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Petar Slavov wirft bei der SV Eidinghausen-Werste hin

Entscheidung am Montagabend mitgeteilt. Co-Trainer Lennart Helm beurlaubt. Selami Jashari übernimmt jetzt.

Ende Juli vergangenen Jahres sagte Petar Slavov beim Fußball-Landesligisten SV Eidinghausen-Werste als Trainer zu, seit Montagabend dieser Woche ist er nun Geschichte an den Werster Pappeln. Der 45-Jährige teilte seine Entscheidung, den freiwilligen Rücktritt vom Traineramt, in einem Telefon-Gespräch mit dem Sportlichen Leiter Shindar Mohammad mit. Am Dienstagabend vor der Trainingseinheit wurde dann der bisherige Co-Trainer Lennart Helm von seinem Amt beurlaubt.

Nach der kurzen Zusammenkunft am Dienstag mit der Mannschaft seitens der Sportlichen Leitung von der SVEW leitete anschließend Selami Jashari, jahrelang Trainer der 2. SVEW-Mannschaft in der Kreisliga A, die Trainingseinheit. Am gestrigen Mittwochabend stand eine weitere lockere Trainingseinheit mit vor allem teambildenden Maßnahmen an und heute Abend geht es zum Nachholspiel nach Maaslingen. Die beiden Sportlichen Leiter Shindar Mohammad und Marc Holtkamp sind nun fleißig am telefonieren auf der Suche nach einem neuen Trainer. Bis dato leitet Selami Jashari, unterstützt von Mohammad, das Training und coacht auch das Team in den Landesliga-Spielen. „Wir wurden überrascht von der Entscheidung von Petar“, sagt Shindar Mohammad, der nach überstandenen gesundheitlichen Problemen (der Lungenfunktionstest war okay) am Dienstag mittrainierte und sich für die restlichen Spiele auch auf die Bank setzen wird als personelle Alternative, falls Not am Mann ist.

„Nach den Ereignissen in den vergangenen Wochen mit zum Teil knapp verlorenen Spielen habe ich mir viele Gedanken gemacht – und letztlich blieb mir dann keine andere Wahl als mein Traineramt abzugeben. Ich hatte einfach das Gefühl, dass ich mit meiner Entscheidung neue Impulse bei der Mannschaft freisetzen kann und eventuelle Blockaden bei Spielern gelöst werden – und alle noch mal richtig Gas geben. Gemeinsam“, begründet Petar Slavov seinen Rücktritt.

„Es hat mir viel Spaß gemacht bei der SVEW, ich habe mich wohl gefühlt und auch meine Familie wurde hier herzlich aufgenommen. Aber zuletzt hat der Spaß ein wenig gefehlt, liefen einige Dinge nicht so gut. Einzelne Gründe möchte ich aber nicht aufzählen. Es ist wie es ist, solche Dinge passieren im Fußball, dass man sich auch trennt. Ich hätte das gerne bei der SVEW bis zum Saisonfinale zu Ende gebracht. Jetzt hoffe ich, dass die Mannschaft noch einmal einen extra Kick bekommt und die Spielklasse hält. Ich drücke jedenfalls die Daumen, habe einigen Spielern bei Telefongesprächen alles Gute gewünscht“, sagt Petar Slavov.
Bei der ersten Trainingseinheit am Dienstag unter Selami Jashari haben die SVEW-Kicker richtig Gas gegeben. „Die Jungs waren hungrig, da war Feuer drin, die Jungs haben sich untereinander motiviert“, sagt der 42-Jährige, der das Landesliga-Team in der Vergangenheit auch schon mal bei einer Urlaubsvertretung trainiert hatte. „Wichtig sind neben der sportlichen Arbeit auf dem Platz jetzt auch Gespräche mit den Spielern, um die Köpfe frei zu bekommen. Und wir müssen an Kleinigkeiten arbeiten“, sagt ein voll motivierter Selami Jashari. In der Hinrunde verlor die SVEW am 31.Oktober 2021 mit 0:3.

Aufrufe: 013.5.2022, 12:26 Uhr
Egon BieberAutor