
5. Spieltag Bayernliga-Süd: Der FC Sturm Hauzenberg bleibt auch nach dem Duell der punkt- und torlosen Mannschaften weiter ohne Erfolgserlebnis. Gegen Türkgücü München, die heute erstmals von ihrem neuen Spielertrainer Ünal Tosun gecoacht wurde, setzte es eine bittere 0:2-Niederlage – trotz doppelter Überzahl.
Die Partie begann verhalten. Beide Teams versuchten zunächst, Sicherheit in ihr Spiel zu bringen, große Torchancen blieben jedoch Mangelware. Hauzenberg verzeichnete zwar einige Abschlüsse, wirklich zwingend wurde es aber ebenso wenig wie auf der Gegenseite. „Die erste Halbzeit war ausgeglichen, beide Mannschaften hatten zwei, drei Möglichkeiten, aber es war insgesamt wenig Durchschlagskraft zu sehen“, analysierte FC-Sturm-Trainer Dominik Schwarz.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich am Spielgeschehen zunächst nichts – bis die Gäste aus Hauzenberg den Gegner quasi zum Führungstreffer einluden. Nach einem Stellungsfehler stand Fatjon Celani am zweiten Pfosten völlig frei und musste den Ball nur noch ins leere Tor einschieben. „Das war einfach zu billig – solche Fehler werden gnadenlos bestraft“, haderte Schwarz.
Fast im direkten Gegenzug hatte Hauzenberg die große Möglichkeit zum Ausgleich: Bastian Schmid versuchte sein Glück, doch Türkgücü-Keeper Felix Thiel reagierte glänzend und verhinderte das 1:1. Stattdessen präsentierte sich die Sturm-Defensive wenig später erneut zu nachlässig. Ein weiterer individueller Fehler ermöglichte das 0:2, das schließlich die Entscheidung brachte. „Wenn man solche Fehler macht, kann man keine Punkte mitnehmen – auch wenn die Leistung ansonsten in Ordnung war“, so der Coach.
Brisanz bekam die Partie durch gleich drei Rote Karten. Zunächst sah Türkgücüs Angreifer Mo Awata den Platzverweis, nachdem er Hauzenbergs Luca Canales gefoult und anschließend am Hals gepackt hatte. In derselben Szene musste auch Hauzenbergs Trainer Alex Geiger den Platz verlassen – er hatte seine Coachingzone überschritten und wurde ebenfalls mit Rot bedacht.
Kurz darauf dezimierte sich Türkgücü ein weiteres Mal: Fernando Herodes sprang mit gestrecktem Fuß in einen Zweikampf mit Niklas Heininger und sah folgerichtig Rot. Obwohl Hauzenberg folglich in doppelter Überzahl agierte und Moral bewies, gelang es der Mannschaft nicht, noch einmal in die Partie zurückzufinden.
Am Ende stand für den FC Sturm Hauzenberg eine ernüchternde 0:2-Auswärtsniederlage bei Türkgücü München. Zwar konnte die Mannschaft phasenweise mithalten und hatte unmittelbar nach dem 0:1 die große Ausgleichschance, doch individuelle Fehler und mangelnde Durchschlagskraft in der Offensive verhinderten das ersehnte Erfolgserlebnis. „Zum Schluss bleibt die Erkenntnis, dass wir mithalten können, uns aber immer wieder selbst um den verdienten Lohn bringen“, fasste Schwarz zusammen.
Bereits am kommenden Dienstag empfängt der FC Sturm Hauzenberg den FC Deisenhofen, der sich am Nachmittag 1:1 vom TSV Landsberg trennte.