2026-03-25T14:09:28.761Z

Allgemeines

SV 22 Zwiesel: Jugendboom und ein neuer Spielertrainer

Der Ex-Ruhmannsfeldener Dominik Weinberger bildet kommende Saison gemeinsam mit Florian Schrepel ein Spielertrainer-Duo

von Thomas Seidl · Heute, 12:10 Uhr · 0 Leser
Von links nach rechts: Tobias Simmeth, Elia Kiesewetter, Dominik Weinberger, Florian Schrepel
Von links nach rechts: Tobias Simmeth, Elia Kiesewetter, Dominik Weinberger, Florian Schrepel – Foto: Verein

Nach einer schwachen Vorsaison und zwei turbulenten Transferperioden blickt der SV 22 Zwiesel mit frischer Energie und großen Ambitionen nach vorne. In der aktuellen Spielzeit rangiert das Team derzeit auf Platz zwei der A-Klasse Regen und mischt damit voll im Meisterschaftsrennen mit.

Für die kommende Saison wurden unabhängig vom Saisonausgang bereits entscheidende Weichen gestellt: Torjäger Florian Schrepel (28) bleibt den Glasstädtern treu und übernimmt künftig als Trainer das sportliche Kommando. Unterstützt wird er als gleichberechtigter Trainer von Dominik Weinberger (24), einem echten SV-Eigengewächs. Weinberger erlernte das Fußballspielen im Rotwald und durchlief im Anschluss nahezu die komplette Jugend des ASV Cham. Zudem sammelte er bei der SpVgg Ruhmannsfelden bereits Bezirksliga-Erfahrung. Aktuell trainiert er die SpVgg Zwieselau – und ist gemeinsam mit Youngstar Elia Kiesewetter (17) einer der ersten Sommertransfers der Rotwälder.

"Mir war es nach der letzten Saison wichtig, auf dieser Position frühzeitig Planungssicherheit zu haben. Die Verlängerung und Beförderung von Flo Schrepel war dabei unser größtes Ziel. Er übernimmt als Co-Trainer jetzt schon wichtige Aufgaben und genießt bei uns hohes Ansehen. Sportlich ist er für uns natürlich eine echte Torgarantie“, so der aktuelle Trainer und sportliche Leiter Tobias Simmeth, der auch gerne mit dem momentanen Assistenzcoach Manfred Zaglauer weitergearbeitet hätte. "Mane hat für unsere sportliche Situation einen ebenso wichtigen Anteil und absolviert aktuell die C-Lizenz. Leider konnten wir uns nicht auf eine Verlängerung einigen. Daher mussten wir erneut auf die Suche gehen – und mit Dominik Weinberger ist uns ein absoluter Top-Transfer gelungen. Als Spieler soll er unsere Defensive stabilisieren, als Trainer bringt er bereits erste Erfahrungen mit. Mit Flo und ihm sehen wir uns auf dieser Position hervorragend aufgestellt."

Nach dieser Saison endet auch die Traineramtszeit von Tobias Simmeth, der im Sommer interimsweise übernommen hatte. Künftig wird er sich wieder verstärkt auf seine Aufgaben als sportlicher Leiter konzentrieren. "Grundsätzlich macht mir das Ganze Spaß, vor allem da wir eine erfolgreiche Saison spielen. Allerdings macht es langfristig keinen Sinn, mehrere Posten gleichzeitig zu betreuen. Das ist weder für mich, noch für den Verein gesund. Nach der Saison kann und werde ich mich wieder ausschließlich auf die Aufgaben in der Sparte konzentrieren – und da haben wir dank unserer Jugendabteilung mächtig Arbeit vor uns", informiert Simmeth.

Zur neuen Saison wird der SV Zwiesel voraussichtlich eine eigenständige A-Jugend, eine B-Jugend sowie zwei C-Jugendteams stellen können. Insgesamt umfasst der Nachwuchs damit rund 60 Kinder der Jahrgänge 2008 bis 2013. Vier Jugendspieler sind ab Sommer bereits für den Herrenbereich spielberechtigt, ebenso Neuzugang Elia Kiesewetter (17), der seine gesamte Ausbildung beim TSV Regen durchlaufen hat. "Das ist der Weg, den wir gehen möchten. Wir wollen unsere Jugendspieler so früh wie möglich in den Herrenbereich einbinden“, erklärt Simmeth und führt weiter aus: "Seit fast sechs Jahren haben wir keinen einzigen Jugendspieler mehr halten oder rausbringen können – jetzt sprechen wir von mehr als 60 im gleichen Zeitraum. Das sind unglaubliche Zahlen, mit denen wir im Landkreis wahrscheinlich weit an der Spitze dastehen. Jetzt liegt es an uns, daraus das Maximum herauszuholen.“

Dazu gehöre auch, im Herrenbereich den nächsten sportlichen Schritt zu machen. Für die kommende Saison seien noch zwei bis drei Transfers geplant. "Spätestens 2027 wollen wir nicht mehr in der AKlasse spielen“, so Simmeth.