
Der siebte Spieltag der Frauen-Mittelrheinliga bot erneut reichlich Spannung: Während Südwest Köln seine makellose Serie fortsetzt, rückt das Feld dahinter enger zusammen. Besonders Allner-Bödingen und Casa Espana untermauerten ihre Ambitionen, während Aachen in Waldenrath wichtige Punkte liegen ließ.
Spitzenreiter DJK Südwest Köln setzte seine Serie fort und gewann das Auswärtsspiel beim TuS Jüngersdorf-Stütgerloch mit 4:1. Nach einem unglücklichen Eigentor durch Scheer in der 16. Minute baute Stenmans den Vorsprung aus, bevor Scheer für Jüngersdorf verkürzen konnte. In der Nachspielzeit stellte Stenmans mit zwei weiteren Treffern den 4:1-Endstand her. Trainer Hans-Josef Ohrem zeigte sich trotz der Niederlage kämpferisch: „Das Ergebnis spiegelt das Spiel nicht wider, mindestens zwei Tore zu hoch. Wir hatten gute Chancen auf den Ausgleich und hätten ein 2:2 verdient gehabt. DJK blieb aber über schnelle Konter gefährlich, was letztlich den Unterschied machte.“
Einen knappen, aber wichtigen Sieg feierte der SV Allner-Bödingen im Derby gegen den SV Menden, welches 2:1 endete. Winter brachte die Gäste in der ersten Halbzeit in Führung, Bender erhöhte in der 79. Minute. Menden konnte in der Nachspielzeit nur noch durch Antunes-Blankenberg verkürzen. Trainer Jesse Muambay zog ein positives Fazit: „Wir waren ab der ersten Sekunde dominant und hatten zahlreiche Chancen. Das 1:0 fiel etwas glücklich, aber insgesamt war es ein konzentriertes Spiel. Wir freuen uns über den Derbysieg und müssen die nächsten Wochen ebenso fokussiert bleiben, um weiter oben dran zu bleiben.“ Menden rutscht nach der Niederlage auf Platz fünf.
Casa Espana gewann souverän mit 3:0 gegen SV Bergfried Leverkusen, das weiterhin auf den ersten Saisonsieg wartet. Dietrich brachte Casa früh in Führung, van Boerdonk erhöhte in der 69. und traf in 85. Minute zum Endstand. Trainer Sebastian Finster von Bergfried lobte die Einstellung seiner Spielerinnen: „Es war ein intensives Spiel auf Augenhöhe, über weite Strecken hätten wir durchaus mehr herausholen können. Einsatz, Wille und Teamgeist stimmten, nur die Chancenverwertung verhinderte ein Ergebnis.“ Casa Espana festigt mit dem Sieg den vierten Tabellenplatz.
Ein weiteres spannendes Duell entwickelte sich zwischen SC Alemannia Straß und RW Merl, das 2:4 endete. Merl setzte sich nach einer starken ersten Halbzeit mit 0:2 ab. Straß kämpfte sich durch Eisenbach und Breuer noch einmal heran, musste in der Nachspielzeit aber den entscheidenden Treffer durch Hamacher hinnehmen. Jan Schüll, Co-Trainer von Merl, kommentierte: „In der zweiten Halbzeit verloren wir etwas den Zugriff, aber am Ende war der Sieg verdient.“ Trainer Sascha Schmitz lobte dennoch die Moral seines Teams: „Wir haben uns nicht beirren lassen und bis zum Schluss gekämpft. Die Leistung war stark, leider blieb sie unbelohnt.“
Das Duell Viktoria Waldenrath-Straeten gegen Alemannia Aachen endete torlos 0:0. Aachen bleibt damit auf Platz drei, Waldenrath auf Rang neun. Trainer Maik Honold von Waldenrath betonte: „Unsere Torhüterin hat uns mehrfach im Spiel gehalten. In der zweiten Halbzeit haben wir uns stabilisiert und hatten drei große Chancen, die leider ungenutzt blieben. Es waren zwei verschenkte Punkte, aber die Leistung war stark.“ Gökhan Demirci, Trainer von Aachen, kommentierte: „Trotz schwieriger Bedingungen und starkem Wind haben wir unseren Plan umgesetzt und hatten zahlreiche Chancen. Ein Punkt ist verdient, auch wenn wir das Gefühl haben, zwei Punkte verloren zu haben.“
Die Liga zeigt sich damit früh in der Saison als spannendes Gesamtpaket: an der Spitze dominant, im Mittelfeld umkämpft und im Tabellenkeller voller Leidenschaft. Jede Partie kann ein Wendepunkt sein – und genau das macht die Frauen-Mittelrheinliga derzeit so interessant.