basler. Seine Sprüche auf Sport 1 Fantalk und Doppelpass sind einfach klasse. Mich würde interessieren, ob er privat auch so tickt wie er sich im Fernsehen gibt.


Wie sieht für Dich der perfekte Abend aus?

Das ist ganz einfach. Zuhause auf der Couch mit einem Bierchen und mit meiner Frau zusammen Fußball schauen. Da das aber nicht oft der Fall ist, gehe ich in mein zweites Zuhause, unserem Sportheim und schaue dort zusammen mit meinen Freunden Fußball.


Was vermisst Du derzeit am meisten?

Ist es schwierig, auf Fußball zu verzichten? Am meisten vermisse ich die gemeinsame Zeit nach den Trainings oder nach den Spielen mit den ganzen Chaoten. Ich glaube, dass es für die Jüngeren von uns wesentlich schwerer ist auf Fußball zu verzichten als für mich. Ich gehöre mit meinen fast 30 Jahren schon zur älteren Generation unseres Teams.


Wie beurteilst Du die Entscheidung, die Saison nicht abzubrechen? Gab es denn eine andere Wahl?

Die Entscheidung ist uns im Prinzip vom BFV vorgegeben worden. Es stand nie fest, was bei einem Abbruch passieren würde. Kein Aufsteiger? Kein Absteiger? Oder wird die Saison annulliert? Wäre dies klarer geregelt worden hätte man vielleicht anders entschieden. Durch diese Entscheidung wollte meiner Meinung nach der BFV vermutlich Klagen abwenden. Aber es ist sowie es ist und damit kann ich auch gut leben.


Denkst Du, dass wir nach der Krise wieder normal Fußball spielen werden oder verändert sich etwas in der Gesellschaft, wo auch der Fußball nicht mehr derselbe sein wird?

Ich bin ganz zuversichtlich, dass wir nach der Krise wieder unseren normalen Fußball spielen können. Ich hoffe, dass auch die älteren Fans die Spiele auf den Plätzen wieder besuchen werden.


Dein ganz persönlicher Wunsch für die kommende Zeit?

Gesund bleiben und wieder ein normales Leben, wie vor der Krise, führen. Virenfrei.

Aufrufe: 019.12.2020, 13:00 Uhr
Uwe SelchAutor

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