– Foto: Sportfotografie Brückner

SV 09 Staßfurt und die Verbandsligisten: "Die scheinen uns zu liegen"

Landespokal +++ Zum dritten Mal in Folge schaltet der Landesligist einen höherklassigen Gegner aus

Von Tobias Zschäpe (Volksstimme)

Landesligist SV 09 Staßfurt hat auch den dritten Landespokalfight gegen einen höherklassigen Gegner erfolgreich beendet. Im Heimspiel gegen Verbandsligist SSV 80 Gardelegen setzten sich die Bodestädter mit 3:2 (1:0) durch und stehen in der Runde der besten acht Mannschaften.

Wie genau sich die Staßfurter Verantwortlichen auf den Gegner vorbereitet hatten, zeigte ein Blick auf die Schlussphase der Partie. „Sie geben sich nicht auf, auch wenn die kurz vor dem Ende mit zwei Toren in Rückstand liegen“, hatte Patrick Stockmann, Co-Trainer des SV 09, vor der Partie prophezeit. Und genau so sollte es auch kommen. Nach dem Anschlusstreffer in der vierten Minute der Nachspielzeit, wäre den Gästen fast noch in allerletzter Sekunde der Ausgleich gelungen, doch die zuvor herausgeschossene Drei-Tore-Führung hielt dem letzten Anrennen der Altmärker schließlich doch Stand.

Kuriose Szene vor der Staßfurter Führung

Ein Fünf-Tore-Spektakel hatte sich in den ersten 45 Minuten gar nicht angedeutet. An Chancen für Gardelegen kann sich Stockmann vor der Pause gar nicht erinnern, aber auch seine eigene Mannschaft blieb oft zu ungefährlich. So bedurfte es einer kuriosen Situation in der Nachspielzeit der ersten Hälfte, für die Staßfurter Führung. „Gardelegens Torwart hatte einen Ball abgefangen und wollte ihn aus der Hand abschlagen. Dabei verließ er aber wohl den Strafraum, was von unserer Bank niemand gesehen hatte, der Linienrichter aber angezeigt hat“, erzählt Stockmann. Den fälligen Freistoß verwandelte Robert Lampe zum 1:0-Pausenstand.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich nicht viel am Spielverlauf. Der SSV war griffiger, aber weiterhin zu ungefährlich vor dem gegnerischen Tor. Ganz anders die Staßfurter, bei denen der stark aufspielende Kapitän Dustin Abresche kurz nach Wiederanpfiff drei gegnerische Abwehrspieler stehen ließ und auf Amon van Linthout ablegte, der den Spielstand auf 2:0 (50.) erhöhte. Selbst die Rote Karte für Marc Burdack brachte 09 nicht aus dem Konzept. „Wir mussten ein bisschen umstellen“, blickte Stockmann zurück. Dennoch blieb sein Team auch in Unterzahl am Drücker. Das 3:0 von Abresche (70.) aus 20 Metern schien die Gastgeber dann endgültig auf die Siegerstraße zu bringen.

Gardeleger Ausgleichstreffer zählt nicht

Doch die Gäste gaben sich nicht auf, versuchten – wie von Stockmann vorhergesagt – bis zur letzten Minute alles und kamen so auf zum 3:1. Ein „blödes Gegentor“, wie Stockmann mit Blick auf die Entstehung befand. Doch anschließend schwächten sich die Gäste mit einer Roten Karte ihrerseits selbst, so dass es für beide Teams zu zehnt in die letzten Minuten ging.

In diesen spielten die Gäste weiter mutig nach vorn, ohne aber die nötige Torgefahr auszustrahlen. Das änderte sich erst in der vierten von fünf angezeigten Nachspielminuten mit dem Anschlusstor von Florian Scheinert. „Danach machen sie sogar noch ihr drittes Tor, aber wieder müssen wir uns beim Linienrichter bedanken. Bei der Ecke, die zum Tor führte, war der Ball wohl im Aus“, berichtet Stockmann. Der Treffer zählte nicht und es blieb beim knappen, aber nicht unverdienten Sieg für Staßfurt. „Glück muss man sich auch verdienen und das hat die Mannschaft getan“, so Stockmann.

Für die nächste Runde hofft er nun entweder auf ein Derby mit Union Schönebeck, die den 1. FC Zeitz mit 4:1 (3:1) aus dem Wettbewerb warfen, oder einen weiteren Verbandsligisten. „Die scheinen uns zu liegen“, lacht Staßfurts Co-Trainer.

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Aufrufe: 021.11.2022, 00:05 Uhr
Tobias Zschäpe/VolksstimmeAutor