Silke Koslowski: Als Notgroschen auch mal Schmerzen in Kauf nehmen

SuSV Heinbockel Frauen: 1. Kreisklasse Stade/Harburg

In unserer FuPa Stade Portraitreihe geht es weiter mit Silke Koslowski vom SuSV Heinbockel, die per Zweitspielrecht auch beim TSV Großenwörden zu finden ist. Beim Beantworten der Fragen hatte die stets lustige, zweifache Mutter, anscheinend viel Spaß.

1. Name? Alter? In welcher Mannschaft spielst/trainierst du aktuell?

Silke Koslowski (43) so alt, dass die Schiedsrichter/*innen mein Geburtsjahr nicht mehr abfragen.

2. Welche Position/Spielklasse?

Klassische 5 in Großenwörden. Auch da bin ich die Älteste und dann ist es nicht mehr mit Mittelfeld. Da muss man zu viel laufen. In Heinbockel Notgroschen. Wenn jemand gebraucht wird, bin ich einsatzbereit. Nur im Tor nicht unbedingt einzusetzen. Heinbockel 1. Kreisklasse Nord.

3. Seit wann spielst du Fußball? Wo hast du bislang gespielt?

Ich spiele seit ich 18 bin und meine eigenen Entscheidungen treffen durfte und gehörte zur Truppe von Manfred Goofy Koslowski (nicht verwandt oder verschwägert) in Burweg. Damenmannschaft, anschließend in Burweg Ü30 , teilweise zusammen mit Oste/Oldendorf. Seit Gründung der Ü30 in Großenwörden kicke ich dort gegen den Ball mit der Zweitspielberechtigung. Seit 2020 in Heinbockel, meinem Zuhause und Herzensverein. Bockel eben.

4. Hast du ein sportliches Vorbild und warum?

Sabrina Mockenhaupt. Weil sie immer positiv ist und es scheint, sie hat bei allem was sie tut, Spaß. Und ich es wichtig finde, Spaß zu haben, auch wenn man sich quält und den Schweinehund überwinden muss.

5. Wer ist dein größter Fan?

Ich denke, meine Kinder und ich hoffe, ich kann ein Vorbild für sie sein, auch wenn sich beide nicht wirklich für Fußball interessieren.

6. Welche sportlichen Ziele hast du noch für dich persönlich und mit deiner Mannschaft?

Persönlich für mich wünsche ich mir, dass die Knochen durchhalten und ich noch ein bisschen Fußball spielen darf. Für die Mannschaft in Heinbockel wünsche ich mir, dass wir da weitermachen können, wo wir aufgehört haben. Wir sind mitten in der Corona-Zeit gestartet und waren auf einem guten Weg zusammen zu wachsen. Wie es aussieht, wenn wir wieder auf den Platz dürfen, wissen wir nicht. Wir arbeiten aber jede Woche daran, als Mannschaft zusammen zu halten, indem wir via Challenges und Tabata uns weiterhin sportlich fit halten.

7. Besitzt du besondere Stärken als Mensch und/oder Fußballer?

Meine besondere Stärke neben dem Platz ist meine Disziplin (die ich allerdings oft auch von anderen erwarte), Organisationstalent und Zuverlässigkeit. Als Fußballerin mein Durchhaltevermögen und Durchsetzungsvermögen. Ich nehme schon Mal Schmerzen in Kauf.

8. Was war deine beste/interessanteste Trainingsabsage?

Nicht meine, aber mein absoluter Favorit: Der Hund meiner Mutter kotzt. Ansonsten wird Training nur abgesagt, wenn ich einen triftigen Grund habe.

9. Wie sollte man mit dir nach einer Niederlage umgehen? Bist du ansprechbar?

Das kommt darauf an, wie die Niederlage zustande gekommen ist. Aber ich bin eher die, die Leistung anerkennt und versuche, die Stimmung in der Kabine trotz allem hoch zu halten. Mit lauter Musik und unter der Dusche MUSS gesungen werden!!

10. Welche drei Dinge würdest du mitnehmen auf eine einsame Insel?

Meine Familie als „Ding“ zu bezeichnen? Aber ja, nicht ohne meine Familie. Mit den Dreien wird es nie langweilig.

11. Was machst du beruflich?

Ich leite ein kleines Familienunternehmen mit 2 Mädchen und Ehemann. Nebenbei arbeite ich als Vertrieblerin in Stade in einem mittelständischen Unternehmen.

12. Hat deine sportliche Motivation durch Corona gelitten?

Auf keinen Fall. Sobald wir wieder dürfen, bin ich da. Bis dahin halte ich mich mit Online-Sport und Laufen fit.

13. Meinst du, dass die nächste Saison zur gewohnten Zeit beginnen kann/sollte? Warum?

Ich hoffe und gehe davon aus, dass wir im September die Saison wieder starten. Unbedingt! Wir sollten wieder raus und uns sportlich betätigen! Und auch wieder andere Menschen treffen. Das gilt für Kinder, aber auch für Erwachsene. Es ist nachgewiesen, dass eine Corona-Ansteckung an der frischen Luft so gut wie unmöglich ist. Und wenn wir vorsichtig sind und uns alle an die Hygiene-Konzepte halten, spricht nichts dagegen, dass wir wieder kicken dürfen.

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Wer an der Umfrage teilnehmen möchte, kann sich die Fragen unter fupa_brunsch@tageblatt.de abrufen!

Aufrufe: 016.5.2021, 14:00 Uhr
Michael BrunschAutor

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