2026-05-15T09:36:57.455Z

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Südbrandenburgliga: Giftanschlag bei Grün-Weiß Annahütte

Nach turbulenten Monaten wird der Fußballplatz des Vereins wohl mit Glyphosat vergiftet.

von red · Heute, 09:30 Uhr · 0 Leser
– Foto: Verein

Beim Südbrandenburgligisten SV Grün-Weiß Annahütte reißt die Serie der negativen Schlagzeilen nicht ab. Nachdem nach internen Konflikten gerade etwas Ruhe eingekehrt war, schockiert nun ein gezielter Anschlag auf den Rasenplatz den Verein. Unbekannte haben das Grün großflächig mit einem Pflanzenvernichtungsmittel behandelt. Der Klub reagiert fassungslos und erstattet Anzeige bei der Polizei.

Turbulente Zeiten und eine neue Dimension der Sabotage

Der SV Grün-Weiß Annahütte kommt nicht zur Ruhe. Dabei sehnte sich der Verein nach einer aufreibenden Phase dringend nach Stabilität. In einer Pressemitteilung des Vereins stellt sich die Ausgangslage wie folgt dar: „Nach den vergangenen turbulenten Monaten bei Grün-Weiß Annahütte mit internen Konflikten, Vorstandsrücktritten, wirtschaftlicher Kreativität jenseits der Satzung, Spielerwechseln und allem, was man sonst eher aus zweitklassigen Vereinsdokus kennt, kehrte endlich etwas Ruhe ein.“

Doch dieser Frieden hielt nicht lange an. Eine böswillige Aktion zerstörte die Hoffnung auf Normalität jäh, wie der Verein erklärt: „Ein Zustand, der offenbar nicht jedem gefallen hat. Denn nachdem man uns sportlich, organisatorisch und finanziell bereits auf vielfältige Weise beschäftigt hatte, wurde nun auch noch unser Rasenplatz vorsätzlich mit einem Pflanzenvernichtungsmittel behandelt.“

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Ein persönlicher Feldzug gegen den Sportplatz

Die emotionale Betroffenheit im Verein ist riesig, schlägt jedoch schnell in tiefen Sarkasmus und Galgenhumor um. Man ringt sichtlich um Fassung angesichts der kriminellen Energie, die hier an den Tag gelegt wurde. In einer Pressemitteilung des Vereins heißt es dazu: „Offenbar wollte jemand ganz sichergehen, dass bei Grün-Weiß wirklich nichts mehr wächst, weder sportlich noch botanisch. Man muss schon anerkennen, wo normale Menschen nach Feierabend grillen, spazieren gehen oder Fußball schauen, entwickelt jemand einen persönlichen Feldzug gegen einen Sportplatz. Das ist Leidenschaft. Fragwürdig, aber Leidenschaft. Dem Verursacher wünschen wir selbstverständlich alles Gute und hoffen, dass beim Ausbringen seines toxischen Meisterwerks der Wind günstig stand. Nicht, dass am Ende noch mehr Gehirnzellen auf dem Acker bleiben, als ohnehin schon für diese brillante Idee geopfert wurden.“

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Ironische Spekulationen über die Täterschaft

Trotz des schweren Schadens bemüht sich der Klub, den Kreis der Verdächtigen vorerst nicht vorschnell einzuengen, und begegnet der Situation mit einer Mischung aus Ironie und professioneller Distanz bis zum Abschluss der Ermittlungen. „Abschließend bleibt abzuwarten, was die Ermittlungen ergeben und ob sich am Ende alles anders darstellt. Vielleicht gibt es eine überraschende Erklärung. Allenfalls war es auch einfach jemand, der den Begriff „Platzpflege“ etwas zu frei interpretiert hat. Möglicherweise waren es auch Außerirdische auf der Suche nach intelligentem Leben, wurden rund um den Platz jedoch nicht fündig und hinterließen aus Enttäuschung einen letzten Gruß in Form einer großflächigen Vegetationsvernichtung. Man weiß es nicht. Bis die Ermittlungen abgeschlossen sind, sollten wir deshalb niemanden voreilig verdächtigen. Schließlich wäre es unfair, den Kreis der möglichen Täter unnötig einzuschränken. Zwischen intergalaktischen Besuchern, fehlgeleiteten Agrarberatern und selbsternannten Experten für Rasenmanagement ist derzeit alles offen.“

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Laborergebnisse bestätigen hochkonzentriertes Gift

Hinter dem Galgenhumor stehen jedoch wissenschaftlich belegte Fakten, die das ganze Ausmaß des Anschlags unmissverständlich untermauern. Der Verein hat sofort gehandelt, um Gewissheit über die Substanz zu erlangen, und leitet nun die juristischen Konsequenzen ein. Gegenüber FuPa teilt der Verein mit: „Wir haben bereits Boden- und Gräserproben nehmen lassen. Die Ergebnisse bestätigen, dass der Rasen mit hochkonzentriertem Glyphosat, wie zum Beispiel bei polnischem Round up, vergiftet wurde. Bei deutschen Mitteln wäre die Konzentration deutlich geringer. Eine Anzeige wird heute bei der Polizei gestellt.“

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