Foto: Fischer/cwa
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Die Null das nächste Ziel

Strube im FuPa-Interview der Woche +++ SV 98 als Vierter nur vier Punkte vor der Relegation

Der SV 98 Schwetzingen liegt momentan auf dem vierten Tabellenplatz mit vier Punkten Vorsprung auf den kommenden Gegner SG HD Kirchheim. Die SGK belegt gleichzeitig den Relegationsrang gegen den Abstieg. Im FuPa-Interview der Woche spricht Schwetzingens Trainer Jürgen Strube über die Ausgeglichenheit der Liga, sein erstes Jahr als Cheftrainer und die Hoffnung auf das erste Zu-Null-Spiel.

Herr Strube, nach elf Punkten aus den vergangenen fünf Partien habt Ihr in der Tabelle einen Sprung bis auf Rang Vier gemacht. Wie fällt ihr Fazit zu dieser Phase und zum bisherigen Saisonverlauf aus?

Jürgen Strube: Momentan läuft es ganz gut. Wir haben gut angefangen mit zwei Siegen und zwei Unentschieden, danach hatten wir eine Schwächephase mit drei Niederlagen. Es ist genug Qualität in der Mannschaft und ich habe mir keine Sorgen gemacht, dass wir nach der schwachen Phase in zurück in die Erfolgsspur finden.

Warum läuft es gerade jetzt so gut?

Strube: Im Fußball gehört immer mal ein Qäuntchen Glück dazu. Das kann man sich auch erarbeiten. Die Spiele davor gegen Walldorf und in Durlach-Aue hätten wir auch gewinnen können.

"Zeugt von Qualität, wenn man die Spiele noch dreht"

Wo sehen Sie noch Verbesserungspotenzial?

Strube: Wir haben in den zwölf Spielen nicht einmal zu Null gespielt und sind in elf von zwölf Spielen in Rückstand geraten. Das habe in fast 20 Jahre als aktiver Fußballer nicht erlebt. Das zeugt von Qualität, wenn man Spiele immer noch drehen kann. Wenn man immer wieder in Rückstand gerät, ist das aber auch für die Psyche anstrengend. Wir müssen einfach versuchen nicht jedes Mal in Rückstand zu geraten.

An der Tabellenspitze stehen trotz der Niederlagen vom vergangenen Wochenende der SV Sandhausen II und der 1.CfR Pforzheim. Erwarten Sie wie so viele Experten einen Zweikampf zwischen diesen beiden, oder kann es noch eine Überraschungs-Mannschaft geben, die mit um den Aufstieg kämpft?

Strube: Ich denke, wenn alles normal läuft bleiben die beiden Vereine vorne. Man muss auch die Winterpause abwarten, wenn danach die entscheidenden Spiele im Frühjahr kommen.

Die Liga ist generell noch ausgeglichener als letztes Jahr, da die Dichte größer geworden ist. Wenn du zweimal gewinnst oder zweimal verlierst kann das fünf, sechs Plätze in der Tabelle ausmachen.


Björn Weber (r.) hat letztes Wochenende gegen die Waldhof-Reserve beim 2:1-Erfolg einen Doppelpack erzielt. Foto: Fischer

Euer Saisonziel lautete vor Saisonbeginn „Platz 5“. Daran wird sich in naher Zukunft wohl auch nichts ändern?

Strube: Natürlich. Wir waren letztes Jahr Sechster nach einer schwierigen Saison mit Trainerwechsel etc. Davor waren wir Zweiter und Dritter. Die Zielsetzung sollte sein besser als letztes Jahr abzuschließen.

Für Sie persönlich neigt sich das erste Jahr als verantwortlicher Trainer beim SV 98 dem Ende entgegen. Lief alles so wie erwartet, oder haben Sie sich diese Aufgabe und den eventuell auch hohen Druck anders vorgestellt?

Strube: Ich war ja fünf Jahre lang Co-Trainer bei Volker Zimmermann und kenne die Mechanismen innerhalb des Vereins. Ich bin hier groß geworden und seit 38 Jahren Mitglied. Mit diesem ersten Jahr bin ich zufrieden, da wir auch tabellarisch voll im Soll sind.

Das wichtigste Spiel vor der Winterpause

Am Samstag müsst ihr zur SG HD Kirchheim zum Derby. Die Kirchheimer liegen als Zwölfter acht Plätze aber lediglich vier Punkte hinter euch. Was für ein Spiel erwarten Sie?

Strube: Es wird ein schweres Spiel, da ja alle Mannschaften so dicht zusammen sind. Da wir nächste Woche spielfrei sind, wird es ein ganz wichtiges Auswärtsspiel. Ich habe auch zu der Mannschaft gesagt, das es mit das wichtigste Spiel bis zur Winterpause ist. Mit einem Sieg könnten wir uns etwas oben festsetzten.

Grundsätzlich richte ich mich nicht nach dem Gegner. Meine Fußball-Philosophie sieht so aus, dass man immer nur so gut ist, wie es der Gegner zulässt. Gerade jetzt wenn es in den Winter reingeht, ist es oft schwierig aufgrund der Platzverhältnisse guten Fußball zu spielen.

Wie sieht die aktuelle personelle Lage bei Euch aus. Wer schlägt sich mit welchen Verletzungen herum?

Strube: Personell sieht es momentan relativ schlecht aus und das schon seit zwei bis vier Wochen. Steffen Kohl (Muskelfaserriss), Daniel Zimmermann (Lauftraining), Michael Bitz (Zerrung) und Michael Stumpf (Innenband) fallen definitiv aus. Dazu haben wir noch ein, zwei angeschlagene Spieler, bei denen ich nicht weiß wie es aussieht. Im Training sind momentan 13,14 gesunde Feldspieler, da müssen wir gucken, dass sich sonst keiner mehr verletzt.

387 Aufrufe5.11.2014, 10:43 Uhr
bzAutor

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