2026-04-15T12:16:22.084Z

Allgemeines

Süß hakt Aufstieg ab: »Zug ist abgefahren«

Der Sprung in die Landesliga ist für die "Römer" nach der Heimpleite gegen Ruhmannsfelden in sehr weite Ferne gerückt

von Thomas Seidl · Heute, 12:30 Uhr · 0 Leser
Der Aufstieg in die Landesliga wird Matthias Süß wohl auch in dieser Saison verwehrt bleiben
Der Aufstieg in die Landesliga wird Matthias Süß wohl auch in dieser Saison verwehrt bleiben – Foto: Robert Geisler

Verlinkte Inhalte

präsentiert von
ZF BKK

2022 und 2025 wurde der FC Künzing Bezirksliga-Vizemeister und verpasste in der Relegation den Sprung in die Landesliga. In der in viereinhalb Woche zu Ende gehenden Spielzeit 2025/2026 werden die "Römer" mit hoher Wahrscheinlichkeit keinen der ersten beiden Ränge belegen und damit erneut den Sprung in die dritthöchste Amateurklasse verpassen. Für den Kultklub von der B8 ist das sicherlich kein Beinbruch, dennoch ist die Enttäuschung beim scheidenden Coach Matthias Süß groß.

"Als Trainer will man immer das Maximum herausholen und natürlich wollen mein Kollege Fabian Burmberger und ich uns bestmöglich verabschieden. Wir haben gehofft, mit einer starken Frühjahrsrunde nochmal ins Aufstiegsrennen eingreifen zu können. Nach der Niederlage gegen Ruhmannsfelden ist der Zug allerdings abgefahren. Ein kleiner Knackpunkt war sicherlich bereits das vorherige Spiel in Schalding, das wir nicht gewinnen konnten. Zudem hat Fabi für eine Aktion, die in meinen Augen nicht mal ein richtiges Foul war, eine völlig überzogene rote Karte bekommen. Er war in einer Top-Verfassung und hat uns am Samstag an allen Ecken und Ende gefehlt", meint der 36-Jährige, der kommende Saison gemeinsam mit Dominik Schwarz den FC Sturm Hauzenberg anleiten wird. Die Niederlage gegen Ruhmannsfelden liegt dem ehrgeizigen Übungsleiter noch schwer im Magen: "Wir haben zwar in der zweiten Minute eine hundertprozentige Möglichkeit vergeben, uns dann aber bis zur 65. Minute in einer ziemlich desolaten Verfassung präsentiert. Hinten haben wir brutale Fehler gemacht und nach vorne hatten wir auch keinen Punch. Der Gegner hat sehr einfach und geradlinig agiert. Das hat gereicht, um uns den Zahn komplett zu ziehen. Hinten raus hat Ruhmannnsfelden frühzeitig seine stärksten Offensivspieler vom Feld genommen und das wäre ihnen fast noch zum Verhängnis geworden. Wir sind nochmal rangekommen und haben sogar noch am Ausgleich geschnuppert. Unterm Strich war es aber zu wenig von uns und eine verdiente Niederlage."


In seiner knapp dreijährigen Amtszeit hat der B+-Lizenzinhaber eine Sache nicht hingebracht: "Es war nicht das erste Mal, dass wir ein Topspiel in den Sand gesetzt haben. In solchen Partien haben die Gegner fast immer mehr Biss und Siegeswillen. Uns fehlen dann schlichtweg die paar Prozent Mentalität, die man braucht, um etwas Großes erreichen zu können. Sicherlich hatten wir speziell im letzten Jahr großes Verletzungspech, das alleine darf aber nicht als Ausrede herhalten." Trotzdem überwiegen bei Matthias Süß die positiven Dinge: "Künzing ist ein top geführter Verein und auch in der Mannschaft spielen lauter ganz feine Kerle. Spielerisch haben wir uns weiterentwickelt und unser Fußball ist meistens schön anzusehen. Es war auf alle Fälle eine Zeit, die ich in guter Erinnerung behalten werde."