
Der TUS Rotenhof setzt seine starke Serie fort und schlägt am vorletzten Spieltag der Flens-Oberliga Inter Türkspor Kiel mit 2:1 (0:1). Vor 225 Zuschauern an der Fockbeker Chaussee in Rendsburg traf zunächst Justin Petersen (26.) für die Kieler Gäste, ehe im zweiten Durchgang die Treffer von Cedric Nielsen (61.) und Felix Struck (82.) in einem ganz schwachen Spiel die Wende brachten. Der TUS bleibt damit auch im fünften Spiel in Folge ungeschlagen und klettert nach dem vierten Heimerfolg in Serie zumindest bis zum morgigen Samstag auf den 10. Platz und überholt damit vorerst die Kaltenkirchener TS, die Eutin 08 empfängt. Inter Türkspor Kiel kassiert die dritte bittere 1:2-Niederlage in Serie und ist damit endgültig in die Landesliga abgestiegen.
Aufgrund der vielen Ausfälle waren die Gastgeber auf einigen Positionen gezwungen zu improvisieren bzw. Umstellungen vorzunehmen. So stand Tobias Quincke wieder im Tor und Leon Rathmann spielte auf der linken Außenverteidigerposition. Lewin Traulsen rückte in das zentrale Mittelfeld. „Er war einfach mal wieder an der Reihe und ist ein absoluter Teamplayer, der wahnsinnig viel Energie auf den Platz bringt“, sagte TUS-Coach Henning Knuth. Ebenso neu in der Startelf war Johannes Kaak. „Für ihn gilt das Gleiche wie für Lewin. Er hat einen ganz feinen Charakter und ist wichtig für die Kabine“, unterstrich Knuth.
Nach dem bereits feststehenden Klassenerhalt blieben die Gastgeber in der ersten Hälfte vor heimischem Publikum vieles schuldig und zeigten nicht den erforderlichen Esprit, der sie in den letzten Wochen so erfolgreich machte. „So dürfen wir uns nicht präsentieren. Das war ein deutlicher Spannungsabfall im Gegensatz zu den letzten Spielen. Wir waren viel zu lethargisch“, fand TUS-Trainer Henning Knuth für die schwache erste Hälfte deutliche Worte.

Nicht eine gefährliche Torraumszene konnten sich die harmlosen Gastgeber gegen die zumindest kämpferisch starken Interisti herausspielen, die dann durch einen Treffer von Justin Petersen (26.) sogar in Führung gehen konnten. Dabei hatten die Gastgeber den Ball vorher klar im Toraus gesehen und aufgehört weiterzuspielen. Petersen stand im Zentrum allein und konnte den Ball ungehindert zum Führungstreffer einschieben.
In der Halbzeitpause nahmen die Gastgeber dann einige Veränderungen vor, die zumindest dazu führten, dass der TUS nun endlich mehr Ballbesitz hatte und auf den Ausgleich drängte.
Nach gut einer Stunde führte dann eine Einzelaktion von Cedric Nielsen (61.), der mit dem linken Fuß flach zum 1:1 vollendete, zum Ausgleichstreffer.

Die nun deutlich stärkeren Gastgeber drängten in der Schlussphase auf den Siegtreffer und wurden sieben Minuten vor Spielende belohnt.
Nach einer Umschaltsituation passte Felix Knuth mit einem Schnittstellenpass in den Lauf des eingewechselten Mika Flindt, der bei seinem Abschluss aber nur den Pfosten traf. Den Abpraller verwandelte Felix Struck (82.) zum nicht unverdienten 2:1-Siegtreffer.
Inter warf zwar noch einmal alles nach vorne, konnte sich aber keine Chancen auf einen Ausgleichstreffer mehr erspielen. Damit war der Abstieg der tapferen Gäste endgültig besiegelt.
Für Trainer Henning Knuth war es das letzte Punktspiel der Saison. Er wird noch am Samstag zur Heirat eines Jugendfreundes in das spanische Cádiz reisen und im letzten Heimspiel der Saison von Maximilian Petersen und Michael Bauer vertreten. Beim Kreispokalfinale beim Eckernförder SV wird Knuth aber wieder an der Seitenlinie stehen.
Trainer Henning Knuth (TUS Rotenhof):
„Wir freuen uns natürlich über die drei Punkte, waren aber auch in der zweiten Hälfte oft zu fahrig und nicht sauber genug in unseren Aktionen. Die Reaktion, die wir nach der ersten Halbzeit gezeigt haben, war aber in Ordnung. Ich wünsche Inter alles Gute. Das ist eine sehr faire Mannschaft und sie haben sich trotz der schwierigen Lage sehr sauber verhalten.“
Trainer Karim Youssef (Inter Türkspor Kiel):
„Wir haben aus meiner Sicht eine sehr gute erste Halbzeit gespielt. In der zweiten Hälfte kam Rotenhof nach dem Rückstand mit viel Druck aus der Kabine heraus. Da haben wir es dann auch vermissen lassen, den Ball zu sichern und laufen zu lassen. Wir sind dann auch nicht richtig in die Zweikämpfe gekommen und kassieren zwei Gegentore. Wir wollten es dann wieder drehen und haben alles nach vorne geworfen, aber am Ende hat es dann leider nicht gereicht.“
TUS Rotenhof: Quincke – Rathmann (85. Gorn), Decker, Bienwald, Ohm – Felix Knuth, Lewin Traulsen (70. Braun), Kaak (61. Flindt), Nielsen, Henke (61. Gersteuer) – Struck.
Trainer: Henning Knuth.
Inter Türkspor Kiel: Lüdtke – Erkuco, Volkers, Sharba, Börner – Petersen, Halili Sönmez (64. Horstinger), Cerrah (90+1 Lovizio) – Acer, Yildirimer.
Trainer: Karim Youssef.
Schiedsrichter: Levke Scholz (VfB Lübeck).
Assistenten: Tim Hohmann und Lukas Klingelhöfer.
Zuschauer: 225 auf dem Sportplatz an der Fockbeker Chaussee in Rendsburg.
Tore: 0:1 Justin Petersen (26.), 1:1 Cedric Nielsen (61.), 2:1 Felix Struck (82.).