
Der Suchsdorfer SV hat seine starke Form eindrucksvoll bestätigt und den TSV Gremersdorf klar mit 4:0 (2:0) und dem 7. Sieg in Folge besiegt. Vor heimischer Kulisse ließ die Mannschaft von Trainer Dennis Guscinas keine Zweifel an ihrer Favoritenrolle aufkommen und feierte am Ende einen auch in der Höhe verdienten Sieg.
Die Gastgeber übernahmen von Beginn an das Kommando – und belohnten sich früh. In der 17. Minute traf Henning Einar Eberling nach einer starken Kombination zur Führung. „Gerade das erste Tor war schön herausgespielt – mit einer tollen Hereingabe nach guten Kombinationen im Zentrum“, lobte Trainer Dennis Guscinas später.

Gremersdorf fand kaum Entlastung und stand dauerhaft unter Druck. Kurz vor der Pause schlug Suchsdorf erneut zu: Nach einer Flanke stellte Edgar Borko Borkowski auf 2:0 (45.). Auch hier war die Entstehung kein Zufall, wie Guscinas erklärte: „Da war viel Struktur drin, wir waren zu jedem Zeitpunkt seriös.“
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild kaum. Die Gäste stemmten sich zwar gegen die Niederlage, hatten aber große Probleme, sich aus der Umklammerung zu lösen.
„Wir konnten kaum Entlastung schaffen und mussten uns immer wieder den Angriffen erwehren“, räumte Gremersdorfs Trainer Christian Ippig ein. Seine Mannschaft war personell stark angeschlagen angereist und agierte über weite Strecken im Verteidigungsmodus.
In der 63. Minute sorgte Tim Joneleit für die Vorentscheidung, als er zum 3:0 einschob. Die Szene entstand nach einer unübersichtlichen Situation im Strafraum. „Da behalten wir nach einer Pingpong-Situation die Ruhe und legen quer – das war gut ausgespielt“, so Guscinas.

Nur sieben Minuten später machte Laurits Stengel per Elfmeter alles klar (70.) und krönte damit die dominante Vorstellung der Hausherren.
Während beim Suchsdorfer SV die Stimmung entsprechend positiv war, zeigte sich Gremersdorf realistisch. „Es war ein verdienter Sieg. Wir sind mit unserem letzten Aufgebot gekommen und gehen auf dem Zahnfleisch“, erklärte Ippig offen. Die Probleme der Gäste wurden besonders beim ersten Gegentor deutlich: „Den Treffer legen wir uns selbst auf, weil wir den Ball nicht klären und dann unter Druck geraten.“
Mit dem Sieg klettert der Suchsdorfer SV auf einen einstelligen Tabellenplatz und bleibt weiter in beeindruckender Form. „Wir machen aktuell einiges richtig und sind total zufrieden“, sagte Guscinas. Dennoch bleibt der Fokus: „Den einen Punkt für den Klassenerhalt wollen wir auf jeden Fall noch holen.“ Wobei der Platz 13 höchstwahrscheinlich auch zum Klassenerhalt reichen wird.
Beim TSV Gremersdorf hingegen bleibt die personelle Lage angespannt. Mit nur zehn Punkten und bereits 93 Gegentoren wird der TSV die Spielklasse verlassen. Die Hoffnung liegt auf personeller Entlastung: „Wir hoffen, dass wir nächste Woche wieder mehr Spieler dabei haben“, so Ippig.
Der Suchsdorfer SV zeigte eine reife, strukturierte Leistung und ließ zu keinem Zeitpunkt Zweifel am Sieg aufkommen. Spielfreude, Effizienz und Stabilität – bei den Gastgebern greift aktuell vieles ineinander. Aufsteiger TSV Gremersdorf hingegen kämpft aufopferungsvoll weiterhin mit großen personellen und defensiven Problemen um einen ehrenvollen Abschied aus der Verbandsliga.
Stimmen zum Spiel
Christian Ippig (Trainer TSV Gremersdorf)
Suchsdorfer SV: Berger – Bredtmann, Joneleit, Borkowski, Klose – Soll (46. Christiansen), Hoppenstock (62. Stengel), Plew, Verner – Eberling (74. Borchers), Frerichs.
Trainer: Dennis Guscinas.
TSV Gremersdorf: Mandt – Keibel, Bormann, Luca Zielinski (57. Liebrecht), Rüddiger Winter, Reise, Ruske, Kock, Severin – Schöning.
Trainer: Christian Ippig.
SR: Tom Finken (TSV Kattendorf).
Ass.: Tony Hebold, Timo Walther.
Z.: 65.
Tore: 1:0 Henning Eberling (17.), 2:0 Edgar Borkowski (45.), 3:0 Tim Joneleit (63.), 4:0 Laurits Stengel (70., FE).