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SV Eidinghausen-Werste: Mit Traumtoren zum Sieg

Kurnaz und Maita eröffnen den SVEW-Torreigen spektakulär. Bisschen zittern nach der Pause. Bei Kontern zu schlampig.

Sie sind wieder bei der Musik dabei. Mit einem lauten „Jaaaaa“ schrien viele SVEW-Fans ihre Freude in die dunkle Werster Nacht. Und die Spieler sowie das Trainerteam von Fußball-Landesligist SV Eidinghausen-Werste bejubelten den so eminent wichtigen und auch verdienten 4:2-Heimsieg gegen den SuS Bad Westernkotten. SVEW-Trainer Petar Slavov war stolz auf seine Jungs: „Die Mannschaft hat eine Reaktion gezeigt, ihr Herz auf dem Platz gelassen.“

Nach dem desolaten Defensivauftritt beim 1:5 gegen Neuenbeken waren die SVEW-Kicker diesmal meist präsent in den Zweikämpfen, gab es nur wenige Zittermomente, die das Team aber mit dem diesmal nötigen Spielglück schadlos überstand. Und das Zittern in der Schlussphase der Partie hätte sich die SVEW allerdings ersparen können, wenn es die eine und andere hochkarätige Möglichkeit im zweiten Spielabschnitt nach Kontern in Tore umgesetzt hätte. Allein zwei Mal agierte der Gastgeber nach Kontern bei Zwei-zu-Eins-Überzahlspiel zu schlampig im Passspiel. Mit zwei Traumtoren schoss sich die SVEW in der dominant geführten ersten Halbzeit hoch verdient in Führung: Erst hämmerte Atakan Kurnaz den Ball nach Pass von Mathis Lampe aus 17 Meter unter die Unterkante der Latte (5.) und später (32.) schlenzte Luca Maita das Spielgerät per direktem Freistoß zentral aus 18 Meter über die Abwehrmauer ins Tornetz. Weitere gute Torchancen boten sich Jason Spölgen (10.) und Sven Redetzky (26.). In der Schlussphase der ersten Halbzeit leistete sich die SVEW aber zu viele Aussetzer in der Defensive, hatte erst Glück nach einem Schuss von Philipp Köster (40.), doch dann bestrafte der gleiche Spieler in der Nachspielzeit einen Schnitzer mit dem 2:1. Es war wieder alles offen.

Der Gäste-Trainer beorderte nach der Pause den körperlich starken und großgewachsenen Lukas Cramer aus der Viererkette in die Sturmspitze und das SuS-Team drückte die SVEW phasenweise mit Pressing und langen hohen Bällen oft in deren eigene Hälfte zurück. Bei den hohen Bällen war aber Kapitän Cedric Schröder der König der Lüfte, räumte fast alles weg. Die Gäste kamen zu sehr guten Chancen in der 51. Minute (Schröder klärte vor der Torlinie), 65. Minute per Freistoß (Ball flog um Zentimeter am Pfosten vorbei) und 66. Minute (Torwart Leon Großkelwing reagierte super). Aber die SVEW befreite sich immer wieder aus der Umklammerung und erspielte sich auch Torchancen durch Redetzky (50., 57.) und musste bei den vorhin erwähnten zwei Kontern in Überzahl frühzeitig den Deckel drauf machen auf dieses Spiel.

Top herausgespielt waren das 3:1 von Jason Spölgen, der sich nach Pass von Lampe beim Laufduell auf der linken Seite exzellent durchsetzte, und das 4:2 von Finn-Kristian Fischer per Abstauber nach zuvor einem Lattentreffer von Semih Yilmaz. Sekunden davor dribbelte sich Kurnaz rechts überragend gleich an mehreren SuS-Spielern vorbei und passte auf Yilmaz. Das 3:2 fiel per direktem Freistoß aus 17 Meter zentrale Position.

Aufrufe: 030.4.2022, 17:29 Uhr
Egon BieberAutor