2026-03-13T07:45:35.464Z

Allgemeines

Stuttgarter Kickers: 0:1-Heimniederlage gegen Kassel

Die Blauen ziehen im Heimspiel der Regionalliga Südwest den Kürzeren.

von Stuttgarter Kickers · Heute, 14:45 Uhr · 0 Leser
– Foto: Imago Images

Die Stuttgarter Kickers mussten am 25. Spieltag der Regionalliga Südwest einen Dämpfer hinnehmen und gingen erstmals im Kalenderjahr 2026 als Verlierer vom Platz. Vor 4.240 Zuschauern im GAZi-Stadion auf der Waldau unterlagen die Blauen dem KSV Hessen Kassel mit 0:1 (0:1). Den Treffer des Tages erzielte Jan Dahlke kurz vor dem Halbzeitpfiff.

Kickers-Cheftrainer Marco Wildersinn nahm im Vergleich zur Vorwoche eine Änderung in seiner Startelf vor: Marlon Faß rückte für Samuel Unsöld in die Anfangsformation. Die Partie begann zunächst mit einer Phase des gegenseitigen Abtastens, ehe die Nordhessen erstmals gefährlich wurden. Nach einem Pass in die Tiefe verpasste Dahlke an der Fünfmeterraumlinie nur knapp (14.). Die Kickers hatten in der Anfangsphase Schwierigkeiten, klare Möglichkeiten vor dem Tor von Kassels Schlussmann Jonas Weyand zu kreieren.

Mitte des ersten Spielabschnitts bot sich dann die Chance zur Führung für die Degerlocher: David Udogu und David Tomić scheiterten zunächst an starken Paraden von Weyand, und auch Faß konnte den Abpraller nicht unter Kontrolle bringen (24.). Nur zwei Zeigerumdrehungen später setzte sich Melkamu Frauendorf über die linke Seite durch und kam im Strafraum zum Abschluss – ein mögliches Handspiel eines Kasseler Verteidigers blieb jedoch ungeahndet.

Nach einer halben Stunde waren die Blauen gut im Spiel. Der Ball lief nun deutlich besser durch die eigenen Reihen, doch weder Jacob Danquah mit einem Distanzschuss noch Frauendorf aus spitzem Winkel konnten Weyand überwinden. „Wir haben heute ein bisschen gebraucht, um reinzukommen. Hatten dann aber eine richtig gute Phase Mitte der ersten Hälfte, wo wir mit Schwung in den gegnerischen Strafraum gekommen sind und einige Halbchancen hatten. So richtig klar zum Abschluss kamen wir aber nicht.“ äußerte sich Wildersinn nach Spielende.

Dahlke trifft vor der Pause

Als die beste Phase der Kickers langsam abebbte, schlug das Team von KSV-Trainer Klingbeil zu: Frauendorf konnte eine Flanke von der rechten Seite nicht verhindern, und Torjäger Dahlke setzte den Ball per Kopf unhaltbar in den rechten Winkel – 0:1 für Kassel (40.).

„Ich finde, Vincent Schwab hat ein überragendes Spiel gegen Jan Dahlke gemacht. Der ist nicht leicht zu verteidigen. In der einen Situation kommt er vielleicht einen Tick zu spät und wir schaffen es nicht, die Flanke zu verhindern. So läufst du einem Rückstand hinterher, was gegen Kassel nicht einfach ist, weil es eine ausgebuffte Mannschaft ist.“, analysierte Kickers-Cheftrainer Marco Wildersinn die Szene nach Spielende.

Kassel verteidigt die Führung routiniert

Mit unveränderter Formation gingen die Blauen in den zweiten Durchgang und rannten fortan gegen eine clever verteidigende Kasseler Mannschaft an. Der Spielfluss der Hausherren war nun nicht mehr so ausgeprägt wie noch vor der Pause, dennoch erarbeiteten sich die Kickers weitere Möglichkeiten.

Die beste Chance im zweiten Abschnitt hatte Faß, dessen Kopfball von der Fünfmeterraumlinie jedoch direkt in den Armen von Weyand landete (67.). Nur wenige Minuten später kam der Angreifer nach Vorarbeit des unermüdlichen Christian Mauersberger erneut zum Abschluss, scheiterte aus spitzem Winkel aber abermals am Kasseler Schlussmann (73.). „Trotz weniger Spielfluss haben wir es aber geschafft, den Gegner hinten reinzudrücken und hatten Chancen – vielleicht zu wenige klare. Die Möglichkeiten waren aber definitiv da, ein Tor zu machen. Wir hatten viele enge Situationen in der Box und deutlich mehr Standards nach dem Seitenwechsel.“ sagte der Kickers-Cheftrainer.

Der KSV konzentrierte sich in dieser Phase vor allem auf die Defensive und konnte nur selten für Entlastung sorgen. KSV-Kapitän Adrian Bravo-Sanchez vergab die Chance zur Vorentscheidung, als er aus spitzem Winkel über das Tor zielte (81.).

Auf der Gegenseite versuchten die Kickers auch in der Schlussphase alles. Der eingewechselte Nevio Schembri setzte seinen Schuss über das rechte Lattendreieck (83.), und auch weitere Möglichkeiten brachten nicht den erhofften Treffer. Die Partie blieb bis zum Schluss umkämpft – insgesamt zehn Gelbe Karten wurden gegen die Hessen ausgesprochen, zudem sah David Tomić in der Nachspielzeit nach einer umstrittenen Entscheidung die gelb-rote Karte (90.+3).

Am Ende verteidigten die Löwen ihre knappe Führung routiniert. „Es war eine erwachsene Leistung. Wir hatten zu Beginn eine Startformation mit einem Altersdurchschnitt von 29,3 Jahren. Das hast du hinten raus auch gesehen – mit den erfahrenen Spielern, die wir noch reinbringen konnten wie Sararer und Girth, die es dann clever runterspielen“, erklärte Kassels Trainer René Klingbeil nach dem Spiel.

Stimmen zum Spiel

Kickers-Cheftrainer Marco Wildersinn: „Am Ende haben wir es nicht geschafft, den einen Treffer zu erzielen, weil wir über die 90 Minuten nicht ganz so am Limit gespielt haben wie in den letzten Spielen. Das ist schade, weil damit unsere positiven Ergebnisse enden. Aber ich bin nach den Siegen nicht ausgeflippt und werde es nach einer Niederlage auch nicht tun. Es ist eine sehr enge Liga. Wir können uns einige Dinge von Kassel abschauen und müssen uns wieder auf das besinnen, was uns zuletzt stark gemacht hat. Der Fokus liegt jetzt darauf, mit einer guten Leistung gegen Alzenau den nächsten Dreier zu holen.“

Ausblick

Am kommenden Samstag, 28.03.2026, folgt bereits das nächste Heimspiel unter dem Fernsehturm. Anpfiff der Partie gegen den FC Bayern Alzenau im GAZi-Stadion auf der Waldau ist um 14.00 Uhr.