
5:1 gegen Töging, 5:4 gegen Bach, 2:0 gegen Titelaspirant Kareth-Lappersdorf – der SV Schwarzhofen war in der Bezirksliga Süd zuletzt auf Erfolgskurs. Speziell mit dem Achtungserfolg letzten Freitag auf Kareths Höhen ließen Kapitän Bastian Graf und seine Mitstreiter aufhorchen. Vor dem Herbstrundenfinale gegen Regenstauf belegt der Klub aus dem Landkreis Schwandorf den sechsten Rang – und hat sich möglichen Abstiegssorgen bereits entledigt.
Nicht nur die letzten Partien liefen positiv, überhaupt spielen die Fußballer vom Kaplanacker eine sehr überzeugende Runde. Den neunten Platz aus der Vorsaison dürfte der SVS wohl toppen. Auch im Kreispokal ist man noch dabei. „Mit den bereits erreichten 33 Punkten können wir absolut zufrieden sein. Insbesondere in den letzten Wochen mit den Siegen gegen Bach und vor allem am Freitag gegen Kareth konnte man eine Entwicklung der Mannschaft feststellen“, zieht Trainer Adi Götz zufrieden Bilanz. Taktisch nahm Götz im Saisonverlauf die ein oder andere Anpassung vor. Das trägt mehr und mehr Früchte. „Mir war klar, dass die Umstellung zurück auf eine Vierer-Abwehrkette eine gewisse Zeit benötigt. Wir haben einige Sachen anpassen müssen und sind inzwischen auch in der Lage, die Spitzenteams der Liga zu schlagen – wie am Freitag in Kareth gesehen.“ Im letzten Spiel des Jahres kommt mit dem TB/ASV Regenstauf ein weiteres Top-Team nach Schwarzhofen.
Auch wenn der SVS schon letzte Saison der Bezirksliga Süd angehörte: Als typischer Nord-Verein sind die Blau-Weißen unter all den Regensburger Klubs nach wie vor ein Art Exot. Die Eingruppierung in die Süd-Staffel stieß diesen Sommer auf wenig Gegenliebe im Verein. Auch Götz kann sich damit weiterhin nicht so recht anfreunden: „Wir sind dabei, gehören aber eigentlich nicht so richtig dazu in dieser Bezirksliga Süd. Besonders bei den Fahrten nach Breitenbrunn oder Töging oder wenn beispielsweise die Mannschaften vom BSC Regensburg oder Prüfening nach Schwarzhofen kommen, finden diese Spiele gefühlt unter 'Ausschluss der Öffentlichkeit' statt. Das ist halt nicht vergleichbar mit Spielen gegen Pfreimd, Wernberg, Tännesberg etc. Dazu kommt noch die Tatsache, dass die Bezirksliga Süd, auch bedingt durch die Absteiger aus der Landesliga, in diesem Jahr schon extrem stark besetzt ist“, führt der 58-Jährige aus.
Für den Schwarzenfelder, zuvor Coach des TB 03 Roding und des FC Wernberg, begann im Sommer seine bereits dritte Amtszeit in Schwarzhofen. Bereut hat er die erneute Zusage nicht. „Ich habe bei meiner dritten Amtsperiode am Kaplanacker eine interessante, junge und ausbaufähige Mannschaft vorgefunden, mit der es richtig Spaß macht zu arbeiten. Gemeinsam wollen wir für den Bezirksliga-Dino SV Schwarzhofen weiter für Schlagzeilen sorgen“, lächelt Adi Götz. Was hat man sich für die restlichen elf Partien dieser Spielzeit vorgenommen? „Unsere Ziele sind, dass wir unseren Plan weiter verfolgen, stabiler in unseren Leistungsschwankungen werden und dann noch für die ein oder andere Überraschung sorgen können.“ Eines scheint schon jetzt gewiss: Den Stempel des „Bezirksliga-Dinos“ wird der SVS in der kommenden Saison weiter tragen.