
Der TSV Pentenried kämpft um die Top Drei. Doch Top-Torjäger Constantin Irzinger fällt nach einem Kreuzbandriss monatelang aus.
Wer Tore mag, war bei den bisherigen Saisonspielen des TSV Pentenried goldrichtig. Es gab stets mindestens drei Treffer zu sehen, wenn die Fußballer vom Römerfeld aufliefen, oft sogar noch mehr. Mehr Tore pro Partie gab es in der Kreisklasse 1 Zugspitze bis dato nur beim FC Landsberied zu bestaunen. Doch während die Landsberieder mitten im Abstiegskampf stecken, hat Pentenried als Vierter noch Anschluss an die Tabellenspitze.
„Da ist noch vieles möglich“, sagt Stefan Suchanke, der seit diesem Sommer Cheftrainer am Römerfeld ist. Nach Jahrzehnten beim SV Planegg-Krailling – zuletzt war er dort Coach der zweiten Mannschaft gewesen – entschied sich der 45-Jährige vor sechs Monaten zu einem sportlichen Neuanfang. „Ich habe es bislang überhaupt nicht bereut. Es macht großen Spaß“, sagt Suchanke. Dabei musste der ehemalige Bayernliga-Stürmer zunächst sogar ungeplant selbst wieder die Fußballschuhe anziehen. „Leider hatten wir am Anfang große Personalprobleme, die uns auch wichtige Punkte gekostet haben“, bedauert der Trainer, der selbst bei drei Saisontoren steht. Drei der ersten vier Partien gingen sogar verloren.
Das Spiel beim TSV Alling Ende August leitete aber die Wende ein. Gegen das Spitzenteam drehte Pentenried in den letzten Minuten mit zwei späten Toren einen 0:1-Rückstand in einen 2:1-Sieg. Es folgten sieben weitere, teilweise spektakuläre Erfolge und nur noch drei Niederlagen. Unentschieden gab es bislang kein einziges. „Manchmal sind die Jungs noch zu gierig, statt einfach mal einen Punkt mitzunehmen“, sagt Suchanke. Nichtsdestoweniger freut er sich nicht nur über seine neue reizvolle Aufgabe, sondern auch über die veränderten Rahmenbedingungen. „Die Sportplätze sind außerhalb von München viel schöner“, so der TSV-Coach.
Einen Stimmungsdämpfer gab es aber kurz vor Weihnachten: Ausgerechnet Toptorjäger Constantin Irzinger zog sich beim Hallentraining einen Kreuzbandriss zu. Der hochtalentierte Sommerneuzugang brillierte bislang mit 15 Saisontoren. „Das ist sehr bitter. Aber wir haben auch noch andere torgefährliche Jungs“, betont Stefan Suchanke. Besonders zwei stechen dabei heraus: Björn Papelitzky und Matteo Wadlinger haben zwar bis jetzt im Vergleich zu Irzinger erst acht respektive sechs Treffer auf dem Konto, doch die beiden fehlten auch jeweils in vielen Partien wegen längerer privater Absenzen.
Verbessern sollte der TSV Pentenried im neuen Kalenderjahr seine Abwehrbilanz. Erst im letzten Spiel vor der Winterpause blieb das Team beim 5:0 in Geiselbullach ohne Gegentor.