
Die Stuttgarter Kickers verloren am 28. Spieltag vor 4540 Zuschauern bei bestem Fußballwetter mit 0:3 (0:0) gegen den FSV Frankfurt. Nach dem Seitenwechsel trafen George Iorga (53.), Takero Itoi (63.) und Amin Farouk (76.) zum deutlichen Auswärtserfolg der Bornheimer.
Die Blauen starteten unverändert im Vergleich zur Partie am Ostermontag in den Fußballnachmittag unter dem Fernsehturm. Die Anfangsphase gehörte den Hessen, die ihre Qualitäten am Ball zeigten. Für die Kickers war es zunächst schwierig, Zugriff auf die quirligen Offensivspieler zu bekommen.
Nach einer der zahlreichen Frankfurter Ecken landete der Ball zwar im Netz der Platzherren, doch der Treffer von Timo Hildmann zählte aufgrund einer Abseitsstellung nicht (16.). In der Folge kamen die Blauen besser ins Spiel, verbuchten Ballgewinne und übernahmen zunehmend die Kontrolle.
Nico Fundel zielte aus halblinker Position über das Tor (17.). Wenig später vergab Flamur Berisha nach feiner Vorarbeit von David Udogu aus kurzer Distanz freistehend und setzte den Ball deutlich über die Latte (25.). Kurz vor dem Seitenwechsel prüfte David Tomić mit einem Distanzschuss FSV-Keeper Jonas Iwan, der stark zur Ecke klären konnte.
„Wir hätten mehr klare Chancen herausspielen können oder sogar müssen. In dieser Phase müssen wir 1:0 in Führung gehen. Das schaffen wir nicht“, sagte Cheftrainer Marco Wildersinn über die ersten 45 Minuten.
Unverändert gingen die Kickers in den zweiten Spielabschnitt. Die agilen und zielstrebigen Hessen übernahmen nun zunehmend die Kontrolle über das Spielgeschehen.
Nach einem zu kurzen Abwurf von Kickers-Torhüter Felix Dornebusch nutzten die Bornheimer den Ballgewinn eiskalt aus: Nach Vorlage von Giorgio Del Vecchio traf Iorga mit einem Schuss von der Strafraumgrenze zur 1:0-Führung ins linke Eck (53.).
Nur zehn Minuten später verteidigten die Kickers erneut nicht konsequent. Nach einer Hereingabe von Elias Breier traf Itoi aus kurzer Distanz ohne entscheidenden Gegendruck unter die Latte zum 2:0 (63.).
Frankfurt blieb die gedankenschnellere Mannschaft und erhöhte nach einem schnellen Konter über die linke Seite: Farouk kam unbedrängt zum Abschluss und traf mit einem Schuss von der Strafraumkante ins lange Eck zum 3:0 (76.). Spätestens zu diesem Zeitpunkt war die Partie entschieden.
Per Lockl sah zudem seine fünfte Gelbe Karte und wird im kommenden Auswärtsspiel am Kaiserstuhl fehlen.
Kickers-Cheftrainer Marco Wildersinn nach dem Schlusspfiff: „Ich denke, wir haben insgesamt ein intensives Spiel von beiden Seiten gesehen, mit vielen Zweikämpfen und viel Tempo in beide Richtungen. Wir haben einen großen Aufwand betrieben. Wenn wir in Führung gehen, sieht das Spiel vielleicht anders aus. Mit dem selbstverschuldeten 0:1 wird es dann schwer gegen eine gute Mannschaft wie Frankfurt.
Das deutliche Ergebnis am Ende schmerzt uns, weil wir uns viel vorgenommen hatten – gerade in unserem eigenen Stadion vor unseren Fans, die uns toll unterstützt haben. Das müssen wir jetzt erst einmal verdauen. Dafür haben wir den morgigen Tag Zeit, danach richtet sich der Blick wieder nach vorne.
Wir haben nun eine Reihe von Spielen gegen Gegner aus der unteren Tabellenhälfte, in denen wir Punkte sammeln wollen, um wieder an die vorderen Plätze heranzurücken. Außerdem wollen wir uns Selbstvertrauen und eine gute Form für das Pokalhalbfinale erarbeiten. Das liegt zwar noch etwas in der Ferne, aber jetzt gilt es, den Kopf wieder hochzunehmen und die nächste Aufgabe erfolgreich zu gestalten.“
Am kommenden Samstag, 18. April 2026, reisen die Stuttgarter Kickers zum Bahlinger SC. Anpfiff der Partie im Kaiserstuhlstadion ist um 14:00 Uhr.