
Für den FC Sulingen steht am Sonntag ein besonderes Nachholspiel auf dem Programm – und zwar ausgerechnet beim ungeschlagenen Tabellenführer SC Twistringen. Dass die Partie trotz Dauerregens stattfinden wird, steht für Trainer Stefan Rosenthal bereits fest. „Es ist ein Hinspiel und der Heimrechttausch ist möglich und das wird Twistringen ziehen. Das haben sie schon gesagt. Von daher wird dieses Spiel stattfinden.“
Für Rosenthal kommt die Aufgabe zum Ende eines intensiven Fußballjahres. „Das ist natürlich zum Abschluss der Hinrunde nochmal ein absoluter Stresstest. Vor Weihnachten ist vielleicht ganz gut für alle. Weihnachten wird auch immer stressig“, scherzte er – bevor er deutlich wurde: „Spaß beiseite. Das wird natürlich bretthart.“
Der Coach hat den Gegner am vergangenen Wochenende persönlich beobachtet. Sein Fazit fällt eindeutig aus: „Twistringen hat einen echten Lauf. Ich habe sie letzte Woche gegen Wagenfeld gesehen beim 5:0. Ihnen gelingt quasi alles.“
Rosenthal spricht aus Erfahrung: „Ich kenne diese Situation. Ich bin als Spieler Meister geworden und als Trainer auch. Ich weiß genau, wie sich das anfühlt, wenn einem alles gelingt. Den Lauf haben sie gerade.“
Die Qualität des Tabellenführers beschreibt er detailliert:
„Brutal konsequente Defensive, zweikampfstark, robust, kampfstark. Ein absolut spielstarkes Mittelfeld.“
In der Offensive sieht er „das Nonplusultra der Liga“ mit Johann Beuke, Justus Schlake, Moritz Stöver, Christoph Harms, Aaron Djulic und Beytullah Sengönül.
„Das ist schon Wahnsinn, was da auf uns einprasseln könnte.“
Trotz der klaren Rollenverteilung sieht Rosenthal keinen Grund zur Nervosität. „Wir haben natürlich auch Bock. Wir haben auch einen Lauf, das darf man nicht vergessen. Wir sind seit Mitte September ungeschlagen.“
Die Außenseiterrolle nimmt er bewusst an:
„Für uns gibt es nichts zu verlieren. Die Mannschaft, die was zu verlieren hat, heißt SC Twistringen.“
Gerade deshalb gehe Sulingen „relativ tiefenentspannt“ ins Spiel. Rosenthal will sehen, „was wir mit dem Besten der Liga anfangen können, wie wir mithalten können und wie wir ihnen vielleicht auch ein bisschen ins Bein pinkeln können“.
Neben dem sportlichen Aspekt denkt Rosenthal auch an die Termindichte:
„Ich hoffe, dass es stattfinden kann. Das würde ein Spiel weniger in 2026 bedeuten. Das ist eh schon wieder eng getaktet in den drei Monaten, die noch zur Verfügung stehen.“
Die Partie bietet also mehr als nur drei Punkte – sie ist eine Standortbestimmung.
„Wir freuen uns drauf“, betonte Rosenthal abschließend. „Und mal sehen, was wir mit dem Tabellenführer anstellen können.“