– Foto: Jürgen Krüger

FC Bad Oeynhausen bringt Punkt aus Paderborn mit

Teilerfolg im ersten Spiel nach der Trainerentlassung.

Fußball-Landesligist FC Bad Oeynhausen bringt mit dem 2:2 (2:1) beim SV Heide-Paderborn einen Punkt mit. „Wir haben uns gut verkauft. Und ich denke, das war zumindest in der ersten Halbzeit ein Schritt nach vorne“, lobte der neue Trainer Daniel Wehmeyer seine Mannschaft nach dem Schlusspfiff.

Hinter dem FC Bad Oeynhausen liegt eine turbulente Woche. Zunächst stellte der Vorstand Holm Windmann als Trainer frei. Der zeigte sich wenig erfreut, und erklärte, dass er nicht aus freien Stücken gehe. Dann zeigten sich die beiden Co-Trainer André Schröder und Michael Bigalk mit Windmann solidarisch und traten zurück. Die Mannschaft wiederum solidarisierte sich mit Schröder, der in der kommenden Saison als Trainer vorgesehen ist und stärkte ihm den Rücken. Die beiden neuen Trainer, Daniel Wehmeyer (zugleich Sportlicher Leiter) und Daniel Brink (Torwarttrainer), nahmen ihre Arbeit auf. Was nun noch fehlte, war die sportliche Reaktion der Mannschaft.

Und die zeigte sich zumindest in der ersten Halbzeit durchaus überzeugend, wenn auch anfangs verhalten. Wehmeyer hatte mit Maximilian Gierasinski einen Linksfuß auf Linksaußen gestellt und mit Simon Kunz einen Rechtsfuß auf der rechten Bahn. Er ließ ein 4:2:3:1-System spielen mit Hashem Celik im Sturm und Robin Reimer als Motor im Zentrum. „Wir müssen mehr über die Außen spielen, breiter und tiefer werden. Dabei klar in den Handlungen sein und mutig spielen“, hatte Wehmeyer gefordert.

Den ersten Treffer erzielten allerdings die Gastgeber, als sie die viel zu hoch stehende Viererkette des FCO mit einem Chipball überwanden. Mike Franz startete im richtigen Moment und hatte keine Probleme, das 1:0 (7.) zu erzielen. Danach agierten beide Mannschaften auf Augenhöhe. Der FCO hatte zwei, drei gute Chancen, brauchte aber einen Dosenöffner. Und den spielte in der 35. Minute Simon Kunz, der einen hervorragenden Spielzug erfolgreich zum 1:1 abschloss. „Das kann ich auch“, dachte sich wohl Kevin Reimer, der nur drei Minuten später einen ebenfalls sehr guten Spielzug zur 2:1-Führung für die Gäste nutzte.

Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit unterlief der FCO-Deckung dann aber ein Fehler, den erneut Mike Franz nutzte, indem er den Ball rechts vom Strafraum aus gezogen links im Tor der Gäste unterbrachte. Im weiteren Verlauf der zweiten Halbzeit neutralisierten sich beide Mannschaften, wobei das Niveau insgesamt eher schwach war. Mit zunehmender Spielzeit wurde deutlicher, dass der FCO mit einem Punkt und einem 2:2 zufrieden war. „Nur nicht wieder ein Gegentor in den letzten Minuten kassieren“, hatte Daniel Wehmeyer seinen Spielern beim Training eingebläut.

Die Defensive hielt, auch dank der Umstellung auf eine Fünferkette. „Hau ihn so weit weg, wie du kannst“, schallte es FCO-Torwart Mirko Göhner vor dem letzten Abschlag entgegen. Das machte er auch, und während der Ball noch unterwegs war, pfiff der gute Schiedsrichter das Spiel ab.

Aufrufe: 025.4.2022, 11:37 Uhr
Jürgen KrügerAutor